{Reisefreitag} Wien | Nichts gesehen, trotzdem gelacht.

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Ich dachte, ich sag auch mal wieder was. Das Leben, das Leben. Es erstickt einen ohne das irgendwas Wesentliches passiert. Fantastisch, ne?

Jedenfalls war ich Ende Februar/Anfang März in Wien, aber da war es a) sehr sehr kalt und b) ich sehr sehr viel drinne. Aber ich habe manchmal von drinnen nach draußen fotografiert, um den Schnee zu dokumentieren! Ich finde den Unicampus ja total super mit diesem alten Krankenhaus (nein, dem alten Spital!).

Gegessen wurde auch und getrunken. Lecker gegessen und getrunken. Obwohl es einmal um zwei Uhr morgens Pizza gab, die nur lecker war, weil der Hunger so groß war. Und mir wurde eigentlich versichert, dass Wiener vernünftige Menschen sind und wissen, dass man an manche Wörter ein l anfügen muss und dass Brezel eins davon ist und dann musste ich das lesen! Ich war entsetzt!

Am letzten Tag gab’s einen kleinen Ausflug, zum Kahlenberg (glaube ich). Wir sind faul mit dem Bus hochgefahren, haben runtergeguckt und sind mit dem Bus wieder runtergefahren. Das war aber sehr schön und Luftballons hatten wir auch dabei, wir waren sehr festlich.

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Ich hatte in dieser Woche übrigens keine Stimme. Also so gar keine, jedenfalls morgens. Nachts konnte man dann wieder mit mir reden, das ist natürlich super, wenn man sich in einer sehr großen Gruppe aufhält. Abgesehen von der Stimmlosigkeit und ein bisschen Schnupfen ging’s mir aber super, das war auch etwas seltsam.

Das war jedenfalls Wien für mich. Interessant, anstrengend, sehr wenig Stadt, eine Mischung aus Studiums-/Arbeitskram mit Familienanschluss (H. und ich haben bei der Z-Schwester gewohnt). Das ist für mich auch immer eine verwirrende Mischung, die beiden Teile meines Lebens überschneiden sich nicht sehr oft.

So. Gute Nacht.
Josefina

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{12 von 12} Mai, Mai, Mai.

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So war das also heute. War okay. Ich habe mich bewegt und Leuten beim bewegen zugesehen und nichts von dem geschafft, was ich schaffen wollte, war also okay. Oder so. Haha. Ein Tag im Mai halt. So ist der Mai bisher jeden Tag gewesen.

Josefina

 

{ein Monat} April, April

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Der Monat fing tatsächlich auf der Autobahn an, der erste Halt war Wien, da ging’s aber nach ein paar Stunden schon weiter: Auf nach Budapest! Da gab’s Katzen, Hinterhöfe, Kakao und eben Budapest, das war alles in allem schon ganz prima.

Meine Schwestern fuhren mit dem Auto zurück nach Düsseldorf, ich mit dem Zug zurück nach Hamburg. Da sitzt man dann eine Weile, sieht Prag an sich vorbeiziehen und freut sich, wenn man in Hamburg ist (ich freue mich ja sonst sehr sehr selten dort zu sein).

Zuhause kann man aufräumen oder bei dem Versuch alles noch dreckiger machen und sich doch manchmal freuen in Hamburg zu sein, vor allem, wenn die L-Schwester für ein paar Stunden da ist.

Aber bevor’s mit der Freude zu groß wird, fährt man doch lieber wieder schnell nach Prag und steigt diesmal auch aus. Viel gesehen von der Stadt habe ich trotzdem nicht, aber was ich gesehen habe, das war schön.

Angeguckt habe ich bestimmt auch Sachen, ganz sicher sogar: Black Books auf dem Sofa mit Dario. Friends auf dem Sofa mit Dario. Mord mit Aussicht auf dem Sofa mit Dario und jetzt auch fertig. How to get away with murder ein paar wenige Folgen, damit ich was gucken kann während ich mein Zimmer aufräume. Life, so Tierdokukram auf netflix, während ich Sachen von a nach b kopiert habe. Grey’s Anatomy und Big Bang Theory, weil ich das gucke, obwohl ich mich bei beidem meistens fragen, warum. Let’s dance, weil ich das gucke und mich dabei nie frage, warum, denn das wäre eine sinnlose Frage, es gibt darauf keine Antwort. Fußball. Neo Magazin Royale. Mehr weiß ich gerade nicht.

