{Reisefreitag} Island | Anreise und erster Ritt

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Liebe Leut‘,

ich möchte eigentlich was zu meinem Sommerurlaub schreiben, allein, es fällt mir schwer. Ich weiß nicht, wo ich anfangen möchte und wo ich anfangen soll. Der Sommerurlaub trug mich dieses Jahr in wenig sommerliche Gefilde: nach Island. In Island ist es generell nicht sehr warm, das liegt an der Lage von Island innerhalb der Welt. Auf Island gibt es außerdem eine Sache, die man unbedingt tun sollte: Man sollte reiten. Denn Island und Islandpferde, das geht ja Hand in Hand und ich kann ja reiten, also Fuß in den Bügel und hoch aufs Pferd.

Ich habe mich schon sehr lange sehr auf diesen Urlaub gefreut, aus zwei Gründen: erst mal ist Reiten auf Island ein reiterlicher Traum, den ich (und vermutlich einige andere ) Reiter eine Weile hatten und gehabt haben und haben werden, und zum anderen war meine Reisebegleitung mega: meine Schwester. Ich habe einen Haufen Geschwister und alle sind super (aber so richtig! Ungelogen!), aber die M-Schwester und ich sind auch Reiterschwestern, das ist schon ziemlich prima.

Zum generellen Ablauf der Reise: Wir sind mit Eurowings von Hamburg nach Reykjavik geflogen, um fünf vor Mitternacht gelandet, mit dem Shuttle in die Stadt reingefahren und hatten dort ein Hostel (Idglo Hostel, würde ich weiterempfehlen) für eine Nacht. Am nächsten Abend sind wir von unserem Reittourveranstalter abgeholt worden, wir haben unsere Tour direkt bei Eldhestar gebucht, Tour 13 haben wir gemacht, mit denen sind wir dann acht Nächte durch Island gezogen und hatten am Ende noch eine selbst organisierte Nacht in Reykjavik (Guesthouse Pavi, würde ich nur begrenzt weiterempfehlen) und sind dann mit dem Bus zum Flughafen geshuttelt und wieder nach Hamburg geflogen. Wir hatten das alles vorher gebucht und alles hat eigentlich gut geklappt. Was wir am ersten Tag in Reykjavik spontan auch noch gebucht haben, war ein Besuch der Blauen Lagune am vorletzten Tag. Wenn man erst mal ein paar Mal für isländische Preise gegessen hat, dann ist einem das Geld dann auch egal und wer weiß, wie oft man noch so nach Island cruist.

Zur Vorbereitung auf die Reise habe ich… mir einen Schlafsack und vernünftige Schuhe und eine Jacke gekauft, weil ich so was alles überhaupt nicht hatte. Über alle Sachen freue ich mich immer noch sehr. Ansonsten kann man sich nicht so gut vorbereiten, weil ich schlecht mit meinem „eigenen“ Pferd sieben Tage am Stück so reiten kann, deswegen hatte ich vorher keine Ahnung, ob ich am zweiten Tag noch aufs Pferd kommen würde. Aber Überraschung und Abenteuer ist ja auch immer gut.

Und jetzt lege ich los. Es gibt sehr viele Fotos. Auf sehr vielen dieser Fotos sieht man Pferde. Damit müssen wir jetzt alle klarkommen. Wir müssen auch damit klarkommen, dass die Tage sich in sich recht ähnlich waren, aber trotzdem dokumentiert werden. Das Leben ist kein Ponyhof! Außerdem schreibe ich auch zu viel, aber man schreibt es ja nur einmal und wenn ich dann mal uralt bin, kann ich mich so viel besser zurückerinnern. Ich bin ja auch ein Dienstleister für mich selbst.

Also! Hier dann heute – live und in Farbe – die Anreise und die ersten zwei Tage der Abenteuer von J&M auf Island.

