{Reisefreitag} Odessa | Stadtspaziergang

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Der nächste Tag war ein Sonntag und dieser Tag war von S. vorher zum Spargelsonntag erklärt worden, was bedeutet hat, dass der ebenfalls anwesende J. 5 kg Spargel aus Deutschland importiert hat und diese nun also in aller Frühe geschält werden mussten. S. kochte eine Suppe und Kartoffeln und Spargel und es gab Schinken. In der Ukraine ist man nämlich keinen Spargel und weil S. ihren Job als Deutschlehrerin sehr ernst nimmt, musste diese Tradition natürlich verbreitet werden. Die Wohnung war also voll, mit Deutschen, die Spargel lieben, und Ukrainern, die eher nicht wussten, was man davon zu halten hat, und H. und mir, die nicht weglaufen konnten. Die Suppe war aber enorm lecker und wir nur ein bisschen müde. Aber Spargel zum Frühstück ist nicht zu verachten (um 12 kamen die Leute! Da schlafen normale Menschen ja noch! Für Frühstück ist vorher auf jeden Fall keine Zeit!).

Danach wanderte die Meute weiter um Rugy zu gucken, dem haben wir uns dann aber in der Tat entzogen. Sind aber zu einer gewissen Uhrzeit losgewandert, um zu Fuß zur Oper zu laufen, wir haben das vorher professionell auf einer Karte ausgecheckt. Das war ganz angenehm mal so alleine da lang zu laufen, denn wenn man mit jemanden unterwegs ist, der sich auskennt, dann läuft man doch nur hinterher und weiß nie, wo man ist. Aber jetzt, jetzt konnten wir uns mal ein Bild von der Stadt machen! Ihr euch jetzt auch, das ist eien spezielle Serviceleistung meinerseits!

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Ich finde die Stadt ja ziemlich grün. Und ganz hübsch. Ich denke, man kann da auf jeden Fall ganz angenehm leben, man sollte halt mehr russisch können als ich. Oder bereiter es auch zu sprechen. Wir sind übrigens zur Oper gelaufen, um in die Oper zu gehen. Wir wollten ein Ballett sehen, haben wir dann auch gemacht. Das hieß Yell. Wir haben uns eine Loge gekauft (ich denke, das waren so 1,50€ pro Person? Weiß ich aber gerade nicht mehr genau, auf jeden Fall nicht teuer). Das größte Problem war es dann diese Loge zu finden.

Wir sind erstmal in jedes Stockwerk gelaufen bis wir es gefunden hatten und dann war die Schlüsseldame nicht da und wir konnten gar nicht rein, dann aber! Der Innenraum ist sehr protzig, wie sich das für ein gutes Opernhaus gehört.

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Die Vorstellung war eher schlecht. Wenn ich sehen kann, dass die da gerade Grütze tanzen, dann ist das nicht gut, denn meine gesamte Tanzerfahrung basiert auf Let’s dance. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Danach sind wir noch zu viert georgisch essen gegangen und georgisches essen ist sehr lecker, denn ich mag Lamm und die servieren Lamm. Außerdem hatten wir noch ein leckeres Brotdings (sic!) mit Käse und allerlei gute Dinge. In der Ukraine gibt es außerdem gute Limonaden (so selbstgemachte) und Säfte. Die Limonaden sind aber nicht so gut wie die in Ungarn! In Ungarn gibt es die ALLERBESTEN Limonaden auf der ganzen Welt, das habe ich kürzlich schonmal geschrieben (an anderer Stelle) und es ist immer noch wahr. Jedenfalls war das Essen lecker und alles war gut. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie wir nach Hause gekommen sind. Sind wir gelaufen? Laufen ist sehr gesund.

Jedenfalls war dieser Tag dann vorbei. Außer Spargel, Spazieren, Oper und Essen ist nichts passiert und das ist gut so.