An meinem Geburtstag war ich außerdem im Kino, um Marseille möglichst nahe zu kommen, aber der Film – Transit – hat mir gar nicht mal so gut gefallen, dabei ist es so ein tolles Buch, das war etwas traurig. Aber so ist es, die Geburtstagsgesellschaft war dafür super.

Ich stehe diesem April skeptisch gegenüber.
Der Mai ist jetzt da.
Josefina

 

Zufälligkeiten: Sprachwandel ist unvorhersehbar

Ich bin wieder aus Prag da, Prag ist und bleibt eine sehr schöne Stadt.

Ich reise ja äußert selten alleine, das behagt mir nicht, auch jetzt war ich ja nicht alleine, aber H. und ich hatten verschiedene Unterbringungen: Das hat dazu geführt, dass ich mich doch größtenteils alleine durch die Stadt navigieren musste. Das ist hin und wieder auch mal wieder eine gute Erfahrung. Ich reise sonst nämlich meistens eher unvorbereitet und muss irgendjemanden hinterherlaufen (oder, das ist in der letzten Zeit auch gelegentlich vorgekommen, ich reise mit meinen Schwestern, da bin ich megavorbereitet, weil ich dann der Reiseleiter bin und ich will, dass die denken, ich wäre übelst kompetent. Oder ich reise nach Marseille und weiß wo ich langlaufen muss).
Jetzt musste ich mich also selbst mit dem örtlichen Nahverkehr auseinandersetzen und musste aufmerksam sein. Das hat natürlich tadellos geklappt, einerseits weil ich nicht nur kompetent wirke, sondern es auch bin und zweitens weil das Prager Nahverkehrsnetz einfach sehr gut und benutzerfreundlich ist, soweit ich das beurteilen kann. Ich weiß nicht mehr, was ich sagen wollte. Jedenfalls sollte ich vielleicht doch hin und wieder alleine durch mir mehr oder minder unbekannte Städte fahren.

Zum Alleinreisen generell fällt mir trotzdem immer auf, dass das nichts meins ist. Viele Leute kommen immer und faseln irgendwas von den intensiven Erfahrungen und den tollen Bekanntschaften, die man schließen kann. Ich will aber überhaupt keine Bekanntschaften machen, ich bin da ignorant. Ich würde auch nicht sagen, dass ich zu unsicher dafür bin (obwohl ich auch das sicherlich bin), aber das klingt so als würde ich das eigentlich wollen und stehe mir selbst im Weg rum. Ich will das aber auch gar nicht, ich will nicht mit Leuten reden, die ich nicht eh schon kenne. Ich will aber auch nicht reden, sondern schon das kommunizieren, was ich da sehe/erlebe, deswegen muss ich ja jemanden mitnehmen. Deswegen reise ich nicht alleine bzw. halte mich zumindest nicht alleine an Orten auf, Ab- und Anreise kann ich nämlich sehr wohl und sehr gut alleine erledigen (die schon erwähnte Kompetenz ist hier voll auf meiner Seite).

Übrigens, auf der Erledigt-Liste: ESTA erfolgreich genehmigt, das Buch hatte ich vor der Reise nicht mehr fertig gelesen, Wassermusik dann aber auf der Hinfahrt beendet (Boyle kann doch Enden, ich bin beeindruckt!). Mein allererster Strumpf ist inzwischen fast so weit, dass ich mich an die Ferse wagen kann. Ich habe den zweiten Analogfilm a) vollgeknipst und b) entwickeln lassen. Ich kann mich also endlich vielleicht man mit der Wohnzimmerwand auseinandersetzen (und noch mehr Marseillefotos präsentieren, hurra!).

Jetzt muss ich gleich zum Pony. Der Lavendel kommt wieder.
Josefina

P.S. Das war ein weiterer Beitrag aus der Kategorie „Ich guck‘ mal, was jetzt passiert.“

 

„Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges

Kinder, erinnert ihr euch an die lustigen Zeiten, in denen man jeden Tag irgendeinen Blödsinn gebloggt hat? Ich blogge immer noch nur Blödsinn, aber viel seltener, das ist doch traurig (bitte keine Widerspruch an dieser Stelle, danke!) – ich habe also jetzt mutig auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges geklickt.