Am Abreisetag kam die M-Schwester zu mir nach Lüneburg gedüst, dann haben wir gechillt und sind dann nach Hamburg gefahren und zum Flughafen, unser Flug war ja total spät. Der Flug war so spät, dass am Flughafen nichts mehr aufhatte, das hat die Wartezeit nicht spannender gemacht. Aber dafür haben wir Sandwiches und Brezeln geschenkt bekommen, weil die Läden das noch über hatten. Dann waren wir im Flugzeug und ich glaube, ich habe quasi den gesamten Flug geschlafen, weil wir eine Reihe für uns hatten und ich mich auch noch über die M-Schwester gelegt habe. War für mich also ganz bequem und Drei Fragezeichen haben wir auch gehört. Aus dem Flugzeug haben wir ein bisschen Nordlicht gesehen, als wir im Landeflug waren, das sah sehr schön aus. Der Flughafen selbst erscheint mir eng und unorganisiert, das wurde mir auch jetzt schon von mehreren Seiten bestätigt, dass er dies ist. Wir haben unseren Bus aber trotzdem gut gefunden und wurden zum Busbahnhof gebracht, da waren wir so um eins, halb zwei in der Nacht. Ich glaube, man kann auch buchen, dass die einem direkt zum Hostel fahren, aber das haben wir nicht gemacht, unser Hostel war auch eigentlich sehr nah und wir haben es gut gefunden! Aber so Mitten in der Nacht ist es schon sehr kalt und windig gewesen. Im Hostel lag ein Zimmerschlüssel für uns bereit – das Zimmer war in einem anderen Haus, also mussten wir doch nochmal raus. Und dafür hatten wir uns die Schuhe ausgezogen! Das haben wir ja gerne! Wir hatten ein zwei-Bett-Zimmer gebucht, aber es war ein vier-Bett-Zimmer, das wir für uns alleine hatten. Da hatten wir also erst mal Platz und haben uns ausgebreitet. Und dann geschlafen. War auch mal Zeit.

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Am nächsten Tag haben wir unsere Sachen an der Rezeption gelassen und uns einen Frühstücksplatz empfehlen lassen. Café Loki. Das kann ich an dieser Stelle auch weiterempfehlen. Wir hatten ein Heißgetränk und einen Bagel mit Käse und Marmelade, was ich eigentlich nicht mag, aber es war Orangenmarmelade und irgendwie war es dann doch lecker.

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Dann haben wir ein bisschen Reykjavik angeguckt, aber ehrlicher Weise gibt es dort nicht so viel zu sehen, fürchte ich.

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Wir haben uns einmal am Wasser durchpusten lassen und haben dann auf der „großen“ Einkaufstraße alle Läden einmal angesehen – da gibt es hauptsächlich Touristenshops, die alle das gleiche verkaufen. Bis auf Postkarten haben wir aber noch gar nichts gekauft.

Dann waren wir mittagessen, einen Smoothie haben wir auch dazu getrunken, der Hulk hat uns sehr stark gemacht. Ich gucke lieber nicht nach, wie viel das alles noch mal gekostet hat, aber Island ist schon nicht so das billigste aller Urlaubsländer, für Essen kann man sein Geld da schon loswerden. Am besten rechnet man gar nicht erst in Euro um und bezahlt eh alles mit Karte, dann kann man vergessen, was man da gerade tut.

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Nach dem Essen sind wir, gestärkt und voller Tatendrang, noch einmal ein bisschen der Küste auf- und abgelaufen, aber es war wirklich sehr windig und obwohl wir so gestärkt und voller Tatendrang waren, waren wir auch schlicht und ergreifend etwas müde, fürchte ich fast.

Wir sind dann einfach zurück in unser Hostel und haben uns dort noch etwas aufgehalten und aufgewärmt und sind dann zum Busbahnhof gegangen, weil wir dort abgeholt werden sollten. Wir wussten weder genau, wer uns abholt noch genau auf welcher Seite man uns denn im Empfang nehmen würde und ich würde fast behaupten, dies waren die nervösesten Minuten der Reise. Wenn jetzt niemand kommt? Was machen wir denn dann? Aber es kam dann jemand mit einem Auto auf dem groß das Logo drauf war und auf der Liste standen wir auch, war also alles nur halb so wild. Und so fuhren wir dann, in eine ungewisse Zukunft.