Josefina

Nachtrag

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Jetzt sind die Bücher hier! Ich habe sie durch die heiße Sonne getragen. Und ja, ich sitze auch bei diesem Wetter auf einem Fell und der Hirsch ist immer noch im Schnee. Habe es nicht so mit saisonaler Deko.

Hôtel Baalbek
Transit
Vielleicht Marseille
Dass man durch Belgien muss auf dem Weg zum Glück
Es war einmal oder nicht: Afghanische Kinder und ihre Welt
Auggie Wren’s Christmas Story
Ein Geräusch, wie wenn einer versucht, kein Geräusch zu machen
Die Algier-Romane. Morituri – Doppelweiß – Herbst der Chimären
+ noch eins, aber das ist ein Geschenk, das kann ich nicht verraten.

Jetzt Kuchen. Und Eistee. Selbstgemacht, weil ich’s kann.
Josefina

Nachrichtensendung

Kinder, es ist sehr warm dort draußen und ich bin aus dem Büro geflohen, müsste folglich hier in der heimatlichen Wohnung noch das ein oder andere erledigen; ich werde das auch tun! Gleich! Ganz bestimmt! Aber vorher, vorher rede ich hier noch ein bisschen rum, lausche meinen Fingern auf der Tastatur.

Ein bisschen froh bin ich übrigens über dieses Wetter, diesen plötzlichen Sommer: Es macht das Packen des Koffers für Italien etwas leichter, ich kann mir nun immerhin vorstellen wie es ist Sandalen zu tragen. Das war am Montag noch nicht der Fall. Am Montag habe ich Harry Potter and the Cursed Child gelesen, in eine Decke gewickelt mit heißem Tee dazu, draußen wütete ein Sturm (okay, in echt hat’s nur ein bisschen geregnet), da war das alles noch ganz anders.

Apropos Bücher, ich hatte meinen regelmäßigen medimops-Anfall und habe mir neun Bücher gekauft, aber der Postpote muss heute ein kleiner Witzbold gewesen sein, denn es liegt nur ein Paketschein im Briefkasten, dabei war ja jemand da! Jetzt muss ich morgen zur Post gehen und meinen Fund nach Hause tragen, da habe ich nur Semilust drauf, freue mich aber schon enorm auf die Bücher. Das wird sicherlich toll!

Ansonsten geht’s wie gesagt Ende der Woche nach Neapel, davor muss ich noch Sachen vorbereiten, die ich eigentlich erst in Moskau – da geht’s direkt im Anschluss hin – brauche, deswegen kann ich mich noch nicht so richtig motivieren, habe aber sicherlich genug Panik in mir und werde es somit erledigen.

Wenn wir schon bei Reiseplanungen sind (das sind aber zwei Dienstreisen! Gar nicht privat! Da wird nicht gelacht!), dann kann ich auch weiter davon reden, man muss ja thematisch beeinander bleiben. Ich habe eine Idee, die ich spontan hatte, aber das ist schon sehr lange her, deswegen ist es inzwischen nicht mehr spontan, spontan in die Tat umgesetzt und für Dario und mich Züge in den Süden Frankreichs gebucht, damit wir Marseille auch mal im Winter ansehen können. Eine Unterkunft habe ich heute morgen auch gebucht. Läuft. Ich freue mich riesigst. Unendlichst. Hyperfreude. Eine weitere, sehr erfreuliche Reiseneuigkeit ist, dass meine Schwester megacool ist, das wusste ich schon vorher, aber jetzt ist sie sogar konkret cool, denn wir haben unsere gemeinsamen Reiseplanungen konkretisiert und werden wohl im nächsten Jahr gemeinsam nach Island reisen und eine Woche im Kreis reiten. Das wird SO cool werden. Wir haben schon eine Reittour rausgesucht und im September werde ich das buchen und das wird RICHTIG cool werden. Da freue ich mich auch hyper drauf.