Ich sitze hier so und komme gerade vom Stall, es ist gleich neun Uhr. Ich habe noch meine ekelige Sportkleidung an und meine nicht so ekelige, aber sehr vollgehaarte (Fellwechselzeit!) Reitkleidung ist noch im Rucksack, ich weiß auch nicht, warum ich schon hier sitze. Das ist gelogen, ich weiß das: Ich habe den Computer angemacht, um Dario eine Einkaufsliste zu schreiben, dafür braucht man einen Computer, weil ich ihm das in echt schon bei facebook geschrieben habe. Und dann habe ich, wie erwähnt, auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges geklickt.

So war also mein Tag, Arbeit, Stalldienst, kleiner Ausritt, Sport. Gleich muss ich gefühlt noch tausend Dinge erledigen, weil ich morgen dienstreise. Tasche packen, Essen vorbereiten und packen, Visum beantragen (für eine andere Reise, aber egal, muss ich heute machen), Essen essen, schlafen, Laptop mit allem bestücken, baden und so weiter. Aber statt all das zu machen, habe ich auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges geklickt.

Die Dienstreise führt mich übrigens nach Prag, erneut. Ich freue mich ein bisschen und ein bisschen bin ich müde. Aber das ist okay, Prag ist schön. Ich hoffe, die Sonne scheint und die Vögel lachen und die Seele blubbert. Oh Gott, mir ist gerade eingefallen, dass ich auch noch ein Buch vorher fertig lesen muss, weil es sich nicht mehr lohnt es mitzunehmen, aber ich es jetzt auch fertig lesen will (30 Seiten oder so von Wassermusik, ein durchaus passables Buch bisher.). Aber, Überraschung!, ich habe auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges geklickt.

Das Visum, das ich beantrage, ist eigentlich gar kein Visum. Ich muss für meine Schwester und mich das ESTA-Zeugs machen, damit wir im Juni nach New York fliegen können, den Rest (also Flug und Unterkunft) haben wir schon erledigt. Ich freue mich. Ich will noch einen kleinen Reiseführer für uns zusammenstellen. Aber inzwischen wissen wir ja alles, was ich stattdessen gemacht habe: ich habe auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges geklickt.

Auf meiner inneren Liste gibt es noch ein paar Sachen, die ich der unbreiten Öffentlichkeit mal sagen möchte und für die Nachwelt und mich selbst festhalten will, deswegen klicke ich vielleicht, wenn ich mal dazu komme, auf „Beitrag hinzufügen“ oder irgendwas Derartiges und blogge etwas privater. Das wird ein Spaß. Bis dahin höre ich jetzt erstmal auf, ziehe mich um und blicke dem Muskelkater entgegen.

Josefina

 

{12 von 12} April (nicht in Marseille!)

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2016 waren Dario und ich im April in Marseille, 2017 auch. 2018 also nicht, der zwölfte April war ein ganz normaler Tag, ein bisschen langweilig sogar.

12von12_April

Ich fuhr zur Arbeit, bewunderte die Aussicht, hatte Kolloquium, trank Tee, arbeitete, fragte mich, ob die Blumem bis Montag überleben (tippe auf nein), ging zur Bahn, las im Zug, fuhr mit dem Fahrrad, aß Faulheitsessen, guckte Fußball (tu ich gerade immer noch, immerhin da ist man in Marseille) und bereitete Brotteig vor.

So ein Tag war das also, ein ziemlich durchschnittlicher. Naja. Man kann ja nicht immer in Südfrankreich sein. Wobei das eine der großen Fragen im Leben ist: Warum ist man nicht immer in Südfrankreich? Warum eigentlich nicht? Was geht hier vor?

Und damit entlasse ich euch.
Vielleicht ist jemand anderes in Südfrankreich?
Josefina

{ein Monat} März

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Der März begann sehr kalt in Wien (obwohl manche dieser Fotos aus dem Februar sind. Sinnvoll, was?), aber immerhin gab’s auch Partytime in Wien, das war lohnenswert.

collage_wien

Manchmal war ich auch zuhause, da war ich dann beim Pferd, im Büro oder im Zug und habe zusätzlich gesundheitstechnisch an der Ernährung gefeilt, hat auch tatsächlich direkt was genützt, kann man nichts machen.

collage_zuhause

Zwei kleinere „Ausflüge“ gab’s außerdem auch noch – einmal bin ich aus dem blauen Hamburg ins verschneite Berlin gefahren (dienstlich), einmal wurde Schleswig-Holstein bewundert (halbprivat, haha – familiäre Zwänge).