Wir kamen also auf der Farm (ich nenne das jetzt einfach mal so) an und bekamen Zimmer, wir waren in einem Fünf-Bett-Zimmer, die anderen Leute würden auch alle an unserer Tour teilnehmen. Dann gab’s Abendessen und wir haben uns alle schon ein bisschen kennengelernt. Unsere Gruppe bestand aus 18 Teilnehmern und 3 Guides, also insgesamt 21 Reiter (von denen 13, glaube ich, Deutsche waren). Wir waren außerdem nur Mädchen/Frauen/weiblichen Geschlechtes, sonst sind wohl auch doch meistens ein, zwei Männer dabei. Dann hatten wir zudem noch ein kurzes Treffen, bei dem wir kurz was zu unseren reiterlichen Erfahrungen gesagt hatten und Helme und Regenkleidung bekamen (für die M-Schwester das Highlight der Reise, behaupte ich mal. Die M-Schwester liebt orange Kleidung.), wenn ich mich recht entsinne wurde uns auch was zu Islandpferden generell gesagt und welche Regeln wir beachten sollen – wie steigt man auf und ab, welche Kommandos gibt es, usw. Dann durften wir schlafen. Schlafen ist immer gut.

Am nächsten Tag wurde sich dann in die Reitkleidung geschmissen (ich fand’s etwas schwierig abzuschätzen wie warm man sich anziehen sollte) und zu den Pferden. Jeder bekam ein Pferd zugewiesen, ich war gleich die erste, die einen Namen an den Kopf geworfen bekam. Und ich kann jetzt schon verraten, dass dieses Pferd eine meiner zwei großen Lieben ist.

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Achso, das hatte ich noch nicht gesagt: wir würden, so der Plan, zwei bis dreimal am Tag das Pferd wechseln, insgesamt also ziemlich viele unterschiedliche Pferde reiten.

Jedenfalls bekam ich Styrtnir, einen ziemlich großen Isländer. Ich wollte ja eh ein Pony haben, das eine helle Mähne zu dunklem Fell trägt, man hat da ja so seine Vorstellungen. Und da ich optisch schon mal sehr zufrieden war, konnte es ja nur noch super werden.

sdr

Wir haben dann geputzt und gesattelt – jeder hat einen eigenen Sattel bekommen, den er zu jedem Pferd mitnehmen würde. Das geht ganz gut, weil Isländer sich alle ziemlich ähnlich sind und die deswegen auf alle passen. Jedenfalls hatte auch kein Pferd Satteldruck oder so was.

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Dann haben wir in der Halle erst mal getestet, wie man so töltet. Mein Pony war aber ein automatischer Tölter, da musste man wirklich nicht so viel machen, man hätte sich vermutlich viel Mühe geben müssen, um dieses Pferd zum Trab zu bewegen. Aber meine Herren, das war sehr bequem. Ich fand das Pony also nicht nur optisch herausragend, ich wollte es auch so haben. Für immer.

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Dann ging’s los. Auf in die freie Wildbahn.

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Der erste Ritt war ein kurzer „Testritt“, also nur so vier Stunden lang oder so, wir hatten Sandwiches in Satteltaschen bei uns. Ich hatte Sandwiches und M-Schwester das Regenzeug, ein super Team.

sdr

Und so reitet man dann, es ist wirklich sehr toll. Die Landschaft ist sehr leer, groß und weit, die Pferde gehen fleißig vorwärts, die Gruppe war sehr nett, man geht Schritt und kann sich umsehen oder man töltet und kann sich an diesem prima Pferd unter einem erfreuen. Ernsthaft, wie ein Sofa. Mein erster Eindruck von Tölt (es ist sehr lange her, dass ich überhaupt mal getöltet bin, deswegen war das quasi der erste Eindruck) war sehr positiv. Tölt ist übrigens spezielle Gangart, die Isländer laufen können, man kann sich bei wikipedia oder ähnlichen Seiten umfassend über die Trittfolge und dergleichen informieren. Generell sagt man aber, dass Tölt sehr angenehm zu sitzen ist. Das stimmt auch. Vor allem auf diesem Pferd. Ich habe Herzchen in den Augen.

