Tomsk.

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Ich sitze in einem runtergekühlten Hotelzimmer in Tomsk. Das Hotel ist sehr symbolisch, als ich das letzte Mal hier war, „durfte“ ich nicht hier schlafen, jetzt habe ich den Aufstieg in die Hotelliga geschafft. Ansonsten sieht Tomsk gleich aus, erscheint mir aber viel freundlicher. Anstrengend ist es aber auch immer noch. Deswegen mache ich auch heute einen Hoteltag, ich stelle mich der Realität nicht, arbeite aber vermutlich noch etwas (habe ich gerade auch schon). Irgendwann besorge ich mir was zu essen, vermutlich alleine, ich kann keine Gesellschaft mehr stemmen.

Hotels sind seltsam. Weil ich gerade so viel im Zimmer sitze, kam die Putzdame herein als ich da war (also sie hat geklopft) und hat die Handtücher ausgetauscht. Ich finde sich bedienen lassen sehr mysteriös. Man kann in diesem Land auch nie den Tisch abräumen, dabei würde ich das durchaus tun, das würde mich nicht stören.

Ach, ihr lieben Kinder, ich will schon wieder nach Hause. Auf den Vortrag habe ich auch mal gar keine Lust, aber das ist ja wohl auch nicht überraschend. Passt immer auf euch auf! Ich wollte übrigens eigentlich gerade einen Reisefreitag bloggen, aber ich kann die Bilder nicht hochladen, das Internet ist zu schlecht dafür, glaube ich, deswegen… gehen wir auf Russlandreise. Gestern habe ich Bär gegessen.

Das muss mit der Sibirienerfahrung für euch heute reichen.
Ich gehe wieder. Nicht ins Bett, denn dort bin ich schon.
Josefina

{Reisefreitag} Marseille | La Corniche

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Marseille, Tag 2.

Der zweite Tag begann wie der erste: Lesen am Fenster, Freude über das Bett, packen der Sachen, Liebe auf der Straße, Café-Frühstück. Kann man nichts mit falsch machen.

Nach dem Frühstück, ging die Wanderung dann in Richtung Notre-Dame, aber wirklich nur die Richtung, die Kirche war nicht das Ziel, denn die Kirche ist auf einem Berg und wir wollten zum Meer, da wäre das kontraproduktiv.

Auf dem Weg kann man aber ein, zwei Pausen einschieben, Marseille bietet erfreulich viele Sitzgelegenheiten, die man dann auch nutzen muss!

Wenn man das alles hintersich gelassen hat, dann findte man das Meer. Und die Straße, die an eben jenem langführt.

Corniche du Président-John-Fitzgerald-Kennedy – ist das nicht ein bescheuerter Name? Aber schön ist es dort trotzdem, was aber tatsächlich am Meer liegt, weniger an der Straße, die eben eine Straße ist.

Und warm, warm war es natürlich. Aber der Wind lässt einen das ja immer etwas ignorieren und eingecremt waren wir auch (Spoiler: ich habe mich trotzdem ein bisschen verbrannt).

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Ein Stückchen die Straße lang, trifft man dann auf ein Monument. Monument aux morts de l’Armée d’Orient et des terres lointaines.

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Ehrlicher Weise ist aber die Aussicht viel spannender.

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Und das rostige Gitter.

Und die Aussicht.

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Direkt neben dem Monument ist zudem das, was man eigentlich sehen möchte. Es ist wundersam, dass wir trotz mehrfacher Marseilleaufenthalte noch nie zuvor dort gewesen waren, denn es ist ein recht beliebtes Fotomotiv, um diese Stadt zu bewerben.

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Hinter dieser Brücke verbirgt sich Vallon des Auffes, ein kleiner Fischerhafen. Vom Monument aus, kann man sich einen Weg runterbahnen (da sind Treppen, das heißt, man muss sich wenig bahnen, man kann und darf da einfach langgehen, aber die Dramatik, die Dramatik!)