Im Bezug auf hyper kann ich dann gleich auch noch berichten, dass ich vor zwei Wochen auf einem Konzert war und Patti Smith immer noch unendliche Großartigkeit ist. Auch wenn das Konzert in einem Kino war und dadurch etwas absurd (die Lichtburg in Essen sieht aber sonst sehr nett aus). Trotz der Komischheit ein solches Konzert aus einem Kinosessel heraus wahrzunehmen, war es fantastisch. Außerdem habe ich an dem Tag zwei Döner gegessen, das mache ich sonst auch nicht so oft. Hauptsächlich weil die in Hamburg viel teurer sind als im Pott, sonst würde ich das ständig machen, ist ja klar.

Vom Essen weg kann ich dann noch schnell über Sport berichten, das macht sich ja immer gut am Ende einer Nachrichtensendung: Ich mache gerade einen Aqua-Power-Kurs und der Name ist unendlich peinlich und als ich das erste Mal hinmusste, wäre ich fast gestorben, weil ich dachte, da wären jetzt nur alte Omis und ich und alles würde furchtbar werden. Aber am Ende macht der Kurs leider Spaß und die Leute sind sehr nett, aber es ist trotzdem ein sehr peinlicher Name. Ich hatte am Dienstag trotzdem so Muskelkater in den Beinen, das war gar nicht mehr schön. Natürlich musste ich ausgerechnet an diesem Tag mit dem Fahrrad zum Stall. Bin also die 15 km hingegurkt. Ist mir natürlich dreimal die Kette rausgesprungen. Hatte ich natürlich mächtig gute Laune. Aber dann bin ich ja geritten und dann habe ich immer gute Laune und für den Rückweg wurde mein Fahrrad repariert und gefühlt fährt es seitdem doppelt so schnell und die 15 km zurück waren ein Witz, da bin ich geflogen!

Das Pferd stirbt übrigens doch nicht. Ich habe hier nie geschrieben, dass es stirbt, aber es sollte kurzzeitig mal sterben, das war nicht so schön und sogar ziemlich traurig, aber jetzt sind wir alle wieder fidel. Und lachen. Und galoppieren! Das alte Pferd und ich! Das machen wir nicht sehr oft, weil wir nicht so flott unterwegs sind, aber gerade sind wir in guter Stimmung.

Ansonsten bin ich insgesamt leider auch eher gutgelaunt. Meine dunkle Seele ist verschwunden, ich finde ständig alles super. Ich wohne megagerne mit diesem Dario zusammen, ich singe und tanze den ganzen Tag. Meistens leider furchtbare Lieder, aber ich bin nun mal die Coolste, wenn ich cruise, wenn ich durch die City düse.

Und hiermit sind die Nachrichten vorbei. Ich verabschiede mich ins Abendprogramm. Da empfehle ich heute Die Geisterschiffe. Das ist ein Zeit-Artikel über Fischerboote, die an Japans Küsten angespült werden.

Wir melden uns wieder mit dem Reisefreitag aus Odessa.
Außer ich habe keine Lust. Aber die Fotos liegen schon hier.
Josefina

{Montagsbild} Ostsee | 23.9.2015

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Ostsee, 23.9.2015Eine wilde Fährfahrt. Ich mag ja Wasser, ich mag auch aufgewühltes, gefährliches Wasser. Und Fähren, Fähren mag ich auch und solange die groß genug sind, wird mir ja auch nicht schlecht. Ich mag auch die Spielautomaten und Shops auf Fähren, auch wenn ich nie spiele und nur sehr selten etwas kaufe; so oft bin ich auch gar nicht auf Fähren. Diese Fähre fuhr von Deutschland nach Dänemark, ich wollte aber eigentlich nach Schweden (bin dann ja auch angekommen).

Ich mag Wasser wirklich. Wasser, das so viele Farben haben kann, Wasser, das weich und einladend sein kann und Wasser, das sehr hart und abweisend sein kann. Wasser eben.