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Nach einer Weile haben wir dann Pause gemacht und unsere Brote gegessen und Wasser getrunken. An dem Tag hatten wir nur eine Wasserflasche pro Person mit, das war uns zu wenig, die anderen Tage haben wir immer noch eine Flasche extra mitgenommen. Man muss ja auch genug trinken und die Geschwister J&M, die sind ja nicht doof, die nehmen dann eben mehr mit! Muss ja auch das Pferd tragen, nicht wir.

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Einige mussten oder durften hier schon das Pferd wechseln, aber ich durfte mein Herzbub noch ein wenig behalten und mich weiter durch die Landschaft tragen lassen.

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Das Grün durchzogen von kleinen Bächlein sieht schon gut aus.

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Schließlich musste ich aber auch das Pferd wechseln, einen kleinen Fuchs habe ich dann bekommen, der war auch wirklich in Ordnung, aber konnte leider nicht mithalten mit dem ersten. Das ist unfair, aber so ist das Leben. Den Berg, den wir vorher hochgeklettert waren, liefen wir nun wieder runter. Und ebenso wie beim Hochlaufen liefen wir auch beim Runterlaufen neben den Pferden her, damit es etwas leichter für sie ist. Das Hochlaufen am Vormittag war der anstrengendste Teil des ganzen Tages.

sdr

Und dann, nach einen weiteren kurzen Stück reiten, war der Tag auch schon vorbei. Wir sind an einem Kraftwerk, da wird Wärme und Wasser(?) nach Reykjavik transportiert und es sieht etwas gruselig aus.

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Die Pferde haben wir dort gelassen. Auch das schönste Pferd von allen.

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Wir selbst sind mit einem Bus zurück zur Farm gefahren, die Fahrt hat insgesamt so zehn Minuten gedauert, gut, dass wir mit dem Pferd vier Stunden dafür gebraucht haben. Auf der Farm gab’s wieder Abendessen (Lamm!), wir haben die Hot Tub genutzt und noch ein paar Fotos gemacht und sind dann aber auch schlafen gegangen.

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Insgesamt sind wir so 18 km in vier Stunden geritten, die Muskeln haben das noch gut mitgemacht, man konnte also voller Vorfreude auf den nächsten Tag sein.
Josefina

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12 von 12 – ein Tag in Düsseldorf

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Erst heute, denn gestern war ich müde und heute musste ich erst wieder in den Norden fahren. Düsseldorf, ach Düsseldorf. (Andere Tage wie immer hier.)

 

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1. Nächtlicher Fußboden

Der Tag begann damit, dass ich um Mitternacht definitiv noch wach war, war nämlich ein Partysamstag. Das erste Bild ist von kurz nach vier, da hatten Dario und ich die schwesterliche Wohnung wieder erreicht, waren aber zu müde um ins Bett zu gehen und saßen deswegen noch bis um sechs in der Küche. Klug können wir.

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2. Morgendliche Bahnfahrt

Um halb elf ging’s dann weiter. Den Bruder abholen um den Vater zu besuchen. Der Bruder war immerhin ähnlich müde.

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3. Der lange Weg zwischen den Verwandten

Brötchen haben wir gekauft! Und die Strumpfhose macht seltsame Falten!

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4. Brötchen

Dann haben vier wache und ausgeruhte Menschen miteinander gefrühstückt.

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5. Das Sitzen auf dem Sofa

Danach musste erstmal auf dem Sofa gesessen werden, damit Dario und ich Kraft schöpfen konnten um die Weite Reise nach Eller anzutreten. Aber Straßenbahn durch Düsseldorf ist ja ne gute Sache.

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6. Das Fahren der Straßenbahn

Aber wir mussten auch umsteigen! In einen Bus! Bus fahre ich viel weniger gerne!

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7. Das Umsteigen

Laufen mussten wir dann auch noch, auch überraschend lang, weil Dario die länge der Straße unterschätzte.

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8. Das Laufen

Aber dann waren wir da und konnten Heißgetränke trinken, das ist immer gut.

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9. Heißgetränk

Einige Heißgetränke wurden getrunken. Und Kaltgetränke. Es war sehr prima.

bty

10. Das Ende der Heißgetränke

Neben dem Reden habe ich auch den Hund gestreichelt. Und indisches Essen haben wir auch bestellt.

