{12 von 12} Oktober.

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So ein Tag war das. Einer mit Besuch. Und viel Zucker und Herr der Ringe. Und Katze. So ein Tag war das.
J.

{ein Monat} September

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Arbeitsmonat. Hamburgmontag. Stundenlanges Maskentragen. Menschenmassen. Alles wie immer?

Auf der Ebene alles wie immer, ohne Fragezeichen: Katze und Pferde.

In der Tarantino-Aktion sind wir wieder nur einen Film weitergekommen: Django. Jetzt fehlen noch zwei. Ansonsten bin ich mit meinem re-watch von Grey’s Anatomy sehr weit und bin froher Hoffnung, dass ich das fertig bekomme, bevor Staffel 17 anfängt. Bei The O.C. sind wir inzwischen bei Staffel 4, also der allerbesten Staffel. Große Party.

Außerdem bin ich in die Heide geritten. Man fährt ca. 20 Minuten Auto hin, aber man kann auch mehrere Stunden reiten. Ich reite sehr gerne so lange, aber ich reite eher nicht noch mal mit Übernachtung weg. Das war nicht gut für’s Pony und damit am Ende auch nicht für mich, obwohl es auch sehr schön war.

Jetzt muss ich weiterschreiben.
J.

{12 von 12} Heideausflug im September

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Das war der Samstag. Das war schön und anstrengend und schön. Bei anderen bestimmt auch.
J.

{ein Monat} August

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Der August war ein langer Monat und ein Monat voller Katze. Ab jetzt ist jeder Monat voller Katze und ich bin voller Euphorie deswegen. Guckt mal wie hübsch die Katze ist!

Am Ende des Monats ging es in die schöne, schöne Schweiz. Mit einem Stopp in Fulda (auch schön!) und einem Abstecher in Düsseldorf. Viele Autobahnkilometer. Aber Bern ist wirklich schön. Ich empfehle es.

Bei unserer Filmanschauaktion sind wir nur einen Film weitergekommen: Inglourious Basterds. Hat mir gut gefallen. Ansonsten war leider zu viel Fußball, das war sehr stressig. Und Grey’s Anatomy bei mir. Ich gucke gerade immer noch die Sachen, die ich bisher nur einmal gesehen habe, da kann ich mich dann an manches nicht mehr erinnern, sehr spannend.

Ansonsten wurde geritten und… getanzt und gelacht und wenig geweint. Is‘ echt so. Die Katze macht sehr gute Laune.

Und es gibt wieder einen Wasserkocher, yeah!
J.

