{Reisefreitag} Island | Schneller!

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Ich würde mich gerne bei allen Leuten entschuldigen, die mit Pferden nicht anfangen können. Aber eigentlich auch nicht. Denn Pferde! Und Island! Es war einfach toll, da können wir nichts machen. Der Tag, der nun geschildert werden soll, war besonders toll.

Der Anfang war allerdings holprig, was an diesem Pferd lag, was man hier verträumt auf die nächtliche Unterkunft (meine, nicht seine) blicken sieht.

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Das Pferd war ein Hinter-der-Herde-Pferd und ein unendlich seltsam zu sitzendes Pferd, das irgendwo zwischen Tölt, Pass, Trab und Galopp lief (was ich auch nicht korrigiert bekam am Anfang), was einfach unendlich wackelig ist. Sonst hat man nicht das Gefühl, dass man von einem Isländer schnell runterfällt, hier hatte ich das erste Mal aber Angst, dass ich beim nächsten Schritt einfach auf dem Boden sitzen würde. Ein bisschen gruselig. War also eine sehr wackelige Strecke, die durch eher düstere Gegenden (im farbtechnischem Sinne) an Straßen lang führte.

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Außerdem musste eine große Brücke überquert werden und meine Schwester saß auf einem Vor-der-Herde-Pferd, wollte aber nur in meinem Beisein die Brücke überqueren. Da durfte ich auch kurz ein Vor-der-Herde-Pferd sein und das Pferd neben meiner Schwester über die Brücke führen, die wir so sicher auf der anderen Seite ablieferten. Danach war ich wieder ein Hinter-der-Herde-Pferd und weiter ein wackliges Pferd. Aber die Farbe finde ich ja totschick (das linke war meins).

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Der Rest dieses Streckenabschnitts führte weiter durch sehr staubige Gegenden, meine Hinter-der-Herde-Gruppe ist aber ziemlich langsam gewesen, weil eine Reiterin sich sehr unsicher gefühlt hat. Das hatte aber zum Vorteil, dass mein unbequemes Pferd etwas bequemer wurde, da verzichte ich auch ausnahmsweise mal auf den Geschwindigkeitsrausch, den diese Strecke sonst sicherlich liefern kann. Dann war Mittagspause. Neben den Steinen und dem Staub gab’s auch Wasser.

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Die Pferde waren eingesperrt, also das heißt, es gab Zäune und niemand musste eine Leine halten, und dann gab es warmes Mittagessen, welches uns gebracht wurde.

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Das Wasser war eigentlich ein Wasserfall, da konnte man auch mal gucken gehen.

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Ich finde die Farblosigkeit von diesem Ort ja faszinierend, vor allem, wenn man wirklich da war und sich das in alle Richtungen weitererstreckte.

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Nachdem Essen und dem Trinken wurden die Pferde wieder geweckt und verteilt.

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Ich habe eine schicke Scheckstute bekommen, ein nettes Tier. Ich kann auch jetzt schon verraten: deutlich bequemer als Pferd Nummer Eins. Und flotter. Aber flotte Pferde wurden auf diesem Abschnitt viele verteilt – aus gutem Grund, wie wir lernen sollten.

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Kurz vorm Abreiten helfen immer alle allen und halten Pferde und ziehen Gurte nach und prüfen nochmal was. Da steht man dann auch schonmal mit drei Pferden auf einmal da, aber obwohl ich gerade noch sagte, die Dame sei flott, kann sie auch ganz still stehen und so tun als könne sie nicht laufen.

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Die Strecke fing auch direkt etwas flotter an, war aber weiter staubig.

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Die Flottigkeit wurde von einer kurzen Pause gestoppt, da spannten wir dann ein Seil um die Herde, welches der eine Teil festhielt und die Pfere beobachtete. Pferde sind sehr schöne Tiere.

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Der andere Teil, der gerade kein Seil hielt, guckte einen weiteren Wasserfall an. Da rauscht der Bach. Ich mochte vor allem den Kontrast zwischen dem Grün (es gab wieder Farbe! Wir waren wieder etwas weiter unten!) und dem Stein.