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11. Der Hund

Irgendwann ist uns aufgefallen, dass wir kaum geschlafen hatten, aber schon seit acht Stunden am Tisch saßen. Da haben wir uns nach Hause kutschieren lassen und sind schlafen gegangen.

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12. Sterne gehen immer.

Gute Nacht!
Josefina

{ein Monat} Oktober

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Der Anfang des Oktobers fühlt sich sehr lange her an. Anfang des Monats gab’s Feiertage, eigentlich nur einen, aber mein Bruder hat am Tag vor dem Feiertag Geburtstag, also feier ich da auch innerlich. Dann war ich in Tomsk dienstreisen und dann in München (hallo, ihr lieben Ms, ich freue mich immer noch euch gesehen zu haben!). Außerdem hat das Pferd Winterfell bekommen (die ist sehr plüschig inzwischen wieder), ich habe mich über den Regen geärgert, den Herbst trotzdem gut gefunde und bin am Alltag gescheitert und habe die Welt an mir vorbeirauschen sehen. Ende des Monats war meine Mama da und meine Schwester (eine dieser), das war auch prima, davon gibt es aber kein (Symbol)bild.

Ansonsten ist bestimmt auch noch was passiert in diesem Oktober des Jahres zweitausendsiebzehn. Aber ich weiß nicht mehr, was. Auch medial bin ich nicht recht informiert über mein Leben, denn netflix verrät mir einige Sachen: am 1.10, habe ich Mind of a Rampage Killer gesehen, eine Doku, die mich tatsächlich insofern überrascht hat als dass sie nicht ganz so dumm ist wie der Titel vermuten lässt. Außerdem verrät netflix mir weiterhin, dass ich mit Dario zusammen (das verrät netflix nicht, das weiß ich) die erste Folge Riverdale gesehen habe, die wie beide aber so entstzlich fanden, dass wir es zumindest zusammen nicht weiteransehen werden. Wir haben dafür eine Folge Tim und Struppi geguckt, obwohl ich gerade nicht sicher bin, ob wir das wirklich fertig geguckt haben. Mit meiner Mama und Schwester habe ich Spirit geguckt. Und Der Glöckner von Notre Dame. Das war lustig, weil wir uns alle über die Filme aufgeregt haben und dabei gekniffelt und gemenschärgerdichnicht haben.

Ich weiß außerdem, dass ich einige Folgen der fünften Staffel(?) Elementary geguckt habe und dann keine Ruhe mehr hatte, weil so viel unterwegs. Und weil ich dann einen schlimmen Grey’s Anatomy-Anfall hatte und neben den aktuellen Folgen auch noch die dritte und vierte Staffel geguckt habe. Kann man nichts machen. Die aktuellen Folgen von Big Bang Theory habe ich auch geguckt!

Und Fußball! Und Fernsehen! Und youtube! Und instagramstories, die sind große Kunst! Und… noch viel viel mehr, weil das Leben nur aus Ablenkung besteht und niemals Ruhe herrschen darf. Ich habe übrigens das (private) Lesen nahezu eingestellt, ich weiß nicht, wieso. Ich lese im Zug, aber auch nicht stringend und zuhause komme ich niemals mehr auf die Idee ein Buch in die Hand zu nehmen. Die Idee kommt mir eigentlich schon, aber ich muss immer lachen und mache es nicht. Weiß auch nicht, wieso. Mich nervt alles. Ich habe hundert angefangene Bücher.

Ich glaube, der Oktober war trotzdem okay.
Josefina

{Reisefreitag} Tomsk | Mehr als Holzhäuser

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Zweimal hat es mich dieses Jahr nach Tomsk verschlagen, beides Mal dienstlich, entsprechend wenig dokumentiert sind diese Reisen – im Juli gab’s einen Tag, an dem wir etwas durch die Stadt gelaufen sind, im Oktober tatsächlich gar nicht. Aber Tomsk ist durchaus sehenswert, das wusste ich ja schon vorher, deswegen habe ich mich auch gefreut noch einmal hinzufahren.

