be prepared!

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Mittwoch – das ist übermorgen – fliege ich nach Finnland. Das löst viele Gedanken bei mir aus. Ich werde zum Beispiel das erste Mal seit einer langen, langen Zeit wieder nach Helsinki fliegen und von dort mit dem Bus nach Valkeakoski fahren. Ich stelle mir vor wie das eine sehr ursprüngliche Erfahrung wird, wie ich zu meinen Wurzeln zurückkehre und Finnland so sehe, wie man es sehen sollte. Ich freue mich sehr auf den Halt in Hämeenlinna, ich bin schon ganz aufgeregt deswegen.
Außerdem passe ich donnerstag auf V1 und V2 auf, sprich wir sind alleine zuhause. Ich finde es sehr nett, dass man mir genug vertraut, dass man mir die Kinder überlässt, ich mache mir aber etwas Sorgen, ob mein Finnisch 11-jährigen aufmüpfigen Buben (!) standhält. Ich hoffe, V1 ist nett, V2 ist ja noch klein, die kann ich sonst einfach umrennen, dann herrscht Ruhe.
Nach meiner Zeit in Valkeakoski fahre ich (mit dem Bus, natürlich) nach Turku. Ich habe eine halbwegs negative Meinung von Turku, in meiner Vorstellung ist diese Stadt schlicht langweilig (nicht so eine Partystadt wie Valkeakoski) und ich weiß nicht, was ich eine Woche lang essen werden. Ich beschäftige mich wirklich mit den zentralen Fragen.
Vor der Reise muss ich noch überlegen, welchen Koffer ich nehme: den mittleren (handlicher) oder den großen (Platz für viel Schokolade). Ansonsten läuf talles, in Finnland geht man nicht verloren. Und wenn doch, ist es das beste Land dafür.


Kennt ihr diese Leute (vor allem diese Paare), die stets an den gleichen Ort fahren? Ich bin ja auch sowohl so ein Mensch (siehe Valkeakoski) als auch so ein Paar: im April geht es zur Überraschung aller einmal mehr nach Marseille, damit die Füße ins Mittelmeer gehalten werden können während ich Baguette esse. Ich freue mich auch darauf sehr, auf die Sonne und den Wind und das Licht!


In Valkeakoski ist das Licht immer blau, in Marseille eher rosa.


Ich fühle mich ständig zerissen. Es gibt mehrere Versionen von mir, je nach Ort, an dem ich bin. Fast nirgends bin ich ganz und das ist ein sehr irrtierendes Gefühl, weil es zusätzlich das Gefühl bestärkt, nirgends dazuzugehören. Ich bin gar nicht so sehr auf der Suche nach einer Gruppe, der ich mich ohne zu zögern anschließen könnte, ich bin, glaube ich, nicht der sozialste Mensch aller Zeiten. Aber irrtierend ist es doch, wenn man immer nur danebensteht und von außen beobachtet. Und was macht das hier schon für einen Unterschied, ob das nur gefühlt so ist oder „in echt“?


Aus ästhetischen Gründen würde ich gerne rauchen und schwarzen Kaffee trinken, aber ich habe noch nie geraucht und so ganz habe ich dann auch keine Lust damit anzufangen (ich weiß auch nicht, was mich davon abhält, außer vielleicht Geiz) und Kaffee schmeckt halt einfach ekelig, da kann man auch nichts machen. Die wenigen Schlücke Kaffee, die ich in meinem Leben konsumiert habe, musste ich ziemlich direkt wieder ausspucken. Und jetzt könnte man sicherlich dafür argumentieren, dass ich mich daran gewöhnen könnte. Aber das widerstrebt mir als Grundkonzept irgendwie.


Ich bin in einer Schleife aus Selbstoptimierung und Unverständnis gefangen. Das Gute ist, dass ich eine Version von mir selbst versuche zu erreichen, die es schlicht nicht geben kann und die ich auch nicht haben wollen würde, was das ganze in die verdient absurde Richtung führt. Und dann lasse ich es halt auch wieder. Aber doch nie ganz, man ist doch Teil der Gesellschaft und nicht gegen alles gefeilt.