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Dann kam ein unglaublich witziger Reitteil. Denn wir waren wieder auf einem sandigen Weg, der durch eine Art Wald (also: isländischer Wald) führten, da konnte es dann mal schnell werden. Schnell heißt hier immer noch Tölt, kein kollektiver Galopp, aber so ein Isländer kann verflucht schnell tölten. Irgendwann hat sich der Guide nach hinten fallen lassen und uns (eigentlich meine Schwester und noch eine, ich war in der zweiten Reihe) das Tempo bestimmen lassen, wurde also noch einmal eindeutig schneller. Und lustiger. Wie gesagt, schnell reiten ist ein Hobby von mir, ich mag das und die Scheckstute war sehr bequem und hatte einen sehr guten Tölt. Hui. Davon gibt’s dann auch keine Fotos, weil wir schnell waren! Ein bisschen besorgniserregend war, dass wir ja auch nicht wussten, wann wir wieder anhalten mussten, aber das ergab sich dann auch recht natürlich als wir an eine Weide kamen. Am allerschönsten war dann aber eigentlich der Blick in die Gesichter der anderen – wie gesagt, ich war mit meiner Schwester ziemlich weit vorne, wir sahen noch ganz manierlich aus, der Rest hatte eine dicke Staubschicht im Gesicht, die sind wohl einen großen Teil der Strecke auch eher blind geritten. So eine Pferdeherde wirbelt auf so einem Sandweg schon einiges an Staub auf. Großer Spaß.

Dann passierte noch was Schönes: Ich bekam mein allererstes Pferd, mein Herzenspferd der Herzen. Oh Gott, so groß, so schön. Ich sterbe immer noch.

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Danach ging es landschaftlich sanft und grün weiter, das war irgendwie total irritierend für die Augen, nach dem vielen Grau und Staub der letzten Tage.

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Ich war wieder ein Hinter-der-Herde-Pferd, wieder waren wir nicht so viele. Und ich konnte ziemlich viel galoppieren. Und wenn dieses Pferd galoppiert, das ist zum Weinen schön. Oh Gott. Ich sterbe weiter. Dieses Pferd, die Herde vor einem und dazu die Landschaft.

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Ach, ein Träumchen, alles im allem.

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Und dann wurden die Pferde auf eine ebenfalls sehr grüne Wiese entlassen und hatten frei.

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Und dann sind an dem Tag noch mehr Sachen passiert.

1. Wir sind zunächst in der Unterkunft angekommen und wurden dann abgeholt, um in ein Schwimmbad zu fahren. In Island ist alles Wasser, was zum Baden gedacht ist, warm. Wir saßen also im warmen Wasser draußen und man hatte mal wieder das Gefühl wirklich sauber zu werden. Außerdem gab’s auch eine Rutsche, Spaß auf allen Seiten!
2. Das Abendessen war sehr lecker und lustig.
3. Wir haben alle in einem großen Raum geschlafen und mitten in der Nacht hat meine Schwester in meine Ferse gekniffen und ich habe mich so erschrocken, weil ich einfach total überzeugt war, dass mich gerade ein Pferd in den Fuß gebissen hatte, dass ich erstmal ziemlich lange nicht mehr schlafen konnte. Ich habe auch ziemlich lange gebraucht bis in meinem Bewusstsein angekommen war, dass mich vermutlich gerade kein Pferd gebissen hat. So ein verschlafenes Hirn ist schon witzig, was sich das dann so ausdenkt.

Das war ein super Tag gewesen!
Josefina

 

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{ein Jahr} 2017

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Man kommt auch in diesem Jahr zu nichts, aber ich wollte es gerne für die Vollständigkeit noch haben, also kommt es. Das Jahr 2017. Jetzt und hier.

Das Jahr in Bildern:
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Mein liebstes Handybild aus diesem Jahr:
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Mehr Bilder – Fotomonat:
Januar | Februar | März | April |
Mai | Juni | Juli | August |
September | Oktober | November | Dezember

Außerdem – #12von12:
Januar | Februar | März | April |
Mai | Juni | Juli | August |
September | Oktober | November | Dezember

Das Jahr in Medien:
Gelesene Bücher:
Hier

Gehörte Bücher:
Ziemlich viel TKKG und Die drei Fragezeichen, zwei Folgen Bibi & Tina. Ich habe ziemlich viele mir bekannte Hörbücher (Auster, Irving…) angefangen zu hören und nie ganz zu ende gehört, weil ich das Ende ja schon kenne. Ich habe auch angefangen Extrem laut & unglaublich nah zu hören, das hat mir aber nicht so gut gefallen. Im Dezember habe ich auch mit Arbeit und Struktur von Wolfgang Herrndorf angefangen, das werde ich auch beizeiten mal fertig hören.