Josefina

{Reisefreitag} Odessa | Ein durchgeplanter Tag

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Pfingsten war ich in Odessa. In der Ukraine! Aber ich habe auf den Rat meines Papas gehört und habe mich nicht erschießen lassen. Ich höre immer auf meinen Papa, mein Papa ist klug. (In Odessa ist es auch nicht sonderlich gefährlich, aber schwamm drüber).

H. und ich haben S. besucht. So wohnt in einer entzückenden (!) Wohnung. Mit einer entzückenden verglasten Veranda, auf der man schlafen kann und die ganz grün ist, weil drumherum viele Bäume stehen.

IMGP4757Wunderwunderwunderbar.

Am ersten Tag wurde der Plan (der tatsächlich in ausformulierter und ausgedruckter Form vorhanden war, S. sei dank!) direkt mal zerstört, weil der Flieger lieber mal zwei Stunden zu spät aus Wien abfliegen wollte (nach Odessa kommt man nur mit umsteigen), deswegen waren wir nie in der Ausstellungseröffnung, die für 17 Uhr geplant war, weil der Punkt vorher („Tee trinken, Erste Eindrücke – auf meiner Veranda“) zu lange gedauert hat. Wir waren aber tatsächlich in einem vegetarischen Restaurant essen und das Essen war sehr sehr lecker, aber die Portion war winzig. Drei Körner schwarzer Reis. Deswegen mussten wir dann noch in einen Supermarkt. Da lief das wunderbare Lied Das geht ab!; es ist etwas surreal in einem ukrainischen Supermarkt zu stehen, wenn dieses Lied kommt. Aber dancen kann man dazu, keine Frage. Dann waren wir müde und S. und J. (der auch noch gekommen war) mussten alleine rausgehen, tja, kann man nichts machen. Gute Nacht, J. (das bin ich!) und H.!

Dann war der erste richtige Tag, dadadadadaaaaa!

Am nächsten Tag gab’s Frühstück (laut Plan um neun, wir waren auch fast zu dieser Zeit am Tisch. Niemand hat gesagt, dass wir angezogen erscheinen müssen) und dann ging’s raus, raus in die wild Stadt.

IMGP4758Und dann sind wir Straßenbahn gefahren und zu einem Flohmarkt gefahren. Der heißt „Stary Konnyi“ und der Ort ist im Plan mit „Moldovanka“ angegeben. Da gibt es alles. Like for real. Aber das ist fast immer so auf solchen Märkten. Hier kann man aber mehr Sowjetsachen kaufen. Und Nazisachen. Und Tiere. Und Bücher. Und lustige alte Sachen. Ich habe so einen Teeglashalter gekauft, da sind Pferdchen drauf, das finde ich super. Ich habe kein passendes Glas dafür, aber er macht sich auch als Deko ganz gut.

Die Tiermärkte finde ich ich immer ein bisschen ekelig. Da war es so heiß und die Tiere so klein. Ich will dann immer lieber kein Tier mehr haben, aber das will ich sowieso meistens nicht, das geht sich also gut aus.

Ich hätte aber gerne so einen schicken Tiger in meinem Auto (ich habe aber gar kein Auto).

IMGP4782 IMGP4787Oder ich wäre gerne so eine alte ukrainische Oma, die aus dem Fenster guckt. Das kann ich mir ja eh super für später vorstellen. Dario und ich sitzen dann da so und schwingen unsere Gehstöcke und zeigen auf die vorbeziehenden Menschen. Auf die besonders blöden werfen wir die Stöcke dann.

Jedenfalls hatten wir dann fertig gefrühstückt und sind irgendwie weitergelaufen.