Ich fahre in letzter Zeit wieder vermehrt Fahrrad zum Stall. Das sind ungefähr 15 Kilometer hin und die gleiche Strecke zurück. Der Radweg führt neben der Landstraße her, daneben Felder und Wälder. Ich fahre das manchmal, nicht besonders oft, im Dunkeln. Die Leute vom Stall machen sich dabei ständig Sorgen, dass gleich der Perversling P kommt und mich räubert. Ich habe diese Angst nicht. Und ich halte mich nichtmal für sonderlich naiv in dieser Frage, aber erscheint mir einfach nicht besonders wahrscheinlich, dass jemand da wartet. Ich weiß nicht, ob dass der Stadtmensch in mir ist. Ich mache mir ja meistens eher so Sorgen, die sich der Landmensch als solcher vielleicht eher nicht machen würde: kann mir ein Reh vors Fahrrad springen? Was mache ich dann? Wenn Rehe nicht vor Autos ausweichen, warum sollten sie es dann vor Fahrrädern machen? Solche Fragen stelle ich mir! Rehe sind mysteriöse Tiere! Ich fahre diese Strecke aber, Gefahr hin oder her, nicht so gerne im Dunkeln, weil das Fernlicht der entgegenkommenden Autos, dann blendet und das nervt mich. Letztlich (gestern!) bin ich aber bei Nieselregen und Nebel gefahren, das hat total Spaß gemacht.


Ich gehe jetzt. Schokoladeessend Sport machen, auf die Selbstoptimierung und dagegen, ein Auge lacht, ein Auge weint. Blau und rosa, Süd und Nord. Es ist und bleibt zerrissen.

Josefina

{Reisefreitag} Neapel | Auf nach Pompeji!

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Am Sonntag – dem Tag am dem es auch nach Hause ging – stand am Vormittag noch ein kleiner Ausflug an, der auch von der Konferenz organisiert war. Denn was ist Neapel ohne einen Besuch von Pompeji? Eben! Deswegen fuhren wir mit dem Bus dorthin, das dauert wirklich nicht sehr lange.

imgp6269Wir waren mit einer recht großen Gruppe dort und hatten wieder Stecker im Ohr, um den Reiseleiter zu hören, der (glaube ich) dort arbeitet und sehr gut informiert war, sowohl über Pompeji wie auch die Arbeit, die dort gemacht wird. Das war sehr interessant.

imgp6270Wir sind dann durch dieses Tor in die Stadt gelaufen, wie man sieht waren wir nicht die einzigen. Es war recht voll und wirklich recht warm, aber ich denke, das muss so. Übrigens habe ich tendenziell nicht so viel zu berichten, aber einen Haufen Bilder. Wird also spaßig!

Pompeji wirkt hauptsächlich, denke ich, wenn man dort ist und sich vorstellt, was damals passiert ist und wie das Leben damals war. Das ist schon ziemlich cool, dass man so viel sehen kann, aber man kann es eben nur sehen, wegen der Katastrophe, die das gesamte Leben auf einmal ausgelöscht hat.

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Der große Platz ist das Forum, der Hauptplatz, heute wie damals ein Getümmel. Und moderne Kunst zwischen den antiken Säulen.

Und dann natürlich die ausgegoßenen Abdrücke der Menschen und die Dinge, die man gefunden hat, und die (gesichert durch ein Gitter) ausgestellt werden – davor herrscht ein ganz schönes Gedränge, regelrechte Prügelein gibt es um den besten Platz.

imgp6325Auch die Innenräume sind teilweise recht gut erhalten, wir haben zum Beispiel eine Therme besucht und dort ist die Verzierung noch recht intakt.

Die ganzen Wärmesystem und dergleichen, die die Römer damals hatten, sind schon recht beeindruckend. Sehr spannend das ganze und die Führung hat sich an der Stelle definitiv gelohnt (und sie war halt eh mit im Programm drin), weil ich das ja sonst alles nie erfahren hätte!