Gesehene Serien:
13 Reasons why (Staffel 1)
Arrested Development (Staffel 1, 2)
Breaking Bad (fehlt immer noch die Hälfte der letzten Staffel..)
Brooklyn Nine-Nine (Staffel 2, 3)
Elementary (Staffel 1, 2, 3, 4)
Grey’s Anatomy (aktuelles + Staffel 3, 4, 5, 6, 7, 8)
Sherlock (Staffel 4)
Stranger Things (Staffel 1, 2)
The Big Bang Theory (aktuelles)
*Dexter (Staffel 5, 7, 8)
*Die Brücke (Staffel 1)
*Don’t trust the Bitch in Apartment 23 (komplett)
*Easy (Staffel 2, teilweise)
*Friends
*Gilmore Girls (Staffel 8)
*House (Staffel 6)
*IT Crowd (komplett)
*New Girl (Staffel 5)
*Prince of Bel Air
*Türkisch für Anfänger (komplett)

*kannte ich schon

Ansonsten auch so:
Crimedokukram
Neo Magazine Royale
Last Week Tonight
Schulz und Böhmermann
Let’s dance
Zu viel Sport

Im Kino betrachtete Kinofilme:
Trainspotting 2
Pirates of the Caribbean 5
Wonderwoman
IT

Davon war mit Abstand Trainspotting der beste Film.

Für zuhause habe ich diesmal ein paar mehr Filme notiert, aber ein großer Filmgucker werde ich am Ende nicht mehr: Secretariat, Seabiscuit, Kill your darlings, Vicky Cristina Barcelona, The Perks of Being a Wallflower, Pretty Woman, The Spectacular Now, Spirit, Der Glöckner von Notre Dame, Legally Blond, Good Will Hunting, Wunder einer Winternacht.

Besuchte Konzerte:
Antilopen Gang, Sylvan Esso, Robbie Williams, A Summer’s Tale (u.a. Die Sterne, Pixies, Franz Ferdinand) und Patti Smith. War alles super gewesen. Robbie Williams mit meinen Schwestern war ein Träumchen, an die Schmerzen nach den Antilopen erinnere ich mich voller Liebe zurück, Patti Smith rührt mich immer zu Tränen und das Festival war generell ganz okay. Sylvan Esso hatte eine super Vorband und war auch selbst gut!

Das Jahr in anderen Dingen:
Besuchte Länder:
Das Jahr fing in Düsseldorf an und führt von dort auch nach Maastricht für einen kleinen Tagesausflug. Im Februar ging’s dann das erste Mal wirklich weg, obwohl auch das eher eine Reise nach Hause war: Finnland. Zu meinem Geburtstag gab’s dann eine kleine Aprilreise nach Marseille, weil man sonst nicht feiern kann. Und direkt im Anschluss führte der Weg dann nach Prag, dienstlich zwar, aber schön war es trotzdem. Der Juli war dann zauberhaft, denn er brachte mich nach Frankreich und da ist es ja überall schön, deswegen auch an der Atlantikküste. Zweimal ging’s außerdem nach Tomsk, einmal im Juli direkt nach Frankreich und nochmal im Oktober. Die große Reise des Jahres war aber im August, da ging es für zehn Tage nach Island, um mal ein bisschen durch die Gegend zu reiten. Abgeschlossen wurde das Jahr dann mit einer kleinen Dezemberreise nach Marseille, weil man sonst nicht mit dem Jahr abschließen kann. Ich war auch in Berlin und in München, das weiß ich wohl noch! Und in Düsseldorf, natürlich, vier oder fünf mal, das weiß ich gerade nicht so genau.

Teuerste Anschaffung:
Hm. Ich glaube, das Wohnzimmer hat noch mal ordentlich Geld gekostet, aber das hat schon gepasst. Island war außerdem ein ziemlich teurer Urlaub so insgesamt.

Billigste Anschaffung:
Guter Rat muss nicht immer teuer sein. Habe ich überhaupt einen guten Rat bekommen? Hallo? Kann mir mal jemand was raten?

Neues Technikzeugs:
Im März habe ich mir ein neues Handy gekauft! Das sieht jetzt schon zerstörter aus als all meine Handy davor, weil ich das dauernd runterwerfe. Das habe ich vorher noch nie gemacht! Was ist denn da los?

Unwort des Jahres:
Hier fällt mir gerade so viel und nichts ein.

Prima Errungenschaften:
Ich mochte mich persönlich ganz gerne dieses Jahr.

Aufreger des Jahres:
Ich mochte andere Leute weniger dieses Jahr.

Nagellackfarbe des Jahres:
Chinchilly von essie

Änderung des Jahres:
Nichts. Und das ist das Komische.

Insgesamt:
Totale Stagnation. Nichts ist passiert, ein Zwischenjahr durch und durch. Wenn man mich fragt, was ich im Mai gemacht habe, ist mir der Mai 2016 so viel mehr im Kopf als der Mai 2017. 2017 hat nicht stattgefunden. Alle Baustellen sind immer noch Baustellen, aber jetzt noch ältere Baustellen. Ich bin aber mehr geritten als sonst und festgestellt, dass ich wirklich gerne reite, ich freue mich auch ein bisschen, dass ich ein Pferd habe, dass jetzt laufen kann, aber gleichzeitig vermisse ich das Mary-Pferd jetzt schon. Es war gar kein schlechtes Jahr, nur ein Nichtjahr halt.