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sdr

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Windig war’s außerdem natürlich auch immer noch, wie hätte es anders sein können.

bdr

Im Hafenbecken lagen außerdem liebliche Tiere. Hmm, Fischkopf, lecker.

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Auf der anderen Seite verließen wir den Hafen dann wieder. Mein Plan hatte nur bis hier gereicht, aber wir hatten uns dann dazu entschloßen die Straße einfach immer weiter zu laufen. Bis nach Rom, denn da muss man ja enden.

Neben dem Hafenbecken gibt es übrigens auch noch ein Schwimmbecken (also.. so ein Meerbecken, künstlich zwar angelegt, aber mit Meerwasser und Meerzugang), das wohl bei Einheimischen sehr beliebt ist. Da waren auch Leute drin, aber ich habe nicht gefragt, wo die herkommen.

Und dann geht man erstmal weiter. Die Sonne scheint, das Meer glitzert.

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Irgendwann erreicht man eine weitere Brücke. Pont de la Fausse Monnaie. Die ist auch sehr malerisch. Deswegen macht man am besten erstmal mehrere Fotos.

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Irgendwann erreicht man David und dann ist man ja quasi schon in Rom und kann stehenbleiben. Oder einen Supermarkt besuchen. Und Dinge nicht kaufen können, die man haben will.

dav

Die sind leider nur im 12er-Pack zu verkaufen, aber ein Feuerzeug haben wir trotzdem bekommen. Und ich habe 50 Cent verschenkt! Ich bin lieb. Gegessen haben wir dort auch. Und weil an dem Tag ja schon so viel neues war, haben wir genau dort gegessen wo wir schonmal gegessen haben.

Danach sind wir aber tatsächlich auch noch in den Parc Borély gegangen.

Der vordere (das ist jetzt meine Perspektive) Teil ist ein recht „angelegter“ Teil, aber auch schon. Nach hinten wird der Tag dann etwas „wilder“. Inklusive ungezähmter Tiere.

Nutria! Denke ich mal, jedenfalls.

Dann sind wir zur U-Bahn gelaufen und zum Cours Julien gefahren, um dort einen Tisch für Freitag zu reservieren. So macht man das eben.

sdr

Dann sind wir über einen Umweg nach Hause gelaufen, erstmal ganz runter und dann die Canébiere wieder rauf.

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Dann ging’s nach Hause und entgegen zunächst gefasster Pläne ging es auch nicht mehr raus, dabei lief Fußball. Aber das läuft ja auch im Radio und die Sonne war doch sehr anstrengend gewesen.

Gute Nacht, Josefina. Gute Nacht, Dario.

sdr

Gute Nacht, ihr alle.
Josefina

(Wenn ihr das lest, dann bin ich schon wieder in Frankreich, yeah)

12von12 im Juli

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1. Abfahrt Richtung Reichtum

sdr

2. Kleiner Arbeitsausflug.

3. Erwirtschaftung des Reichtums

4. Draußen ist Nebel

5. Genug Reichtum für heute.

6. Schnelles Brot.

7. Zum Stall – dort den Hund flauschen.

8. Stallsport.

9. Zum Ausgleich habe ich Backware mitgebracht.

10. Liegen auf dem Sofa.

11. Schneller Tee.

12. Schlafen.

Gute Nacht. 12 von 12 von anderen wie immer hier.
Josefina

Deux kilomètres à pied ça use, ça use

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Ich finde es immer schwierig sich wieder in den Alltag einzufinden, wenn ich weg war. Es ist dann als würde ich Wege zum ersten Mal gehen, die ich davor ja schon hundertfach gegangen bin. Den Weg von der Wohnung zum Bahnhof, zum Beispiel. Ich kenne den ja, aber es fühlt sich so an als wäre alles neu, dabei sieht hinter jeder Ecke alles immer noch so aus wie vorher.
Gerade wenn ich aus Düsseldorf wiederkomme, ist das meistens so. Vorletztes Wochenende war ich dort und dort fühlt es sich andersrum an: Die Wege sind vertraut, ich bin die tausendfach gegangen, aber ich bin manchmal irritiert davon, dass sich hinter manchen Ecken alles verändert hat.