Die Brunchzeit (schon wieder eine Planabweichung!) hatten wir verpasst, deswegen haben wir was anderes gegessen. Da ist Lamm(?)fleisch drin und der Tee schmeckte sehr gut, auch wenn es mir immer etwas Sorge bereitet sehr heißen Tee aus Plastikbechern zu trinken. Trinkt man da das halbe Plastikzeug mit? Bestimmt. Aber das hat ja auch den Fischen nicht geschadet, da wird es mich schon nicht umbringen.

IMGP4790Danach sind wir weiter durch die Stadt gewandelt, S. mit einem Ziel, wir anderen nicht. Ich habe die Stadt auch irgendwie nicht gesehen, ich war nur so da.

IMGP4792 IMGP4793 IMGP4794 IMGP4796 IMGP4799Dann waren wir nämlich am Ziel! Dem Eingang zu den Katakomben (immer noch das BESTE Wort), da haben wir so eine halboffizielle Führung gemacht mit einem den S. von irgendwem kannte, der konnte auch deutsch. Aus den Katakomben gibt es nicht so viele (und vor allem keine guten) Fotos, denn es war dunkel und wir mussten ordentlich rumlaufen. Glücklicherweise hatten wir Helme auf, sonst hätte ich mir bestimmt ein paar mal den Kopf gestoßen. Das war auf jeden Fall ziemlich cool.

Es gab sogar auch eine Teepause mit Keksen unter Tage! Und einmal waren wir an einem See und haben alle alle Lampen ausgemacht und es war ganz still und dunkel. Falls also jemand zufällig mal in Odessa ist, kann ich das nur empfehlen.
Es war trotzdem etwas komisch die Stadt erstmal von unten kennenzulernen bevor es dann oben weiterging.

Oben ging’s dann erstmal zur Potemkinsche Treppe, die ich mir in der Tat cooler vorgestellt habe.

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Dann waren wir auch noch am Operngebäude, das ist gleich da.IMGP4817 IMGP4819Dann sind wir aber erstmal zur Philharmonie gelaufen und haben dort ein Konzert angesehen. Äh.. das waren Stücke aus Stücken, die Instrumentalsachen waren ganz in Ordnung, die Operngesänge dazwischen waren grenzwertig, weil ich a) Operngesäng von der Art her recht grausam finde und b) die Sängerin eine entsetzliche Stimmfarbe hatte. Aber es war trotzdem ganz cool. Vor uns saß eine Schulklasse, die das gar nicht witzig fand, dass sie da sein musste, das war witzig.

Das Gebäude hat mir jedenfalls gut gefallen.

Danach war dann noch Eurovision, inklusive Party. Da saßen dann viele Leute und im Fernsehen wurde gesungen. H. und ich haben aufmerksam zu gesehen und, Kinder, Kinder, das ist ja schon furchtbar. Das waren ja NUR schlechte Lieder. Ich bin kein sehr erfahrener Gucker (nicht meine Musik), aber das war ja grausame Scheiße. Sind dann nach Hause gefahren. Mit dem Taxi, das hundert Jahre nicht kam. Zuhause habe ich tatsächlich noch die Punktevergabe gesehen, das finde ich immer viel spannender und dann wurde geschlafen.

Gute Nacht, Odessa.
Josefina

{Montagsbild} Siracusa | 4.6.2015

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Siracusa, 4.6.2015IMGP2241Der Domplatz in Siracusa am Abend. Diese Stadt würde ich wirklich gerne noch einmal ausführlicher betrachten, denn was ich davon sah, das gefiel mir ganz gut. Außerdem mag ich die Wärme, die man auf diesem Foto nicht sieht, die man aber spürt, wenn man da war. Diese Wärme, wenn es schon wieder kühler wird, die Häuser aber noch warm sind und alles glüht, inklusive man selbst.

Der Domplatz ist sehr groß und die Restaurants bestimmt sehr teuer, deswegen waren wir woanders.