Es war aber auch sehr schön durch die Hitze Italiens zu stapfen und die Straßen und Häuser(reste) zu betrachten.

imgp6366Zwischendrin sind wir immer mal wieder in Häuser und Villen gegangen, um die dort noch erhaltenen Mosaike anzusehen.

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Die Gartenanlangen waren auch sehr beeindruckend und teilweise recht aufwendig angelegt.


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Und was wäre eine gute italienische Stadt ohne ein Theater!

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Dann gab’s Mittagessen! Muss ja auch mal sein.
Pompeji hat mir sehr gut gefallen, das kann man auf jeden Fall mal besuchen.
Und Sonne könnte ich gerade auch gebraucht.
Josefina

12 von 12 – Februarsonntag

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Erstmal frühstücken...

Erstmal frühstücken…

Die Brownies habe ich gestern gebacken, weil es bei den Nachbarn plötzlich so bachlick gerochen hat, da wollte ich gerne mithalten.

Kurz beim Pferd vorbeischauen. Hallo, Pferd!

Kurz beim Pferd vorbeischauen. Hallo, Pferd!

Weil die Hinfahrer so schnell fahren wollten, habe ich das Pferd nur geputzt und geflauscht. Na, da wird die sich aber gefreut haben!

Ich koche Lasagne! Ich habe noch nie Lasagne gekocht!

Ich koche Lasagne! Ich habe noch nie Lasagne gekocht!

Ich bin sehr modern gekleidet und ich habe kein bisschen gekleckert!

Ich trinke Tee! Weil mein Kopf wehtut (und ich immer Tee trinke).

Ich trinke Tee! Weil mein Kopf wehtut (und ich immer Tee trinke).

Ich stecke Lasagne in den Ofen!

Ich stecke Lasagne in den Ofen!

Ich esse Lasagne!

Ich esse Lasagne!

War lecker. Ich bin gar nicht so der Lasagnefreund, aber kann man machen.

Ich gucke Friends und sterbe an Kopfschmerzen.

Ich gucke Friends und sterbe an Kopfschmerzen.

Boah, ey! So starke Kopfschmerzen hätte ich schon länger nicht mehr, ich dachte, ich wäre das durch Osteopathie und Stressreduktion etwas losgeworden, aber nein. Tolle Wurst.

Lichttherapie I: Kerzenlicht hilft bestimmt gegen Kopfschmerzen!

Lichttherapie I: Kerzenlicht hilft bestimmt gegen Kopfschmerzen!

Lichttherapie II: Vielleicht helfen auch Sterne!

Lichttherapie II: Vielleicht helfen auch Sterne!

Oder Hitze im Nacken. Da ist ein Körnerkissen in der Mütze und ich hänge im Stuhl, das ist ja keine Haltung hier!

Oder Hitze im Nacken. Da ist ein Körnerkissen in der Mütze und ich hänge im Stuhl, das ist ja keine Haltung hier!

War aber bequem. Hat sogar geholfen.

Serienwechsel hilft vielleicht auch: ein Fölgchen Elementary.

Serienwechsel hilft vielleicht auch: ein Fölgchen Elementary.

Und dann Tasche für morgen packen und ab in die Badewanne! Mit Zeitschrift und Maske und allem! Wehe das hilft dem Kopf nicht. Inzwischen tut auch der Bauch weh. Toptoptop.

Nach einer Badewanne, dann das Essen für morgen.

Essen für morgen.

Ich gehe jetzt ins Bett. Mit Körnerkissen und Netflix und TKKG und Blitz und.. dann schlafe ich bestimmt auch und morgen ist wieder alles gut, oder etwa nicht?!

Alle anderen hatten bestimmt prima Tage.
Josefina

{Reisefreitag} Neapel | Himmel und Hölle

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Freitag war ich auch viel drinne, denn das war der wichtige Tag, aber das Gebäude, das Gebäude war schick, sehr schick. Pompös. Kann man so anbieten für eine olle Konferenz. Aussicht hat auch wieder gepasst.