Ich hätte gerne einen strukturierten Alltag. Einen Plan. Jeden Tag soll zur gleichen Stunde das gleiche passieren, damit die innere Panik verschwindet, aber das ist gar nicht umsetzbar mit immer anderen Arbeitszeiten und unregelmäßigen Verpflichtungen, Urlauben und Dienstreisen. Ich weiß auch gar nicht, ob die Panik dann verschwinden würde, es ist vermutlich ein sehr hilfloser Versuch.

Alles ist ein hilfloser Versuch.
Josefina

{Reisefreitag} Marseille | Schon wieder!

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Im April ging es, nach einem Wochenende in Düsseldorf, in den Süden. Weil wir kreativ sind, ging es in den Süden Frankreichs. Weil wir noch kreativer sind, ging es nach Marseille.

Auch von Düsseldorf aus schippert man dafür erstmal nach Frankfurt und steigt dort in den TGV (Bild 1) und freut sich dann, wenn man acht Stunden später in der Dunkelheit Notre Dame sieht (Bild 2). In der Zwischenzeit liest man, fotografiert Bahnsteige, Landschaft und sich selbst (von mir gibt es zusätzlich auch Videos).

Diesmal hatten wir eine andere AirBnB-Unterkunft, Jean Philippe hat vor der Tür auf uns gewartet. Die Straße war steil und Dario musste den Koffer hochziehen. Scheinbar nehmen wir zudem gerne Wohnungen, die ganz oben sind, deswegen musste Dario den Koffer auch die sich hochwindende Treppe hochtragen. Während er das noch tat, zeigte Jean Philippe mir die Wohnung: Küche, zwei Zimmer, eins davon mit Hochbett und dem Bad drunter, dazu ein Balkon. Ich fand alles toll. Ich würde diese Wohnung kaufen.

Ich glaube, dann sind wir schlafengegangen, denn müde ist, wer eine Reise tut. Am nächsten morgen bin ich aufgestanden und habe die Aussicht angeguckt. Ich könnte diese Aussicht und diese Dachziegeln sehr lange angucken, so famos finde ich das alles. Und das Wetter, meine Lieben, das Wetter!

Aber irgendwann sind wir doch losgegangen, zum alten Café am alten Hafen. Das tun wir immer und wir sind jetzt in einem Alter, da kommen wir mit Veränderungen nicht mehr gut klar. War außerdem windig, die Frisur sitzt.

Ich habe eine (?) Anis-Navette gegessen, weil ich das gerne mag und Tee getrunken, weil ich das immer tu. Dario trinkt Kaffee und frühstückt Zigaretten, der ist ein ganz harter Hund.

Dann sind wir rumgegondelt. Erstmal sind wir links am Hafenbecken lang gegangen, zum Palais du Pharo, denn dort kann man aussichten, also haben wir geaussichtet. Mit einem Blick aufs Hafenbecken machste halt nichts falsch, ne?

Da saßen wir so lange, dass wir dann wieder Hunger hatten, also sind wir den ganzen Weg zurückgelaufen und noch ein Stück weiter in die Stadt rein. Wir hatten eine Pizzeria im Blick, aber diese hatte dann zu, dann mussten wir eine der anderen vielen Pizzerien wählen. Die Pizza kostet aber überall gleich viel und auch diese Pizza war sehr schmackhaft und so aßen wir diese. Meistens teilen wir eine Magaritha und eine mit Sardellen, das kann man gut so machen.

Dann sind wir die rechte Hafenbeckenseite lang gegondelt, haben neben dem Rathaus rumgesessen und dem Wind getrotzt. Dann haben wir am Ende des Hafenbeckens einen Haken Richtung La Major geschlagen und sind den Berg Richtung St. Laurent hochgeklettert. Dort kann man dann auch von der anderen Seite aus nochmal prima aussichten, haben wir dann auch gemacht.