Nächster Stopp in Italien ist Neapel. Da soll es dann bitte auch warm sein!
Josefina

12von12 – Düsseldorf-Edition

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1. Zahnarztbesuch am morgen vertreibt Kummer und Sorgen

1. Zahnarztbesuch am morgen vertreibt Kummer und Sorgen

2. Shopping für die Geburtstagsdeko

2. Shopping für die Geburtstagsdeko

3. Frühstück mit Aussicht

3. Frühstück mit Aussicht

4. Kuchenbackvorbereitung

4. Kuchenbackvorbereitung

5. Kartenbastelvorbereitung.

5. Kartenbastelvorbereitung.

6. Kuchenbackprozess.

6. Kuchenbackprozess.

7. Bastelprozess.

7. Bastelprozess.

Vom eigentlichen Geburtstag gibt’s keine Fotos, so ist das! Der Kuchen war aber lecker.

8-11. Rheinspaziergang.

12. Tee am abend vertreibt Kummer und Sorgen

12. Tee am abend vertreibt Kummer und Sorgen

So war das hier. So bei anderen.
Josefina

{Montagsbild} New York | 17.9.2014

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New York, 17.9.201406Guckt mal, voll das Klischeebild. Das Empire State Buildung durch die Manhatten Bridge. Ich mag es trotzdem. Ich bin am Ende vielleicht auch mehr der Brooklyn-Mensch als das Manhatten-Girl. Ihr könnt euch außerdem gar nicht vorstellen wieviel Lust ich auf New York habe. Ehrlich wahr. Finde die USA gerade insgesamt sehr spannend. Mir kommt hier alles sehr klein vor, deswegen habe ich große Sehnsucht nach riesigen Shoppingmalls mit riesigen Regalen und mit riesigen Parkplätzen für die riesigen Autos davor. Und riesige Landschaften. Alles soll groß sein. New York ist auch groß.

Ich bin klein.
Josefina

{Reisefreitag} Marseille| Archipel du Frioul

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So, jetzt aber! Wir hatten nämlich die richtige Fähre geschnappt und fuhren von der einen Insel weg zu anderen Inseln. So schnell kann’s im Leben gehen.

IMGP4247Auf der anderen Insel wird man auf eine Straße, auf welcher sich viele Restaurants/Cafés befinden, gespült. In echt ist sowas furchtbar, in Südfrankreich ist alles schön. Kann man nichts machen, ist Gesetz. Sogar Dario hat nicht gemosert und der mosert gerne über Touristenhotspots (gerechtfertigter Weise! Dario mosert immer über die richtigen Sachen. Außer wenn er mich kritisiert, ich bin über jeden Zweifel erhaben… wo war ich?). Jedenfalls haben wir beschlossen uns irgendwo hinzusetzen und zu konsumieren. Weil ich immer noch Geburtstag hatte, habe ich zwei Getränke getrunken! Heiß und kalt! Und Crème brûlée. Crème brûlée ist großartig.

Die war sogar lecker. Ich habe auch schonmal ekelige Crème brûlée gegessen, aber das war auch nicht in Südfrankreich. Ich habe auch schonmal gute Crème brûlée in Prag gegessen. Nachdem Essen (und dem Bezahlen!) sind wir weitergewandert.

Genauer: Man kommt auf der Insel Ratonneau an und die ist dann mit der Insel Pomègues verbunden. Über diesen Pfad sind wir gewandert. Da ist ein Yachthafen.

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Und Natur. Die Natur ist schön. Immer noch sehr karg, ziemlich wie bei der anderen Bootsfahrt, aber war einmal schön war, ist immer schön. Das ist gelogen, stimmt in diesem Fall aber.

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Da kann man dann durchschreiten, dann ist man tatsächlich auf der anderen Insel. Und da sind wir nicht mehr so richtig weit gekommen (wegen der Fährenzeiten hat man leider auch nicht so viel Zeit).

Weil dann war da eine kleine Bucht und ich habe beschlossen, dass man seinem Geburtstag seine Füße ins Mittelmeer halten sollte. Und ich finde, es gibt kaum einen schöneren Ort als diesen. Ich finde das immer noch. Mit sehr viel Kraft.