031

Die letzten Tage konnte ich nicht schreiben, weil ich den Laptop nie angemacht habe. Jetzt sitze ich wieder zuhause, der Laptop ist weiterhin nicht an, aber das macht nichts, weil mein Desktop-PC eh noch ein bisschen cooler ist. Der ist an. Die Waschmaschine läuft, der Tee steht vor mir, ich habe es aber noch nicht geschafft mir eine Tasse zu holen und werde das bald tun müssen. Meine Fingernägel sind mintfarbend und tippen so vor sich hin und sie sind so lang, dass es bald störend wird. Seitdem letzten mal eine Seite schreiben, war ich auf dem Thunersee Boot fahren, im Rosengarten gucken essen, habe Bern wieder verlassen (Die A3 und ich sind jetzt gute Freunde), in Düsseldorf auf einer Hochzeit und bei diversen Verwandten. Gestern habe ich dann endlich die Katzi wiedergesehen, die ich zum Glück auch noch anfassen darf, da war ich richtig erleichtert. Ich bin auch immer froh, wenn ich sie rumlaufen sehe, während die Waschmaschine läuft, weil meine größte Panik ist, dass ich die Katze ausversehen irgendwann mal wasche. Ich glaube, das würde der gar nicht mal so gut bekommen. Jetzt habe ich gerade was anderes gemacht, was der Katze nicht gut bekommt bzw. ich habe die Katze dazu befähigt was zu machen, was ihr nicht bekommt. Die Katze ist eine Plastikesserkatze und sie hat fast ein Stück von meiner Amicellipackung gegessen. Das ist mein Frühstück. Also der Inhalt, nicht die Packung. Die Katze hatte ihr Frühstück schon. Dario gibt der Katze noch mehr Frühstück. So wird das hier nie was mit der harten Hand der Erziehung. Ist die Katze am Ende auch ein moderner Nutznießer der industriellen Revolution? Läuft die französische Liga eigentlich schon wieder? Wie lange war ich weg und was ist passiert? Ich werde gleich mal die Woche nachvollziehen müssen. Mittwoch ist wieder Arbeitsalltag. Schreiben muss ich auch noch. Aber gut Ding will Weile haben. Eile mit Weile. Übel, übel, sprach der Dübel, und verschwand in der Wand. Ich habe zu viele Amicelli gegessen. War nur so ne mittelgute Idee. Ich schreibe gerade übrigens voller Unterbrechungen, weil Dario und ich die Katze angucken. Sie hat sich gerade vom Tisch gestützt, das aber sehr elegant kaschiert. In meinem Kopf rattert eigentlich wieder nur eine Liste an Dingen, die ich noch machen muss, durch. Es ist sehr uninspiriertend für alle beteiligen Personen. Also vor allem auch mich. Heute lese ich aber auch das doofe Buch fertig. Und dann lese ich mal wieder ein gutes Buch, ich versprech’s. Ah, vielleicht auch nicht, ich muss für den Buchclub was lesen, was ich sonst nicht lesen würde. Nervig. Die französische Liga läuft übrigens wieder. Soll ich noch mal schnell in die Heide fahren? Aber wann, aber wann? Ich reite bald in der Heide. Blüht die da noch? Angeblich bis zum 9.9., aber ich reite erst am 11.9. Da ist dann auf einmal alles weg. Am 9.9. hatte mein Opa Geburtstag und letztes Jahr hatte er da noch Geburtstag. Gestern habe ich meine Oma gesehen. Neben der Katze (das ist aber ja eine neue Entwicklung, die war vorher noch nie da, wenn ich nach Hause gekommen bin), freue ich mich immer am allermeisten auf meine Teekanne. Es ist keine tolle Teekanne, es ist die IKEA-Teekanne. Ich habe die mal von Darios Mutter geschenkt bekommen. Aber es ist immer sehr gut, wenn man seine eigene Dame über den Tee ist. Ich hoffe wirklich, es wird bald kühler. Ich habe gerade Wollsocken an, das ist so gemütlich. Ich habe die Wollsocken an, die mir mein Bruder und meine Schwester zum vorletzen Weihnachten geschenkt haben und die ich seit ca. anderthalb Jahren panisch suche. Ich habe sie am Samstag in der Tasche gefunden, die ich zur Hochzeit mitnehmen wollte. Sie müssen da seit einer anderen Hochzeit im Januar 2019 drin sein und ich gucke da eben nie rein, weil ich diese Tasche nur zu solchen Anlässen benutze. Jetzt sind sie wieder da. Ich bin sehr glücklich. Die Waschmaschine läuft immer noch, dabei tippe ich schon seit Stunden. Was ist denn hier los? Bern ist übrigens wirklich sehr schön. Düsseldorf ist weniger schön, aber auch schön. Der Kater von meiner Schwester ist sehr alt geworden. Ich auch. Wir alle. Und dann sterben wir. Tschüssi.