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img_20160902_144007Das sind alles Tabletfotos, die Qualität ist entsprechend manchmal nicht so toll, aber das macht ja jetzt erstmal nichts. Freitag gab’s auch Pizza. Das ist aber eine überflüssige Info, denn es gab quasi immer Pizaa. Das ist Neapel, was soll man da machen! Aber ich habe auch Pistaziencreme gekauft (die inzwischen leer ist, weswegen ich dringend nach Italien muss) und Eis gegessen, welches nur auf Italienisch bestellt werden konnte. Läuft aber.

Am nächsten Tag, Samstag, gab es noch eine Aktion, da hatten wir uns nämlich von den Angeboten die Führung durch den Untergrund Neapels ausgesucht und an dieser dann auch, Überraschung!, teilgenommen.
Da war’s dann halt wieder Dunkel. Ich habe aber auch echt viel Sonne in Italien gesehen!

Die Katakomben sind recht spannend, das kann man sich gut angucken. Das Pflanzenprojekt (der Versuch war, ob die nicht gegossen werden müssen, weil es da so feucht ist, wenn ich mich recht erinnere) ist sehr hübsch und die Brunnen/Zisternen, durch die man nur durch enge Gänge kommt, die man selbst mit Kerzen beleuchtet, sind sehr stimmungsvoll.

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Weinfässer gibt es dort auch und allerlei Klatsch und Tratsch. Und nicht so glückliche Geschichten aus nicht so glücklichen Zeiten.

Zusätzlich haben wir noch einige traditionelle (?) neapalesische (haha, das sagt man so doch gar nicht, waa?) Figuren gezeigt bekommen, das war auch spannend.

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War aber auch schön, dass wir dann wieder an der Sonne waren.

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imgp6265Abends gab’s Workshop-Pizza, ganz überraschend. Pizza in Neapel ist schon gut, aber ich fand es jetzt auch nicht so außergewöhnlich, muss ich sagen. Allerdings waren wir auch nicht in der „besten Pizzeria der Stadt“, weil da ungefähr hundertmillionentausend Leute vorstehen und da hat dann ja auch niemand Lust drauf.

Soso, Neapel. Die Sonne und die Pistazien, die vermisse ich ja gerade.
Josefina

{ein Monat} Januar

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Januar! Ist auch schon wieder vorbei, ein Glück, denn ich warte auf den Frühling.

img_20170110_162001_690 Im Januar war ich beim Pferd, denn das Pferd ist mein Lieblingspferd auf der ganzen Welt. Das ist nicht gelogen, es ist einfach ein sehr nettes, flauschiges Pferd, das leider etwas kränklich war im Januar, deswegen haben wir einige Stunden gemeinsam in der Salzkammer verbracht. Ich war auch ein bisschen kränklich im Januar. Das Pferd und ich, wir sind Seelenverwandt.

img_20170116_220019_378Ich habe im Januar auch mein neues Bullet Journal angefangen, ich fand, der Januar ist ein guter Zeitpunkt dafür, obwohl im alten noch etwa zehn Seiten frei waren. Aber wie würde das dann aussehen? Während auf dem vorherigen ein Izzo-Zitat (?, oder etwas in Anlehnung an ihn) steht, habe ich mich jetzt für Auster entschieden. Eigentlich wollte ich auch erst eine andere Farbe nehmen, aber dann ist mir aufgefallen, dass ich blau so gerne mag, dass ich nochmal genau das gleiche nehme. Und weil nur ich bestimme, kann da niemand was machen!

img_20170122_010724_855Pralinen gab’s im Januar auch, seit Weihnachten vorletzen Jahres versuche ich ja meine Süßigkeitenschublade zu leere, aber das klappt nicht. Aber ich nähere mich, aktuell gibt’s nur noch eine Tafel Schokolade und 1,5 Packungen Pralinen. Hurra!

16123811_266196437134794_6971344207650750464_nDie Weihnachtsdeko (das ist die gesamte Weihnachtsdeko dieses Haushaltes) hängt immer noch und bisher sehe ich nicht ein, warum sich dies wieder ändern sollte.