Haben wir dann auch eine Weile gemacht, saßen dann noch eine Weile vor einer Bank vor der Kirche und machten uns wieder an den Abstieg.

Und dann sind wir nach Hause gegangen, haben Baguette gekauft und Seven Up Mojito, weil bestes Getränk des Jahrtausends, und haben die Sonne über den Dächern beobachtet.

Ich habe auch den Weg auf einer Karte festgehalten, weil die Route so fantastisch war. Ich sag ja, kreative Leute mit kreativen Reisezielen, die dann kreative Dinge dort tun, die sie nie zuvor getan haben. Aber es ist immer wieder so schön, ungelogen.Am nächsten Tag haben wir was neues gemacht und dass wir das vorher noch nicht gemacht haben, ist ein bisschen komisch.
Josefina

{ein Monat} Juni

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Der Juni war irgendwie ein total langer Monat. Ich kann mich an den Anfang schon gar nicht mehr erinnern. Oder ich werde alt, das mag auch sein.

Ich habe meine Büropflanze immer noch nicht umgebracht! Sie ist sogar wieder grün!

Workshops können auch hauptsächlich aus Essen bestehen.

Sonntagsausflug. Aber das Pferd wollte nicht ins Wasser.

Gartenfreude. Das eine ist aber eigentlich von meiner Fensterbank, weil ich Gärten ja doof finde.

Stau! Auf dem Weg nach Düsseldorf.

Robbie. ♥

Eines der allerprimasten Sachen im Juni war natürlich das Robbie-Williams-Konzert. Natürlich! Meine Schwestern und ich haben ja über ein halbes Jahr darauf gewartet. Es war sehr toll, aber ein bisschen zu kurz. Aber sehr prima. Gerne wieder. Jederzeit. Für immer. Vor allem in Düsseldorf, denn das ist eine prima Stadt. Prima prima prima.

Außerdem war ich diesen Monat zweimal im Kino, das muss ein neuer Rekord für mich sein (wenn man meine kinoaktive Jugendzeit ausklammert). Ich habe Pirates of the Caribbean 5 und Wonderwoman gesehen. Ersteren muss man wirklich nicht gesehen haben, gerade die vielen Schlachtszenen, die nur aus Nahaufnahmen bestanden, sodass man nicht mehr wusste, wer wo ist, waren etwas enervierend. Wonderwoman kann man ansehen, ich halte den Film aber nicht für die feministische Offenbarung, auch wenn das in den Medien gefühlt so dargestellt wird. Vielleicht bin ich aber auch zu zynisch dafür.

Und (!) sogar zuhause habe ich Filme gesehen. Direkt am Anfang des Monats haben Dario und ich Kill your darlings gesehen und ich dachte, das wäre ein guter Film, war dann aber schon in der Mitte des Films total genervt, weil das leider überhaupt kein guter Film ist. Wer macht denn sowas?! Und was wollte der Film für eine Geschichte erzählen? Das war mysteriös und schlecht, leider.

Netflixmäßig war ich wieder bei Dexter unterwegs, habe die achte Staffel aber nur so geguckt, dass noch alles gut ist, und ich plane auch nicht die letzte Folge anzusehen. Ansonsten.. habe ich ein bisschen Prince of Bel Air gesehen, aber das ist nicht netflix! Das ist DVD, sowas habe ich auch noch (nicht sehr viel). Tales by Light habe ich ein paar Folgen gesehen bei netflix! Ha! Und nochmal die vier Folgen Gilmore Girls, um zu prüfen, wie man die findet, wenn man die schonmal gesehen hat. Ergebnis: immer noch schlecht, aber ich bin wegen der Lorelai-Storyline nicht mehr wütend und Rorys Story ist dumm, aber Rory ist auch ein dummer Charakter, vielleicht ist es deswegen sogar gut und logisch gemacht. Trotzdem.