026

Ich bin schon wach und angezogen und warte darauf, dass alle anderen Personen in diesem Raum (+1) auch angezogen sind, damit ich die Rollläden hochmachen kann und das Morgenlicht (fast…) hereinströmen lassen kann. Es wird in den Raum schwappen und alles wird anders aussehen. Wir wissen nur noch nicht, wie. In der Zeit trinke ich, zur großen Überraschung aller, Tee. Gleich kommt wieder meine Mama und dann fahren wir auf den See hinaus, ich freue mich sehr. Ich habe den Badeanzug und die Sonnencreme bereitgelegt. Es ist wie Sommerferien nur schöner. Der Tee ist zu bitter. Aber ich mag das manchmal. Wenn man sehr viel davon sehr schnell trinkt, dreht sich die Welt. Jetzt macht die andere Person in diesem Raum (weitere Überraschung: es ist Dario) die Rollläden hoch, weil ich erfolgreich genug rumgeprollt habe. Jetzt lenkt der mich vom Schreiben ab, dabei muss ich doch hier mein Innerstes nach Außen kehren. Naja, fast. Dario sagt, ich sei ein Quell ewiger Freude, und von meiner Seite aus kann ich da nur zustimmen. Gestern habe ich Bern angesehen und es ist sehr schön, die Aare sehr blau, auf dem Markt habe ich einen Lammburger gegessen und Tee und eine Nusstorte gekauft. Schokolade und allerlei anderes Zeug habe ich auch gekauft. In der Nacht hat Dario mich geweckt mit der Frage „Na, wie geht’s?“, was mich einigermaßen verwirrt hat, denn ich schlief halt so rum, wie geht es einem dabei schon? Nach dem Schlafen ging es mir aber gut, auch jetzt. Draußen ist ein Kindergarten oder eine Schule oder sowas, da lärmen Kinder rum. Ich hoffe, die bekommen keine Wodkagesichter. Ich weiß aber auch nicht, ob ich das beurteilen kann. Naja, eigentlich weiß man schon, wie das so aussieht, was nichts an der Furchtbarkeit dieses Begriffs ändert, was es sehr sinnig macht, dass ich ihn beständig wiederhole. Beständig. Jeden Tag sage ich mindestens einmal Wodkagesicht, ihr modernen Nutznießer der industriellen Revolution. Morgen oder übermorgen geht es wieder in das Deutschland. Ich schreibe das so unspezifisch, weil.. ich wollte gerade sagen, weil wir nicht wissen, wo wir hinfahren, aber das ist total gelogen, der Plan sieht Düsseldorf vor, also wem will ich hier eigentlich was vormachen? Ich nehme das Auto und fahre es nach Düsseldorf und dann ist das Auto in Düsseldorf und wir dann halt auch. Ich kontrolliere den Ölstand vorher, jaja. Ich kontrolliere überhaupt nie was an dem Auto, außer die Tankfüllung (aktuell ziemlich voll) und den Luftdruck. Öl und Wasser und all den Kladderadatsch halte ich für gottgegeben und mein Gottesglaube ist sehr stark, um nicht zu sagen, nicht vorhanden. Am Ende sieht es doch so aus. Ich muss heute noch eine Mail schreiben, aber gerade habe ich keine Lust darauf und da ich im Urlaub bin, werde ich das einfach erst heute Abend machen und da können wir dann auch nichts ändern, falls jemand das ändern wollte. Ich hoffe, der See ist schön, aber wie sollte der See nicht schön sein. Wann war ein See denn bitte das letzte Mal nicht schön? Sag ich ja. Ich mache dann auch Fotos. Oder Dario macht Fotos. Seitdem ich mir meine Kamera klauen lies (vor sechs Jahren), hat ja eh nur noch Dario eine Kamera, aber ich darf sie auch benutzen und ich glaube fast, das Objektiv, das draufsteckt, ist meins. Sharing is caring und der ganze Bla, wir ergänzen und da perfekt, nur zusammen kann ein Foto entstehen, es ist die ultimative Liebesgeschichte, ein Brechmittel sondergleichen. Wie frischer Koriander.