Was man in Tomsk vor allem anguckt sind natürlich die Holzhäuser, die man auch nicht nicht sehen kann, denn sie stehen einem ja vor der Nase herum.

Aber in Tomsk gibt es noch mehr! Zum Beispiel Gedenkstätten. Man kann immer sehr viel denken.

Oder Trolleybusse, die sehr malerisch sind.

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Und den Fluss, den gibt es auch.

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Dem kann man sich durch das Gebüsch nähern, sich von hinten anpirschen, quasi. Da erschreckt er sich aber, dieser Fluss!

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Seht, so sieht ein Fluss aus, der vor Schreck in die Höhe springt!

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Und auch hier gibt’s zwischen Liebesbekenntnissen…

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und Geburtstagsglückwunschen…

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die Hohe Kunst der Literatur. Tschechow chillt weiterhin am Fluss.

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Er steht da so und guckt.

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Und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

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Und wer Tschechow nicht nur lesen, sondern auch sehen will, der kann auch ins Theater gehen. Da wird bestimmt irgendwann mal ein Tschechow gezeigt, gibt es Theater, die nie Tschechow zeigen? Das wäre ja skandalös.

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Und so kann man weiter durch die Straßen ziehen, der Mix aus neu und alt, entzückend jederzeit. Die Straßen sind immer noch staubig.

Baustellen hat diese Stadt auch, denn nur wer baut, schafft großes! Und das wollen wir doch alle!

Und dann darf das Vergnügen natürlich nicht zu kurz kommen. Ausgleich und so. Wisst ihr Bescheid.

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Gewohnt haben wir auch, beide Male in dem gleichen Hotel, das ich gerne weiterempfehlen möchte, falls mal jemand ein Hotel in Tomsk sucht. Das tut ihr doch ständig?!

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Die Zimmer sind durchaus angenehm.

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Und das Fuchskissen wird stets liebevoll drappiert, da kann man sich nicht mehr wehren, sondern muss zugeben, hier ist ein Ort voller Liebe.

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Außerdem gibt’s wieder Tschechow. Und ich habe mich entschieden, das als positives Merkmal zu verkaufen, dabei bleibt mein Tschechow-Verhältnis ambivalent. Der olle Langweiler.

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Oh, gegessen haben wir auch!

Blini!

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Bär!

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Zedernkerne!

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Durch und durch gelungen diese Reisen also. Mein zweiter Vortrag war schlechter als mein erster, der war dafür aber ok. Man lernt ja vielleicht auch irgendwann mal dazu.

Josefina

{Reisefreitag} Charente-Maritime | Saint-Sauvant

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Neben Flussfahrten und Baden im Fluss und Baden im Pool und Lesem am Pool, haben wir auch Saint-Sauvant angesehen. Das kann man sehr gut mal machen, denn es ist sehr malerisch und drei Meter laufen kann ja auch sehr erholsam sein nach dem ganzen Rumliegen und in der Sonne braten (36°C!).

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Neben den malerischen Häusern kann man auch Tiere sehen, Hunde und Katzen, aber die Hunde haben nur mit den Hunden gespielt und die Katzen nur mit den Katzen. Ob das wohl so richtig ist?

Es gibt auch alles in dem Örtchen, was man braucht: eine Post, einen Bäcker und einen Bücherladen.

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Nachdem Ausflug sind wir dann aber schnell nach Hause gelaufen, man darf ja nicht so lange fort sein. Über einen Fluss sind wir dabei gelaufen bzw. eigentlich über einen Baumstamm, der über dem Fluss lag, aber das ist ja quasi über den Fluss, da darf man nicht so kleinlich sein, sondern muss das Abenteuer zu lassen.

Das Haus liegt in einem zauberhaften Garten (zauberhaft in unironisch, obwohl ich das quasi fast nicht sagen kann ohne dabei zu lachen).

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Gegrillt wurde auch, mit Kerzenlicht, denn der Franzose ansich, der ist ja sehr stilvoll. Das war auch sehr schön. Und lecker. Und geburtstaglich.

Am letzten Tag habe ich auch das erste Mal in meinem Leben Austern gegessen. Und geöffnet. Beides ist sehr großartig und sollte viel öfters gemacht werden, ich habe mir auch nicht ins Handgelenk geschnitten, ich bin einfach wahnsinnig talentiert.