Josefina

Vergangene Rückblicke:
20162015 | 2014 | 2013 | 2012
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Bücher 2015
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Bücher 2008

 

{12von12} Januar

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12

Zum Aufstehen erst mal eine Waschemaschine (1), dann Frühstück bei Kerzenschein (2), gefolgt von Arbeit (3, Symbolbild) und einer lesenden Mittagspause (4).
Dann war ich einkaufen (5) und wurde zum Pferd gefahren. Das Pferd war dreckig (6), wir haben es trotzdem raus geschafft (7) und danach gab’s was zu essen (8). Nicht für mich.
Ich bin durch die Dunkelheit mit dem Fahrrad gefahren und im dunklen Garten angekommen (9), dann wurde Fußball geguckt (10), dabei gegessen (11) und gestrickt (12), weil die Schwester tatsächlich noch ein Stirnband haben will.

So sah das heute aus. Ich hatte das Fußballergebnis richtig getippt, aber außer Dario niemand meinen Tipp verraten, deswegen habe ich gar nichts davon, außer natürlich Ruhm und Ehre. Das Essen war sehr lecker. Ich bin müde.
Gute Nacht.
Josefina

{Bücher} 2017

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Cover

  1. Smith, Patti – Just Kids
  2. Wander, Fred – Hôtel Baalbek
  3. Hell, Richard – I Dreamed I Was a Very Clean Tramp
  4. Rytchëu, Juri – Traum im Polarnebel
  5. Smith, Patti – M Train
  6. Farley, Walter – Der Hengst des Sonnengottes
  7. Auster, Paul – Invisible
  8. Kästner, Erich – Drei Männer im Schnee
  9. Seghers, Anna – Transit
  10. Irving, John – Garp und wie er die Welt sah
  11. Dunn, Mark – Ella Minnow Pea: A Progressively Lipogrammatic Epistolary Fable
  12. Neuvel, Sylvain – Sleeping Giants
  13. von Düffel, John – Schwimmen
  14. Oksanen, Sofi – Als die Tauben verschwanden
  15. Orth, Stephan – Couchsurfing in Russland
  16. Auster, Paul – In the Country of Last Things
  17. Verne, Jules – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
  18. Hustvedt, Siri – What I loved
  19. Dorian, Ada – Betrunkene Bäume
  20. Pousset, Sina – Schwimmen
  21. Pujol, Philippe – Die Erschaffung des Monsters: Elend und Macht in Marseille
  22. Sagan, Françoise – Bonjour tristesse
  23. Lobrecht, Felix – Sonne und Beton

23 beendete Bücher mit 6.674 Seiten.
12 gebundene Bücher, 11 Taschenbücher
15 Bücher von männliche Autoren, 8 von weibliche Autoren (insgesamt: 14 Autoren, 7 Autorinnen).
17 mal Fiktion, 6 Sachbücher (zu denen ich Biographien und Reiseberichte gerade rechne).
8 Bücher im Original auf Deutsch, 10 Englisch, 3 Französisch, 1 Finnisch und 1 Russisch, davon habe ich 18 auf Deutsch gelesen und 5 auf Englisch. Ich habe also 13 Bücher tatsächlich auf der Veröffentlichungssprache gelesen.
1 Buch habe ich geliehen, 22 gehören mir.
2 Bücher habe ich nochmal gelesen, 21 waren mir bisher unbekannt.
Die die älteste Veröffentlichung ist aus dem Jahr 1934 (Drei Männer im Schnee), die neusten aus dem Jahr 20174 Stück aus dem aktuellen Jahr, das passiert mir sonst selten. Das durchschnittliche Erscheinungsjahr ist 1995 und ja, das ist meine Lieblingsangabe, denn sie ist sinnvoll und nützlich.

Falls sich wer mit der New-York-Punkzeit befassen möchte (die einzig wahre Musik, da müssen wir uns ja jetzt alle nichts vormachen), dann empfehle ich alle drei Bücher, die ich dazu gelesen habe: Hells I Dreamed I Was a Very Clean Tramp, Smith‘ Just Kids und auch ihr M Train, was sich aber eigentlich nicht mit der Zeit befasst und mir generell gelegentlich zu esoterisch war.

Und falls wer Büchertechnisch gerne nach Marseille oder zumindest an die Côte d’Azur reisen möchte, dann empfehle ich dazu auch alles, was ich dieses Jahr gelesen habe: Hôtel Baalbek und Transit befassen sich mit Marseille im zweiten Weltkrieg, Die Erschaffung des Monsters: Elend und Macht in Marseille ist ein gutes Buch über die aktuellen Zustände in Marseille und in Bonjour tristesse kann man sich an der französischen Küste erfreuen.