025

Guten Morgen! Ich grüße euch alle und vor allem mich selbst, denn ich schreibe ja für mich selbst, sehr herzlich aus der Schweiz. Ich habe Dario und mich hierhergefahren und nun sind wir hier und seitdem wir gestern Abend angekommen sind, waren wir noch nicht irgendwie irgendwo draußen, aber bald wird meine Mama kommen und dann werden wir Bern ansehen und es wird wunderschön werden. Jetzt hat sie angerufen. Die Leute reden sehr niedlich und bisher war alles super, aber wir sind ja auch noch nicht so lange hier und ich bin ehrlicher Weise auch einfach ganz froh, dass ich heute nicht mehrere Stunden auf der Autobahn verbringe. Das werde ich diese Woche ja eh noch an zwei Tagen machen, das reicht dann auch. In Fulda machten wir einen Zwischenstopp und sahen sehr wenig und wenig organisiert, aber es gefiel mir sehr gut, und dann war da eine sehr große Spinne in unserem Hotelzimmer, das war gruselig und ein bisschen auch wie Thailand, also mit Nostalgiefaktor, das schätze ich ja immer sehr. Gestern Abend habe zudem angefangen ein dünnes(!) Buch zu lesen: Die vier Jahreszeiten des Sommers. Ich weiß leider nicht mehr, aus welchen Gründen und aus welcher Quelle ich dieses Buch damals auf meine Leseliste gesetzt hatte, denn bisher, ich habe nur so zwanzig Seiten gelesen, ist es sehr schlecht geschrieben oder vielleicht auch nur sehr schlecht übersetzt, das kann ich nicht richtig beurteilen. Der Sprachrhythmus passt einfach nicht und es gibt zu viele Beschreibungen. Wenn Charaktere nur über Beschreibungen des Äußerlichen eingeführt werden, ist mir das immer ein bisschen zu billig und handwerklich nicht gut gemacht, das nervt mich dann. Beschreibungen der Äußerlichkeiten: Ich, sehr blond, sitze in einer schwarzen Jogginghose und einem blauen Kapuzenpullover auf einem Stuhl, meine Augen sehen nicht wie Smaragde aus und ich denke, das ist auch gut so. Mein Mund ist sehr angespannt. Das ist er immer. Und dann wundere ich mich, warum meine Kiefermuskeln so verkrampft sind. „Knirschen sie mit den Zähnen?“, werde ich dann gefragt, wenn ich mich in irgendwelche Behandlungen begebe. „Nein!“, sage ich und halte meine Muskeln emsig angespannt. Ich glaube, mein Unterkiefer würde einfach nach unten fallen, bis auf den Boden, wenn ich lockerlassen würde. Das wollen wir ja nicht. Also nicht, dass mein Kopf so weit vom Boden weg ist, bin ja nicht so riesig, aber ein Stück wäre es dann schon, da behalte ich meinen Unterkiefer lieber oben. Als ich hier in Bern den Raum betrat, roch es sehr heimatlich. Es sieht auch sehr heimatlich aus. Aber das Klo ist weit weg. In meiner Heimat ist das Klo nie weit weg, habe ja auch schon wieder Tee getrunken und einen Colakracher gegessen. Der kracht jetzt in meinem Mund rum, als Kind fand ich Colakracher sehr ekelig, aber heute geht’s. Aber nur die Brauen, die halt colafarbend sind, die anderen kann ich nicht in meinen Mund stecken, ich bin ja nicht gemeingefährlich geworden. Die Grünen sind ja gurkenfarbend und nur Verbrecher essen Gurken. Ich bin kein Verbrecher, ich bin Schwerkrimineller. Im generischen Maskulinum, den Verbrechen begehen ist eine zutiefst männliche Handlung. Dafür braucht man auch ein Wodkagesicht und dann kommt Tarzan, nein jetzt Tim, und haut einen kaputt, denn so sorgt man für Recht und Ordnung. Gewalt erzeugt Gegengewalt, aber da hat Tarzan, nein jetzt Tim, wohl im Unterricht gefehlt und mal wieder nicht genau aufgepasst, der ewige Acht- oder Neuntklässler, daran kann ich mich gerade nicht erinnern, aber ich weiß, dass es sehr genau benannt wird, in welcher Klasse sie sind. Die ollen Streber, die niemals ihren Schulabschluss schaffen. Gefangen in einer Zeitschleife, die Armen. Jetzt ist meine Mama da, deswegen kann ich nicht fertig schreiben.