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Und dann mussten Dario und ich auch schon wieder zurück nach Bordeaux, um noch eine Nacht im Hotel zu schlafen, um am nächsten morgen in aller Früh zum Flughafen zu flitzen. Leider hatte der Zug solch eine Verspätung, dass wir am Abend in Bordeaux quasi nichts mehr zu essen bekommen haben, weil das Hotel auch etwas ab vom Schuss lag. Und am nächsten Tag mussten wir sehr früh los, aber dafür war die Busfahrerin super. Das möchte ich hier explizit festhalten. Für mehr Busfahrerinnen und Busfahrer!

Und dann gab’s noch ein Schokocroissant und dann war Frankreich auch schon wieder vorbei. Bis bald, schönes Land, bis bald.
Josefina

{Reisefreitag} Charente-Maritime | Bootsfahrt auf der Charente

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Am nächsten Tag wurde man wach, aber da war es schon zu spät zum Markt zu gehen – etwas, was fast jeden Tag geplant war, und von mir nie geschafft wurde. Egal. Das Haus ist einfach sehr schön, da kann man auch ruhig mal so eine Weile verbringen.
Des Mittags wurden wir von einem wilden Franzosen (sic!) in ein Auto geladen und preschten durch die Landschaft. Huihuihui.

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Wir bestiegen ein Boot (wir waren sechs Leute, falls das wichtig ist) und fuhren ein Stückchen dorthin:

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Dort gab es dann essen, ich esse sehr gerne Muscheln. Ursprünglich dachten wir (oder zumindest der Teil, der primär nur des Deutschen mächtig ist), dass wir dann zurückfahren würden. War aber nicht so. Wir schipperten weiter auf dem Fluss herum, das war ganz zauberhaft.

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Zwischendrin wurde auch mal angehalten, um eine Mühle zu betrachten und allerlei Wissenswertes zu lernen. Die Gegend ist zudem einfach sehr schön, da machste nichts.

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Außerdem wurde auch gehalten, um vom Boot ins Wasser zu springen und ein bisschen zu schwimmen, ebenfalls prachtvoll und empfehlenswert.

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Tatsächlich haben wir sogar nochmal gehalten, um Tee zu trinken. Und dann war es schon furchtbar spät und wir kamen wieder zuhause an. Ach, es war ein sehr prächtiger, sonniger Tag gewesen.

Ach, Frankreich, warum bist du denn überall so schön? Ach, Frankreich.
Josefina

12von12 – Oktober

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1. Bürgerpflicht und so – Niedersachenausgabe

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2. Lesen im Zug

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3. Der Arbeitsweg fühlt sich immer noch fremd an

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4. Frühstück

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5. Ende der Arbeit

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6. Heimweg

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7. Erst mal Tee

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8. Mehr Arbeit – Symbolbild

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9. Neues Buch!

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10. Rucksack für die Reise packen

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11. Man soll nur sauber reisen

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12. Gute Nacht

In ziemlich wenigen Stunden fährt der Zug nach München, also muss jetzt geschlafen werden. Gute Nacht. Hier weitere Tage.

Josefin

{Reisefreitag} Charente-Maritime | Bordeaux

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Anmerkung: Ich weiß, dass Bordeaux überhaupt nicht im Département Charente-Maritime liegt, aber es war ja nur Ausgangspunkt für das eigentliche Ziel, das sehr wohl in diesem Département liegt, und auf der Suche nach einem Oberbegriff für diese Reise ist ja wohl das eigentliche Ziel wichtiger als Bordeaux. Nimm das, Bordeaux, nimm das! (Anmerkung zur Anmerkung: Bordeaux hat mir gut gefallen.)

So, jetzt aber. Es trug sich nämlich am Nationalfeiertag Frankreichs, am 14.7., so zu, dass drei müde junge Menschen sich mitten in der Nacht zum Hamburger Flughafen aufmachten, um Frankreich zu sehen. Und der deutschen Ordnung zu entgehen.