collage_kleinereise

Und am Ende, am Ende ging’s über den schönen Duisburger Bahnhof in das schöne Düsseldorf, dort wurden Ostereier im Volksgarten gesucht, Kröten gefundert und das Licht gesehen.

collage_duesseldorf

Das war’s dann auch schon wieder gewesen mit diesem März. Voller Monat, irgendwie. Zeigt sich auch im Medienkonsum, geguckt wurde nämlich quasi nichts anderes als das, was eh schon vorher lief: Friends und hin und wieder eine Folge Mord mit Aussicht (damit sind wir aber bald durch!), der Versuch Marseille zu gucken wurde abgebrochen, nicht wegen der Serie, sondern wegen den Umständen, aber das sollte echt mal bald im Wohnzimmer laufen, da wäre ich dabei. Ich habe außerdem noch, weil man das so tut!, die zweite Staffel How to get away with murder fertig geguckt und ausversehen, weil ich nicht gecheckt habe, dass das das Staffelfinale sein sollte, auch noch die erste Folge der dritten Staffel, aber ich gucke das jetzt nicht mehr, das ist zu schlecht. Um das allgemeine Niveau zu heben habe ich deswegen irgendwann abends spontan Mean Girls geguckt, weil das ein Top-Top-Top-Film ist. Das ist gelogen.

Ansonsten habe ich Grey’s und Big Bang Theory konsumiert (warum frage ich mich auch immer, aber ich kann gut Wäsche dabei zusammenlegen). Und Last Week Tonight, auch die alten Folgen, die ich noch nicht kannte.

Und weil man ja nicht nur in den USA verhaftet sein darf, habe ich mich auch dem deutschen Fernsehen gewidmet und verfolge aktiv (also tanzend) die aktuelle Staffel Let’s dance und es tut mir nicht mal leid. Ich bin aber auch wieder auf dem aktuellen Stand bei Neo Magazine Royale und im Fußballgeschäft, hier kann man zum Beispiel lernen wie Bayern-Spieler Deutsch lernen, ist das nicht zauberhaft?

Verrückter Monat.
Josefina

 

I’ll note you in my book of memory.

Lebenszeichen! Ich habe meinen letzten Bücherstapel fertig gelesen, in folgender Reihenfolge:
Roger Willemsen – Deutschlandreise
Petri Tamminen – Verstecke
Leo Tolstoi – Die Kreuzersonate
Vladimir Nabokov – Einladung zur Enthauptung
Teju Cole – Open City
Julio Cortázar; Carol Dunlop – Die Autonauten auf der Kosmobahn

Ich dachte ja, es wäre eine sehr zufällige Auswahl gewesen, hauptsächlich dadurch geleitet, dass ich bis auf Tolstoi alle Bücher schon mal angelesen hatte, aber am Ende waren die Bücher sich alle sehr ähnlich: keine konkrete Handlung (sehr viel Beobachtungen und Wiedergabe von Gedankengängen) und ein beständiges, sehr entschleunigtes Gereise/sich durch Orte Bewegen. Ich muss auch sagen, dass mir all diese Bücher Freude bereitet haben, mir aber alle Probleme bereitet haben (im Sinne vom Lesefluss, nicht inhaltlich); Nabokov sicherlich am allermeisten, Tolstoi über weite Strecken am wenigsten. Mein Lesealltag war aber auch durchbrochen vom Kranksein und Dienstreisen und Urlauben, bei sowas lese ich nie.

Ich bin leider gerade zu erschöpf (vom Leben!), um irgendwas über die Bücher im Einzelnen zu sagen, aber ich habe mir dafür einen neuen Stapel gemacht: Erklärtes Ziel war es Autoren verschiedener Nationalitäten auszuwählen. Von dem Pamuk habe ich ca. 150 Seiten schon gelesen, vom Boyle kenne ich die ersten zehn Seiten, von Goethe habe ich noch nie irgendwas gelesen und irgendwann muss man ja auch das Reclamregal mal angehen. Gefühlt steht der Werther mir sehr nahe, ich gehe da also sehr positiv ran. Die finnische Dame steht nur aufgrund ihres Finnisch-Seins in meinem Regal, ich weiß gar nichts darüber, mal gucken. Das ist so ein Buch, das ich mehrere Male schon fast wieder aussortiert hätte, vielleicht muss es nach dem Lesen also wirklich weichen. Irgendwie sind die Bücher alle lang. Mal sehen, wie gesagt.
bty

Das war’s.
Josefina