Ansonsten hat mich Garp aus einem Leseuntief gerettet und mich so erfreut, weil mir Lesen auf einmal solch eine Freude bereitet hat, es ist aber auch einfach ein phantastisches Buch.
Weniger phantastisch fand ich Oksanens Als die Tauben verschwanden, das zog sich einfach nur elendig lang hin und verlor sich in sich selbst, bisher finde ich also eins von drei Büchern der Dame gut, das ist ein nicht berauschender Schritt. Welches Buch ich aber tatsächlich am allerschlechtesten dieses Jahr fand ist Schwimmen von Sina Pousset. Das Buch ist unterirdisch, sowohl von der vollkommen bescheuerten Story als auch vom Schreibstil, der angeblich komplex sein soll, aber nur komplex ist, wenn man seinen Tag ansonsten damit verbringt mit Anlauf gegen Wände zu rennen. Ich war wirklich sauer. Die anderen beiden Bücher aus dem Programm von Ullstein Fünf, die ich dieses Jahr gelesen haben – Betrunkene Bäume und Sonne und Beton – fand ich aber beide gut bis sehr gut. Und auch das zweite Buch, das den Titel Schwimmen trägt, nämlich das von John von Düffel fand ich wirklich ein schönes kleines Bändchen, wenn man dem Wasser zugeneigt ist.

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist ein Buch gewesen, das ich mir seit über einem Jahr für Island aufgespart habe, weil es ja teilweise dort spielt. Es hat mich dann auch sehr glücklich gemacht, es dort zu lesen, ich kannte die Geschichte aber auch schon, da gab’s als Kind eine super Kassette zu.

Des Weiteren will ich Kästner und Auster lobend erwähnen, das ist doch immer ein Vergnügen (ein nicht kritikloses Vergnügen, aber trotzdem ein Vergnügen).

So ist das. Mit dem Lesejahr.
Josefina

{Reisefreitag} Island | Mitte der Woche

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Ein Mittwoch auf Island. Ein Tag zum Reiten. Das Wetter war übrigens gut bis sehr gut, das ist auf Island sehr verwunderlich. Deswegen biete ich so viele sonnige Fotos an, ist es nicht prachtvoll?

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Mein erstes Pferd an diesem Tag war eine braune Stute, die ich aber irgendwie nur so kurz geritten bin, dass ich keinerlei Meinung zu diesem Pferd aufbauen konnte, das fand ich fast schade. Die erste Pause war auf einer großen Wiese mit Matschfeldern, die man durchlaufen konnte, aber das sollte man lieber lassen. Tiere taten dies trotzdem.

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Außerdem konnte man in die Weite blicken, Berge und Schnee sehen, aber eben auch ziemlich viele Strommasten. Da will man sich ja immer beschweren, andererseits weiß man ja auch, warum sie da stehen, und nach einer Nacht ohne Strom will man sich dann wieder nicht beschweren und hält lieber seinen Mund. Das ist ja auch mal gut.

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Ich reite übrigens generell lieber schweigend, ich bin nicht so der große Redner auf dem Pferd, ich weiß nicht, warum. Also so mit Freunden oder meiner Schwester ist das schon okay, aber mit Leuten, die ich nicht kenne, bleiben die Gespräche ja auch auf so einem Niveau zunächst, dass ich mir das auch für abends aufsparen kann und lieber die Natur angucke. Die sehe ich ja auch nicht ständig.

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Dann gab’s noch eine Pause und einen Pferdewechsel, die Pause war an einem Bach und manchmal musste man mit einem Pferd am Strick wild über diesen Bach springen, das war eine Freude.

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Ich werde nie über dieses Pferd hinwegkommen, fürchte ich. Übrigens hatte eine der Guides auch immer Hufbeschlagskram mit, da wurden dann auch lose Hufeisen wieder festgenagelt, denn die Böden sind sehr steinig, das geht da nicht ohne.

Mein zweites Pferd an diesem Tag war ein „Gangmitglied“ – meine Schwester, P. und ich hatten drei Pferde, die gerne zusammenblieben, was uns nicht störte. Aber weder P. noch ich wurden mit unseren Pferden so richtig glücklich, was allerdings auch vielleicht am Weg lag: Schotterweg, hoch und runter.

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Da war ich dann über einen Pferdewechsel jedenfalls nicht so traurig, als letztes an diesem Tag bin ich einen flotten Schimmel geritten. Das war lustig. Außerdem haben wir an diesem Tag auch am Háifoss gestoppt, das ist der zweithöchste Wasserfall von Island.

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Ein Teil hat immer die Pferde bewacht und festgehalten, der andere konnte gucken gehen. Dann sind wir weitergeritten.

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Der Vulkan, den man die ganze Zeit auf den Bildern bewundern kann, ist übrigens Hekla. Unsere Unterkunft bot auf Blick auf den lieben Vulkan. Er ist nicht ausgebrochen als ich da war.