Die drei Helden landeten also in Bordeaux, es war immer noch entsetzlich früh, aber immerhin gab’s Toiletten und Bahnhofsvorplätze und viel mehr kann man von der Welt an einem Feiertag ja auch nicht erwarten, nicht wahr?

Funktionierende Fahrkartenautomaten sind zum Beispiel überbewertet, aber dann gab’s doch welche und so konnten zu dieser frühen Stunde, bevor man etwas von Bordeaux gesehen hatte, schon die Flucht aus dieser Stadt geplant werden. Wie gesagt, war ja nicht Ziel der Reise, nur eine Stadt mit einem Flughafen.

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Wir haben uns trotzdem für einige Stunden Aufenthalt entschieden und haben erst mal gefrühstückt, denn es gibt wenig Sachen, die man in Frankreich so gut tun kann wie Frühstücken (weil das Frühstück dermaßen gut ist, nicht, weil man sonst nichts gut dort tun kann). Es gab Tee, Saft, Joghurt, Croissant und einen Muffin für sechs Euro oder sowas.

Danach liefen wir rum. Keiner hatte einen Plan. Bordeaux sieht sehr französisch aus, auch wenn ich glaube, das noch mehr Länder so aussehen, aber das ist mir egal.

Bordeaux war um diese Uhrzeit noch recht ausgestorben, der Feiertag mag sein übriges dazu beigetragen haben, selbst die Vögel sangen nicht mehr.

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Wir waren auf einem Flohmarkt (bzw. wir sind in einen Flohmarkt reingelaufen) und in einer Kirche, Kathedrale Saint-André, würde ich mal meinen.

Dann sind wir weitergelaufen. Weiter, weiter, immer weiter. Ich glaube, wir schlugen den Weg zum Fluss ein.

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Vorbei an Häusern, die alle schön sind, weil sie alle gleich aussehen. Ach, Frankreich.

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Dann hatten wir es aus dem Häuserlabyrinth herausgeschafft, konnten die verwinkelten Gassen hinter uns lassen und den Fluss sehen. Die Geronne fließt dort.

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Am Fluss saßen wir eine Weile (auf einer Bank!) und betrachteten Tauben, die teilweise nicht mehr so fresh aussahen. Eher so halbtot, aber wie gesagt, die Vögel waren eh nicht so wohlauf, insgesamt betrachtet.

Wir liefen weiter, am Fluss entlang. Die Blumen waren auch nicht mehr wohlauf. Alles etwas tot. Aber schön.

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Dann kommt man zu dem Ort, den man sehen möchte, ist man in Bordeaux. Wie man sieht, war der Himmel etwas verhangen und grau. Es war aber eigentlich nicht kalt, es war halt auch immer noch recht früh am Tag. Jedenfalls kommt man zum Place de la Bourse. Und dem Miroir d’eau. Das sieht in echt ganz cool aus, aber natürlich sähe es wohl cooler aus, wäre das Wasser ganz glatt und es täte sich wirklich etwas spiegeln.

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Wir liefen weiter. Die Stadt wurde etwas moderner und einkäuflicher.

Und dann hatten wir Hunger und haben etwas gegessen, ich glaube, ich hatte Fisch und irgendein Mus. Das war durchaus in Ordnung. Danach hatten wir immer noch Zeit und liefen weiter und weiter! Ja, wir haben nichts anderes gemacht, aber der Himmel wurde mit der Zeit blauer und es wurde wärmer!

Außerdem gibt es in Frankreich (wie in ziemlich vielen anderen Ländern) SevenUp Mojito, deswegen ist dort alles gut.

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So wandelte es sich dann durch die französische Stadt, durch die Gassen, durch die Straßen weht ein heißer Wind.

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Dann war’s übrigens irgendwann wirklich sehr heiß und wir holten unsere Koffer und setzen uns in einen Zug, der uns nach Saintes fuhr. Dort wurden wir abgeholt und quetschen unsere Koffer und uns in ein Auto und fuhren nach Saint-Sauvant. Dort waren wir dann. Abends fuhren wir aber noch mal schnell nach Saintes (das sind neun Kilometer!) und guckten das Feuerwerk an. Es war alles sehr prachtvoll gewesen.

Au revoir,
Josefina