Angeguckt habe ich bestimmt auch Sachen. Während H. noch in Düsseldorf waren, haben wir sehr viele Shows über Brautkleider und Serienmörder geguckt (das gehört nicht zusammen), bei meinem Bruder lief ein bisschen Dexter, aber das kann ich auf Deutsch nicht gucken. Traurigerweise lief auch Türkisch für Anfänger, was dazu geführt hat, dass ich zuhause die gesamte Serie noch einmal gesehen habe, und die regt mich auf. Gerade die dritte Staffel ist einfach unterirdisch schlecht. Ich habe allerdings auch feststellen müssen, dass ich sehr festgefahrene Meinungen habe, wie etwas dargestellt werden sollte. Ich spoilere! Lena wird ja schwanger in der dritten Staffel und ich wünschte dann ja immer, sie würde abtreiben, weil ich das auf irgendeiner Ebene gut und richtig finden würde, wenn Medien darstellen würden, dass das eine legitime Option ist. Aber sie tut es halt nicht! Das ist auch eine Option! Aber ich will die nicht sehen! Weil ich Kinder absurd finde! So ist das! Es ist sehr persönlich. Insgesamt ist Lena ungefähr der unselbstständigste Charakter, der einem begegnen kann. … Ansonsten haben Dario und ich echt viel Friends geguckt, weil das lustig ist. Und Die Brücke! Die erste Staffel, aber da habe ich nebenbei gearbeitet. Ah, als ich genug über Verbrechen im Live-TV gesehen habe, habe ich die Netflix-„Serie“ (sind nur zwei Folgen) Killer Women with Piers Morgan angesehen, kann man gucken, wenn man sowas mag. Ich habe ganz wenig Brooklyn Nine-Nine gesehen (wieso eigentlich so wenig?) und ganz wenig Elementary (wieso eigentlich so wenig?) und ich bin auf dem alleraktuellsten Stand bei Grey’s und Big Bang Theory. Hurra!

Ich habe diesen Monat auch Bücher gekauft, zwei Stück! Das ist recht viel für mich, da es Monate gibt, in denen ich kein einziges Buch kaufe. Ich habe eine niederländische Ausgabe von Kalle Blomquist gekauft, weil ich’s kann. Und Richard Hell – I dreamed I was a very clean tramp. Das habe ich auch schon gelesen.

Die niederländische Ausgabe wurde übrigens in den Niederlanden erstanden, denn ich war einen Tag lang in Maastricht. Mit Dario und H. und E., das war fein. Die Berlinreise ist ins Wasser gefallen, weil ich mal wieder Blasennierenschwachsinn austragen musste, das hat mich phänomenal genervt, aber machste nix, machste nix. Im Februar bleibe ich gesund, da geht es ja auch nach Finnland!

Josefina

{Reisefreitag} Neapel | Lichtlos

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Der Mittwoch war dann der erste richtige „Arbeitstag“, der wurde deswegen fast durchweg drinnen verbracht, glücklicherweise ist das Unigebäude, das wir nutzten, aber direkt am Meer. Da ist immerhin die Aussicht gut. Außerdem war das Mittagsbuffet top! Italienisches Essen ist lecker, falls ihr das noch nicht wusstet.

imgp6162 imgp6163 imgp6164 imgp6166 imgp6168Geht schlimmer. Und meine Arbeit bestand ja aus zuhören, das kann ich.

Auch der nächste Tag begann erstmal drin – im Hostel, wo ein bisschen gearbeitet wurde.

Ds da unten, unter dem roten, ist übrigens die Pizzeria, die am ersten Tag auf so komplizierte Weise erreicht wurde. Eigentlich ganz einfach zu finden.

Später wurde das Innen dann vom Hostel in die Uni verlegt, hier wurde weiter getippt und zugehört.

imgp6169Und rausgesehen, vor allem rausgesehen.

Abends gab es dann eine organisierte Stadtführung, für die wir in viele kleine Gruppen eingeteilt wurden.

imgp6176Die Organisation lief nicht ganz reibungslos, deswegen standen wir erstmal eine Weile rum. Sah aber auch schön aus.

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Als es dann ganz dunkel war, ging’s los. Das ist für Fotos nicht so ideal, aber sehr stimmungsvoll.