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Die Unterkunft war eine relativ große Hütte mit mehreren Duschen und einem großen Schlafraum mit einzelnen Schlafkabinen und Strom! Uiuiui.

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Abends nach dem Essen wurde gesungen, ich habe mich also nach Draußen verdrückt, um Fotos zu machen, weil gemeinschaftliches Singen ist echt nicht so meine Sache, ich bin da eher antisozial eingestellt.

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Ganz entkommen bin ich dem Gesinge aber leider nicht, aber ich habe es überlebt. Und dann hat die Köchin einfach das Licht ausgemacht, dabei hatte ich noch gelesen! Frech! Dann habe ich eben geschlafen! Generell habe ich quasi gar nicht gelesen, entweder war man kommunikativ mit den Menschen (sehr nette Menschen!) oder man hat geschlafen. Es hat sich zwar alles relativ wenig anstrengend angefühlt, aber todmüde war man abends trotzdem.

Grüßerchen
Josefina

 

{ein Monat} Dezember

Ich plane ja immer noch einen Jahresbericht, aber das geht ja erst, wenn der Dezember ordentlich abgeschlossen ist. Ist es nicht furchtbar, dass man so in Kategorien verhaftet?

Im Dezember habe ich gearbeitet:

Und es war Weihnachten:

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Und ich war an Bahnhöfen (ich fuhr nach Bremen und nach Düsseldorf):

Ich fuhr auch mit der Bahn nach Marseille:


Mein Herz ist schon wieder gebrochen, weil ich nicht da bin.

Mein Netflix verzeichnet für den Dezember vier Folgen Easy, die ich alle naaaja fand. Sonst nichts. Das liegt aber auch daran, dass Dario und ich Arrested Development unter Darios Namen schauen, gewitzt. Die Serie ist auch sehr witzig. Ich bin mir außerdem ziemlich sicher, am Anfang des Monats auch noch alte Grey’s Anatomy-Folgen beim Stricken gesehen zu haben, aber jetzt will ich eigentlich nicht mehr so gerne weitergucken, weil ich keine Lust auf das Ende von Staffel 8 habe. Big Bang Theory habe ich irgendwann auch mal die drei Folgen des Monats gesehen. Weihnachten habe ich zwei Filme gesehen! Einmal Good Will Hunting, weil ich noch ein Geschenk fertig stricken musste, und einmal Wunder einer Winternacht, weil wir Weihnachtsfilme sehen wollten. Und sonst… sonst habe ich überraschend viel Fußball gesehen und gehört, weil man dabei auch sehr gut stricken kann. Alles, was die deutschen Mannschaften so hergeben und die französische Liga gleich noch dazu.

Apropos stricken – im Dezember habe ich Sachen fertig gestrickt, acht Stirnbänder habe ich produziert. Heute kam ein Karton Wolle, aber die passenden Nadeln noch nicht, aber ich stricke wohl auch im Januar was, weil ich Stricken überraschend lustig finde. Ich will mir selbst einen großen, großen Schal stricken, der ist dann vermutlich erst fertig, wenn das Wetter zu warm dafür geworden ist, aber egal. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, wie ich stricke… das ist sehr schwierig. Stricken also. Das neue heiße Ding.

Aber Kultur, Kultur habe ich auch konsumiert. Also fast. Ich war in der Deuscthland-Ausstellung, die nicht sehr tiefgehend ist, da fehlt irgendwie was, das Gefühl, man hätte einen Raum verpasst, will nicht weichen.

Ansonsten gab’s noch Reitsport, ich war ausreiten! Auf Pferden, die laufen können. Das war faszinierlich und stimmt mich erfreut für das kommende (jetzt schon laufende Jahr).

Anstrengender, stressiger, voller, komischer Monat. Ich vermisse Marseille, ich vermisse Düsseldorf, ich weiß nicht, was ich hier an diesem Ort mache.
Josefina

{Reisefreitag} Island | An den Fluss!

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Island! Da war ja was! Da war ich im Urlaub und bin geritten! Ein neuer Tag. Es ist etwas schwierig darüber zu schreiben, weil es sich natürlich in seinen Grundstrukturen alles sehr wiederholt: man steht auf, packt seine Sachen, frühstückt, bekommt ein Pferd, sattelt, steigt auf, reitet, macht Pause, wechselt das Pferd, kommt an, isst zu Abend, redet mit den Leuten, geht schlafen und alles wieder von vorne. Es ist aber an jedem Tag schön gewesen.

An diesem Tag (Dienstag, 22.8.) bin ich zwei Pferde geritten: Vinör und Ölvar.