IMGP4264 IMGP4265Das Wasser war ganz klar und kalt und meine Füße fanden das prima.

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Dann mussten wir leider zurück. Und da waren ganz viele Leute, die die Fähre nehmen wollten und man musste ganz lange anstehen. Und dann ist das Unglaubliche passiert! Ich war auf der Fähre und Dario nicht und da habe ich meine südfranzösische Gelassenheit vergessen und war wütend. Dann habe ich halt auch nochmal hundert Jahre gewartet (der Fahrplan war offensichtlich eh nicht so ernstgemeint, da sind random Fähren gekommen). Aber weil wir dann die ersten auf der neuen Fähre waren, konnten wir oben sitzen und runtergucken. Das Meer, das Meer.

IMGP4273IMGP4274Die Rückfahrt ist auch schön (weil das Gesetz ist und weil das schön da ist)!

Danach sind wir essen gegangen. Im „Inviertel“ (oh yeah) Cours Julien. Da ist alles bunt und hip. Und ganz schön (falls jemand Marseille guckt hat: die Tochter vom Bürgermeister lebt da).
Das Restaurant hieß L’arome (es heißt immer noch so) und man wählt auch sehr wenigen Gerichten (vier Vorspeisen, drei Hauptgerichte, drei Nachtische, wenn ich mich recht erinnere) sein Menü. Ich hatte eine Fischsuppe als Vorspeise, Dario auch irgendwas mit Fisch, Hauptspeisen haben wir uns geteilt, ein Fisch- und ein Huhngericht und als Nachtisch Karamelleis mit anderen Sachen. Das war alles so lecker, aber wenn ich nur noch ein Essen für den Rest meines Lebens essen dürfte, wäre das die Fischsuppe. Das war so lecker. Ich träume immer noch davon. Alle sollten mal da essen gehen, man muss aber vorher einen Tisch reservieren. Da konnten aber alle gut englisch, die Karte wurde uns auch sehr kompetent übersetzt. SO LECKER. Ungelogen.

Dann war der letzte Tag in Marseille und mein Geburtstag vorbei.
Am nächsten Tag ging’s mit der Metro zum Bahnhof, von da mit dem Bus zum Flughafen. Da wollte ich eigentlich noch rasch shoppen, aber da der Flughafen evakuiert wurde (ich nehme an wegen irgendeiner Tasche?), kam es nicht mehr dazu! Die Flughafenevakuierung war sehr prima und ruhig ausgeführt, allerdings würde ich doch langsam mal für Mehrsprachigkeit plädieren, weil ich die französischen Ansagen ja doch nicht verstehe. Tja. Wegen der Evakuierung, die eigentlich nicht lange gedauert hatte, sollten wir dann zum Beispiel auch vorgehen und rasch rasch ins Flugzeug steigen, aber diese Anweisung hat irgendein Mitarbeiter auf französisch im Vorbeigehen gemurmelt, ich habe nichtmal das Wort Düsseldorf gehört. Wären da nicht freundliche andere Reisende gewesen, die mal ein paar Infos rausgehauen hätten, hätten wir den Flug verpasst! Für mehr Sprachen am Flughafen! Der Passkontrollierer hat dafür „Herzliche Grüße“ gesagt, obwohl er eigentlich „Herzlichen Glückwunsch“ sagen wollte, aber ich fand das trotzdem total süß. Und nett. Dann waren wir im Flugzeug und ich fand’s super, hatte aber immer noch einen KIZ-Ohrwurm, kann man nichts machen.

Dann waren wir in Düsseldorf, traffen den besten Onkel der Welt, fuhren zu einer der besten Schwestern der Welt und alle waren froh. Dann wurde weiter Geburtstag gefeiert, denn die Party darf niemals aufhören.

Aber trotzdem. Marseille. 💕
Josefina

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