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Das Castel Nuovo in der Dunkelheit. Und daneben der Neptunbrunnen.

imgp6205Zusätzlich haben wir auch ein paar U-Bahn-Stationen angesehen.

Die sind nämlich teilweise sehr aufwendig gestaltet. Und dann waren wir wieder draußen, auf der Hauptstraße, die wir auch bei unserer planlosen Stadtdurchlaufung am Montag bereits erforscht hatten. Da steht ein Pferd.

imgp6224 imgp6227Und dann waren wir Pizza essen und sind schlafen gegangen, so macht man das in Neapel. Nachts war’s außerdem recht heiß, das ist gar nicht immer so schön.

Die Führung ansonsten war übrigens recht prima, die Dame war Kunsthistorikerin oder soetwas und wusste wirklich gut über die Geschichte der Stadt Bescheid, wir hatten kleine Kopfhörer im Ohr, damit wir sie überall gut hören konnten. Aber weil wir so viel gelaufen sind und es so dunkel war, konnte man sehr wenig Fotos machen, das war etwas schade, aber gucken ist ja auch manchmal gut, waa?

Josefina

{Reisefreitag} Neapel | Ausflug nach Capri

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Am Dienstag ging’s eigentlich los (arbeitstechnisch), aber erst nachmittags, deswegen haben wir den Vormittag genutzt und haben uns eine Fähre geschnappt und sind nach Capri rübergedüst.

Irgendwann jedenfalls, als wir uns geeinigt hatten, welche Gesellschaft wir nehmen wollten und als wir rausgefunden haben, wo man das kauft. Und dann haben wir auch noch rausgefunden, wo die Fähre abfährt! Das war ja toll!

Die Fähre war sehr bequem und hatte einen tollen Werbefilm (nicht echt, weil Werbung nicht toll ist) in dem man glückliche Menschen auf Schiffen sah und einen Clip in dem die Crew (oder eine Crew) die Sicherheitsregeln gerappt und gesungen haben. Auf verschiedenen Sprachen. Das wurde alles in Dauerschleife wiederholt.

imgp6027Dann waren wir da. Wir hatten uns vorher schon darauf verständigt, dass wir wohl eine Bootstour machen würden. Wir sind also praktisch von der Fähre runter direkt auf ein Boot (obwohl, ein kurzer Abstecher in ein Touristeninformationsbüro war auch noch dabei).

Das Boot selbst war recht voll, die Sonne schien und die Fahrt ging los. Ich hatte erst überlegt, ob ich furchtbar genervt, von dieser dummen Frau mit ihrer dummen Mutter und ihrer dummen Tochter sein soll, habe mich aber dann darauf geeinigt, dass ich das lieber nicht sein möchte. Ich bin so klug! Aber ich kann so Leute nicht leiden, die sich quasi auf meinen Schoß setzen, um Bilder zu machen, ich bin ein Fan des gesunden Abstands. Habe dann aber meine Tasche neben mich gestellt und mir somit unverschämt viel Platz erkämpft.

Die Insel jedenfalls sieht von außen sehr nett aus, aber auch eben so, wie man sie sich vorstellt.

imgp6044Man sieht Meer und Felsen und Felsen im Meer.

Aber die Luft ist salzig und es gibt auch Korallen! Rote Korallen im blauen Meer, das finde ich schon sehr gut.

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Zudem gibt es auch Tropfsteinhöhlen, die einem gezeigt werden. Hier sieht man einen Stalakmiten, der aussieht wie Maria! Unsere geheiligte Jungfrau!

 

imgp6073Im übrigen wurde die Fahrt vom Bootsführer kommentiert, auf italienisch und englisch, ich konnte also immer überprüfen, wieviel ich auf Italienisch verstanden hätte (Bruchstücke, aber wenig Sinnzusammenhänge).

Es gibt auch das schicke Felsentor, durch das man fahren muss, während man die Liiiiiebe seines Lebens küsst, oder so. Ging nicht. Lebe immer noch. (Ich bekomme fast immer einen Ohrwurm von You can’t steal my love von Mando Diao, wenn ich sowas schreibe, weil in meinem Kopf dann automatisch „Honey I love you like the summer falls…“ abgespielt wird.)

imgp6091Jedenfalls sind wir durch das Tor gefahren und nicht gegen die Felswand, das hat ja schon einiges an Erleichterung bei mir ausgelöst.