Vinör im ersten Teil. Vinör war mal wieder ein schwarzes/dunkles Pferd, meine Schwester fand den am ersten Tag super.

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Den reitet man hinter der Herde, was für mich meistens hieß, dass ich ganz hinten ritt, weil… ich das sinnvoller finde und das Pferd ein Pferd war, welches gerne mal aufgaloppierte (also, wenn ich das wollte, Reiter bestimmt Geschwindigkeit und so) und ich das ganz gut fand, weil dann ein bisschen Tempo aufkommt.

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Das Schöne am Reiten hinter der Herde ist halt, dass man die Herde vor sich sieht, sonst hat man ja nichts davon.

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Wir sind an diesem Tag ziemlich viel an Straßen langgeritten, die Autos mussten teilweise stehen bleiben, damit die Pferde durchkommen – es ist nämlich nicht sehr klug mit seinem Auto in eine Pferdeherde reinzufahren, merkt euch das.

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Es gab auch einige wenige Brücken zu überqueren, über Flüsse mir lustigen Farben – ein Gletscherfluss, ein Gletscherfluss.

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Ansonsten war die Landschaft im ersten Teil staubig und steinig, sicherlich nicht der spannendste Teil der Reise, muss man mal sagen.

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Nach der Pause wurde es aber spannender, denn wir kamen immer höher, dann wird die Landschaft leerer, was in echt natürlich besser wirkt als auf Fotos, außerdem gibt es dann keine Straßen und so mehr, die die Optik zerstören.

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Also haben wir Pause gemacht und ein warmes Essen gegessen, das war prima.

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Außerdem gab’s ein neues Pferd für mich: Ölvar, ein Schecke.

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Jetzt habe ich von der Strecke irgendwie keine Fotos gemacht, aber von der nächsten Pause gibt es wieder welche – Pferd habe ich nicht mehr gewechselt, war ich auch froh drüber, Ölvar ist mein drittliebstes Pferd gewesen, aber mit einigem Abstand zu den ersten beiden.

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Wie gesagt, wir sind immer höher geritten und die Landschaft wurde von einem Fluss durchzogen, sah gut aus.

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Außerdem legten wir einen schnellen Abschlusstölt hin – der so nicht unbedingt von den Guides geplant war, aber man sollte uns halt nicht vorreiten lassen, war jedenfalls sehr lustig. Ich reite wirklich zu gerne schnell, ich sollte an mir arbeiten.

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Die Hütte, in der wir diese Nacht waren, war direkt am Fluss, hatte drei Räume, von denen zwei zum schlafen war und einer in der Mitte zum Essen. Strom und Duschen gab’s wieder nicht, aber wer wollte, durfte in den Fluss springen. Ist Fluss das richtige Wort? Es ist sehr flach gewesen, dieses Gewässer. Einige waren wirklich da drin, ich habe nur meine Füße reingehalten. Ich war im norwegischen Eismeer schwimmen, ich bin fertig mit kaltem Wasser. Aber schön sah’s schon aus.

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Die Pferde wurden auch versorgt und bekamen eine Portion Heu und konnten dann ihre Ruhe genießen.

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Zum Abendessen gab’s Lamm vom Grill, es gab auch andere Sachen, aber ich mag ja so viele Beilagen nicht, also gab es Lamm für mich und ich erkannte langsam, dass Island mich an den Punkt des Lammüberdrusses führen könnte und das will was heißen, denn nichts esse ich jemals so gerne wie Lamm. Und dann ging die Sonne unter.

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Die Hütten waren übrigens auch ungeheizt und endlich war mein Schlafsack mal nicht zu warm, was für eine Erleichterung! Das war alles in allem doch ein sehr schöner Tag. Vor allem der zweite Teil des Reitens. Raus aus der Zivilisation auf einem flotten Pferd, kann man so anbieten.

Josefina

 

{Reisefreitag} Island | Im isländischen Wald

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Ich komme auch mal zu was.

Der dritte Reittag, ein Tag der okayen Pferde und der wenigen Fotos. Zunächst sehen wir hier aber Pontus wie er im Auto fahren darf. Und ich, ich musste reiten, das sind ja Zustände hier. Ach so, ich reite ja gerne, habe ich schon wieder vergessen.

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Morgens machten wir unsere Pferde fertig – das heißt immer, man bekommt ein Pferdenamen gesagt, geht da hin, bürstet dreimal drüber und sattelt während man sich von anderen Leuten, die eventuell dieses Pferd schon geritten sind, darüber informieren lässt, was man gleich unter sich zu erwarten hat.