023

Heute habe ich das moderne Nutznießertum der industriellen Revolution auf ein neues Level gehoben: Dario hat mir Tee gekocht. Ich habe aber das Wasser selbstständig in den Wasserkocher eingefüllt, ich bin eine emanzipierte junge Frau. Oder alt? Oh Gott major crisis am Morgen. Wenn wir aufgeräumt haben, fahren wir los. Also nie. Aber das ist gut, dann müssen wir nicht von der Katze wegfahren. Gepackt ist aber größtenteils schon. Glaube ich. Muss mich gleich mal erinnern. Gestern Abend auch eine major crisis: Mein Pass war weg. Man braucht ein Ausweisdokument, wenn man in die Schweiz reist, und meins war weg! Ich räume das immer an die gleiche Stelle und dann habe ich munter diese Kiste geöffnet,  um ihn rauszunehmen und da war kein Pass! Da waren alle wichtigen anderen Reisesachen: Ein Marseillestadtplan und eine Kofferwaage und eine Kreditkarte. Die drei Essentials also, neben dem Reisepass. DER WAR NICHT Da. Panik, Panik, Panik. Ich war auch sehr wütend auf mich selbst. Ich habe ihn dann gefunden. Jetzt ist er in meinem Rucksack. Irgendwie haben wir auf einmal hunderte von Taschen. Die Hoteltasche, die Katzentasche, die Hochzeitstasche, die Provianttasche, zwei Kleidungstaschen, der Rucksack.  Ich muss noch Tee kochen! Und die Brote schmieren! Und saugen! Und den Luftdruck kontrollieren! Und den Schlüssel bei einer Freundin vorbeifahren! Und meinen Zopf neu flechten. Ich habe zwei, aber der eine ist noch top in Form. Ich muss auch die Pflanzen noch gießen. Oh jee. Das darf ich nicht vergessen. Und die Monstera muss ich umstellen, damit die Katze sie nicht essen kann. Und die Kekse habe ich schon aufgegessen. Wieso ist Tee so heiß?! Wo sind denn die dancing shoes? Ich habe überlegt, ob ich mal auf das Dach klettere. Ich könnte aus dem Küchenfenster klettern, das müsste eigentlich gehen. Es ist größer als das Badezimmerfenster. Das sind die beiden Räume hier, die Dachfenster haben. Oder auf dem Dachboden die, aber ich glaube, die sind zu klein. Paprika. Gelbe Paprika ist die unnötigste Paprika aller Zeiten, ich kann verstehen, dass man grüne Paprika nicht mag, aber sie schmeckt wenigstens nach was. Was soll denn gelbe Paprika darstellen? Gelbe Paprika macht mich sehr wütend. Wir haben keine Paprika im Haus. Aber Zucchini. Oh Gott. Wir werden niemals losfahren. Der Tee wird niemals kalt werden. Wo ist denn das Hotel überhaupt? Kann ich noch Auto fahren? Gestern konnte ich das noch, aber was ist, wenn ich heute ein neuer Mensch bin?! Das kann passieren? Ich wollte zum Beispiel gestern auch nicht auf das Dach klettern und heute erscheint mir das wie eine gute Möglichkeit. Ich würde mir aber vorher ne Hose anziehen, weiß nicht, wieso. Antrainiertes Schamgefühl. Ich bin nicht nackernd! Ich habe drei Bücher eingepackt, ich hoffe, ich lese die alle. Darf ich beim Fahren lesen? Als Beifahrer wird mir schlecht, aber ich hab’s eigentlich noch nie probiert, wenn ich der Fahrer bin, vielleicht geht das ja? Gibt es da Erfahrungswerte? Stillstand sieht nur von außen still aus, man darf sich da nichts einreden lassen. Außer halt manchmal doch. Egal, ich weiß ja, was ich meine. Ich meine eigentlich, dass einen gesellschaftliche Vorstellungen einholen. Oder nicht mal das, sondern wenn man merkt, wie man sich selbst fragt, ob man das hätte bisher erreichen sollen oder irgendwie sowas, weil man da ja auch nicht rauskommt. Aufregend, ich freue mich, dass wir irgendwann fahren werden. Ich kümmere mich gleich um richtig viele Sachen! Versprochen! Ich putze auch meine Zähne, Zahnhygiene geht jeden was an. Alle sollten sich immer die Zähne putzen. Und dann geht es ab auf das Dach. Das ist übrigens gelogen, ich kletter nicht auf das Dach. Das wäre gefährlich und dumm und sinnlos. Pick your danger. Ich setze mich regelmäßig auf ein Fluchttier und sage dem mitten im Wald, es solle mal losrennen, das ist auch schon etwas bescheuert. Aber der Spaß wiegt die Gefahr auf oder so, die Dachsache ist mir das alles nicht wert und ich habe ja auch gar keine dancing shoes. Ich tanze übrigens sehr viel, aber meistens barfuß. Bin ich jetzt gerade auch, also werde ich jetzt gleich mal ein Tänzchen aufs Parkett legen und dabei Geschirr wegräumen. Auf geht’s, los geht’s, drei Tage wach. Es geht abwärts mit mir. Die Spirale führt nach unten.