Seit Mitte des Monats hatten wir nur noch öffentlich-rechtliche Sender (bzw. die Sender, die man kostenlos bei zattoo gucken kann), da gucke ich ja auch immer Kram. Ich gucke erschreckend viel fernsehen. Und youtube. Und Kram. Und Sport. Und dann vergesse ich alles wieder. Ein ewiges Berieseln. Mal gucken, wann wir uns das volle Fernsehprogramm zurückholen. Ah! Schulz&Böhmermann und Neo Magazin Royale! Das habe ich geguckt! Die Juni-S&B-Folge ist meine liebste Folge bisher gewesen! Die Deutschstunde hat mich gefreut. Last Week Tonight erfreut mich auch immer!

Ansonsten gab’s im Juni aber auch dreimal Übernachtungsbesuch, das kostet ja auch immer viel Zeit, dann kann man viel weniger konsumieren und arbeiten soll man ja auch noch irgendwann. Oh jee.

Aber et hätt noch emmer joot jejange. Und et kütt wie et kütt.
Josefina

{Reisefreitag} Finnland | Trostloses Turku

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Der zweite Teil der Finnlandreise (Arbeit!), war der traurigere Teil der Reise, wegen Arbeit! und wegen des falschen Finnlands. Denn Finnland ist besser als kein Finnland, aber Turku ist nicht Valkeakoski. Und insgesamt ist Turku noch nie so meine Stadt gewesen, das hat sich auch innerhalb dieser Woche nicht geändert.

Erstmal musste ich aber weg aus Valkeakoski, das ging wieder nur mit einem Umstieg in Hämeenlinna. Ich dachte mir so: „Kein Problem, setzte dich da im Busbahnhof rein, da gibt’s bestimmt auch wlan und so“. Das Ding hatte dann aber sonntags zu. Und ich stand also so 40 Minuten im Schnee. Finnland, man muss dich schon lieben.

Aufgrund meiner umfassenden Erfahrung mit dieser Stadt wusste ich aber, wo ein R-Kioski ist und bin dann dahin gestiefelt. Den Berg hoch mit dem großen Koffer. Spaßig. Da habe ich dann Sachen gekauft, hauptsächlich um nicht in der Gegend rumzustehen. Gewusst wie, liebe Konsumgesellschaft, gewusst wie.

Dann stand ich wieder rum, begleitet von einem Vogel und nicht gelungenen Makroaufnahmen. Was man halt so macht, wenn man Zeit hat.

Angekommen bin ich dann recht spät in Turku, in einer Stadt, die eine einzige Eisfläche war, dass ich den Berg (Berg ist ein bisschen übertrieben, aber für Finnland ist das schon ein Berg) nicht wieder runtergerutscht bin, sondern im Hostel angekommen bin, das ist ein Wunder gewesen! War dann aber da. F. war da, liebe Wiener waren da, alle freuen sich. Hurra.

Die nächsten Tage ist der Schnee leider geschmolzen, es war also nass und grau und die ganze Stadt lag voller Streusteine. Das ist das Finnland, das ich nicht so reizvoll finde, jedenfalls wenn man, wie ich dort, nur zwei paar Schuhe mithat.

Die Aussicht aus dem Hostel war dafür sehr finnisch. (Sehr finnisch heißt, dass Städte sehr hässlich sind.)

Und ansonsten wurde nicht so viel von Turku bei Tageslicht gesehen, denn es gab nicht so viel Tageslicht und sehr viel Zeit wurde in der Uni verbracht. Dort war es wie immer vergnüglich, war es sogar wirklich. Es war eine prima Woche.

Und manchmal, manchmal war das Wetter doch gut. Dann kann auch Turku nett aussehen.

Aber da musste ich prompt wieder fahren, mit dem Bus um vier Uhr morgens nach Helsinki, um dann in unendlicher Frühe in Hamburg zu landen und nach Hause zu fahren.

Ach, Finnland. Du bist eben doch mein Herzensland. Auch im Februar.
Und jetzt verrate ich euch ein Geheimnis: Die nächste Reise ging nach Marseille. Kann man nichts machen. Auf das Seelenland folgt die Seelenstadt. Die Welt ist rund.
Josefina