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Mein erstes Pferd dieses Tages war ein Schimmel, ich war in der Gruppe hinter der Herde. Das Pony und ich waren nicht auf Anhieb gute Freunde, weil ich die Balance nicht fand und wenn man das Gefühl hat gleich vom Pferd zu rutschen, während eben jenes Pferd ordentlich nach vorne zieht, dann ist das gar nicht so ideal. Aber ich fand die Balance und war mit mir und dem Pferd wieder im Reinen; wenn ich erst mal richtig sitze, komme ich auch mit Tempo klar.

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An diesem Tag sind wir das erste Stück durch einen Wald geritten, da macht man auch hinter der Herde relativ viel Tempo, weil man die Herde unbedingt in Bewegung halten will. Pferde, die laufen, laufen erst mal den anderen Pferden hinterher und haben keine Zeit sich nach rechts oder links zu orientieren und im Wald zu verschwinden.

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(Isländischer Witz: Was macht man, wenn man sich auf Island im Wald verläuft? Man steht wieder auf. Isländische Bäume sind wirklich nicht sehr hoch und davon gibt es zudem noch sehr wenige)

Dann war es auch schon wieder vorbei mit dem Wald. Und die Pferde wurden gewechselt.

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Mein nächstes Pferd war Snorri, auch ein Pferd, das hinter der Herde ging. Ich war meistens sogar ganz hinten, das ist ein bisschen ein komisches Gefühl, aber auch irgendwie gut.

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Wie gesagt, der Wald war schon wieder vorbei und es ging mal wieder aufwärts, die Landschaft wurde wieder karger.

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Man konnte auch den See wieder von weiter oben sehen und so saß ich so auf Snorri und ließ mich durch die Landschaft tragen. Snorri war ein bisschen gemütlich und lahm, aber wenn der Junge erst mal Fahrt aufgenommen hatte, konnte der doch ganz ansehnlich die Hügel hoch galoppieren, das war ein gewisser Spaßfaktor, das kann und will ich nicht leugnen. Runter sind wir dann wieder neben de Pferden gelaufen

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Dann gab’s einen dritten Pferdewechsel, eine kleine Fuchsstute bekam ich dann, die auch total lieb war, aber dafür, dass die so flott sein sollte, musste ich ordentlich treiben. Mit der sind wir über ziemlich steinige „Wege“ geritten, manchmal waren die Pfade weggespült und mehr als einmal dachte, dass wir umdrehen müssen würden, mussten wir aber nie.

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Und dann war der Reittag vorbei, die Mittagspause war übrigens eine warme Pause gewesen, unsere Köchin hatte uns Essen gebracht.

Und dann sind wir noch mit dem Auto zu Sehenswürdigkeiten gefahren. Und zwar haben wir zunächst Geysire betrachtet (Gebiet Haukadalur). Das ist lustig da, erstmal dampft es nur ein bisschen aus dem Boden.

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Und dann spritzt Wasser in die Höhe. Außerdem kann man in das Innere der Erde blicken!

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Allerdings war sowohl die kleine Kamera als auch mein Handy ohne Akku und die große Kamera im Gepäck, deswegen habe vom Ausbruch kein Foto machen können, weil diese paar Fotos hier schon nur so entstanden sind, dass ich die Kamera gerade noch anmachen konnte und sie direkt wieder ausgegangen ist. Aber cool war’s trotzdem.

Auch haben wir den Wasserfall Gullfoss angesehen – der ist ziemlich cool, davon habe ich tatsächlich gar keine Fotos (und die Fotos, die ich von anderen bekommen habe, zeigen mich und meine Schwester vor diesem Wasserfall, deswegen zeige ich dir euch nicht, so ist das!) und ihr müsst mir somit einfach glauben, dass man sich das ruhig mal ansehen kann. Ich mag Wasserfälle auch einfach sehr gerne. Es war uns verboten in den Wasserfall zu fallen und wir haben uns alle daran gehalten und sind wieder heil ins Auto eingestiegen. Dann sind wir in ein Guesthouse gefahren, dass Strom und Duschen und Internet hatte, oh man, was für ein Luxus. Das war ein ganz guter Tag gewesen. Zum Abendessen gab es Lachs.

Josefina

 

12 von 12 – letzter Monat im Jahr!

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1. Schneeaussicht 2. Kekse zum Frühstück 3. Stricken, Stricken, Stricken.
4. Arbeiten 5. Lebenslauf schreiben 6. Fertig zum Sport machen
7. Im Auto zum Sport 8. Restschnee am Stall 9. Sport im Fernsehen
10. Schnell noch Sachen einscannen 11. Ich kaufe nie zu viel Duschegel 12. Kekse und Tee (und stricken)

Mein Tag bestand aus Arbeit, stricken und dem wöchentlichen Stallsport (dem ohne Pferd). Sonst ist nichts passiert, vermute ich fast. Außer dem vielen Kleinkram, der immer passiert, bei allen anderen auch. Jetzt stricke ich schnell fertig.

Gute Nacht.
Josefina