Ansonsten ist das Wasser wirklich irrtierend blau und es gibt viele versteckte Höhlen und Grotten – es gibt auch ziemlich viele Boote mit Touristen wie uns, die dann teilweise die engeren Stellen versperren. Es gibt auch recht viele Privatboote, auf denen Leute ihren Reichtum präsentieren, das hatte teils etwas Absurdes.

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imgp6108Auf der Fahrt konnte man auch eine weitere Fahrt in die Blaue Grotte hineinkaufen, dazu musste unser Boot aber erstmal ziemlich lange warten, weil noch viele andere Boote vor uns waren. Die Leute von unserem Boot, die nicht rein wollten, durften mit einem Boot, das schon fertig war, wegfahren. Aber wir haben eisern gewartet, weil wenn man schonmal da ist, muss man auch alles mitnehmen. Und Geld für alles bezahlen, was einem geboten wird.

imgp6110Wenn man fertig gewartet hat, klettert man in eines dieser kleinen Boote (H. und ich waren mit noch zwei Leuten drin) und gibt dann dem Kassenboot sein Geld und wird dann in die Grotte gefahren.

imgp6112Der Eingang ist sehr eng, aber ich bin ja klein. In der Grotte ist es merkwürdig, weil das Wasser wirklich sehr blau leuchtet, aber sie ist auch sehr klein und voll und die Stimmung will nicht recht ergreifend werden. Außer in den wenigen Momenten, in denen man nichts hört, außer dass die Gondoliere singen. Das sind zwei sehr nette Sekunden für eine sonst irrtierende Erfahrung.

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Aber schön, schön ist es schon sehr. Und danach umrundet man die Insel weiter und hört und staunt weiter, welcher Reiche, wo wohnt, welches Boot, wo liegt und warum Capri toll ist.

imgp6157Als die Rundfahrt vorbei war, fuhr auch gerade eine Fähre zurück, die wir dann geschnappt haben, deswegen kenne ich diese kleine Insel tatsächlich nur von außen. Ich weiß nicht, ob ich nocheinmal zurückkehren werde.

Ich meine, natürlich ist die Insel wunderschön, das ist eine Insel im Mittelmeer! Aber es gibt derer so viele, warum dann diese Insel nochmal aufsuchen? Ich trage eh nie Caprihosen.

Josefina

{Montagsbild} Düsseldorf | 10.02.2012

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Düsseldorf, 10.02.2012
imgp0805Der Rheinturm – der Düsseldorfer Fernsehturm, der direkt am Rhein steht und sowohl betrachtet wie auch betreten werden kann. Man kann – swuuuuusch – mit dem Fahrstuhl hochrasen und dann runtergucken, man kann sich an die schrägen Glasfenster lehnen (das habe ich mich aber seit Jahren nicht mehr getraut) und auf die Stadt blicken. Ich lebte stets sehr Rheinturmnah, deswegen ist dieser Turm zentral für mich und meine Orientierung in Düsseldorf.

Nebenbei ist dieser Turm, der die Skyline so prachtvoll prägt, auch eine Uhr. Und Uhren sind ja auch sehr wichtig für jedermann und das ist die größte Digitaluhr der Welt und als Düsseldorfer Kind lernt man irgendwann diese zu lesen.

Außerdem läuft man auf diese Uhr zu, wenn man aus der Altstadt (in Düsseldorf sagt man Altstadt oder Stadt zur… Altstadt, also dahin, wo man hingeht, wenn man ausgehen möchte) nach Hause läuft. Jedenfalls, wenn man aus meiner Hood kommt. Und dann weiß man, ob man zu spät ist.

Fun fact: ich hatte überhaupt nie eine Uhrzeit zu der ich nach Hause kommen musste. War also immer just in time.
Fun fact II: Ich war und bin kein großer Altstadtgänger, war also relativ problemlos möglich mir diese Freiheit zu geben.

Josefina