{ein Monat} September

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Müde. Und wenn man alles so lange aufschiebt, erinnert man sich nicht mehr. Die letzte Staffel Brooklyn Nine-Nine wurde angesehen und die dritte Staffel Sex Education. An mehr kann ich mich nicht erinnern. Ich habe kein Buch fertig gelesen, aber einen Strumpf zu Ende gestrickt. Ich habe auch ein Buch veröffentlich. man kann nicht immer alles haben, aber meistens schon. Ah! Ich habe auch die Tribute-von-Panem-Hörbücher angehört und die ersten zwei Filme angesehen! Die sind keine guten Filme, aber weniger schlechte Buchverfilmung als ich meinte mich zu erinnern. Ich bin nicht sicher, ob ich die letzten zwei Filme überhaupt gesehen habe.

Dann war auch schon Oktober. Weird.
J.

{12 von 12} September – voller Tag

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Am 12. August lag ich auf dem Sofa rum, weil ich Rückenweh und Müdigkeit von der Impfung hatte. Aber im September bin ich zurück! War voll der volle Tag. Sonntage mit Wecker und diversen Terminen, stressig!

War aber schön. Alles. Für alle?
J.

Elf

Ich habe schon zwei Stücke Kuchen gegessen, denn von dem Kuchen, den ich Mittwoch buk, ist immer noch so viel da. Dabei habe ich ihn Donnerstag an die eigentliche Empfängerin verteilt. Nachdem ich da so Küchen gefrühstückt hatte, fuhren Dario und ich ans Meer und sahen das Meer und Touristen an. Es war ein Spaß für alle. Dafür war gestern alles stressig: Ich war beim Zahnarzt, die Katze war beim Zahnarzt und das Wetter war schlecht. Die Katze war das erste Mal, seitdem sie hier wohnt viele Stunden außer Haus und wir alleine ohne sie in der Wohnung – und schön ist das ja nicht. Ich habe fast geweint, auch weil die Tierärzte nie angerufen haben, dass wir sie wieder abholen können. Aber wir haben sie wiederbekommen! So eine Erleichterung. Dabei ist irgendwie untergegangen, dass ich seit gestern auch publiziert bin. Vielleicht muss ich mich darüber bei Gelegenheit auch noch mal richtig freuen. Heute gab es keinen Wecker, ich schlief und wachte einfach auf und jetzt sitze ich eben hier und esse Kuchen und trinke Tee. Ich werde jedenfalls gleich Tee trinken, der zieht noch. Ich muss mir gleich mal eingießen. Alles ist ruhig. Dario und die Katze schlafen noch. Ich belasse es dabei.

Acht

Gestern war ich in der Heide. Das war schön. Wie wanderten durch den Wacholderwald in der Teufelsheide, aber der mittlere Rundweg (der gelbe) ist nicht sehr empfehlenswert, der Anfang ist sehr schön und dann läuft man sehr lange an einer Straße lang und dann ist man wieder am Parkplatz. Aber der Anfang ist superschön, Heide und Wald. Das war ein großer Erfolg für alle Beteiligten. Heute ist Aufräumtag, ich putze das Bad und ich hasse Fußleisten. Ich habe auch schon Kuchen gebacken. Den wollte ich vorbeibringen, aber die empfangene Person war nicht anwesend, also trug ich den Kuchen wieder zurück. Man wird viel angesprochen, wenn man mit einem Teller mit Kuchenstücken (ich buck einen Blechkuchen) durch die Stadt läuft, auf dem Rückweg habe ich den Leuten, die was dazu sagten, auch Kuchen angeboten, denn ich hatte zu viel. Aber nur ein Mann hat welchen genommen. Das sieht man es wieder: Die Leute reden und reden und am Ende will doch niemand Kuchen, was los in der Welt? Alles kaputt. Ich esse jetzt also gerade beständig Kuchen in Putzpausen und das ist ein okayer Livestyle, aber ich glaube, mir ist bald schlecht. Morgen fahren wir ans Meer. Ich fahre ans Meer und Dario darf neben mir sitzen. Wir werden die Ostsee ansteuern, der Tank ist gefüllt, ab geht die Fahrt. Gestern in der Heide hatten wir viel zu viel zu essen mit. Und wir haben auch seltsame Leute getroffen, die rumgeniest haben und sich dann sorgen gemacht haben, dass wir geimpft sind. Das war alles weird. Wenn unsere Impfung durch niesen übertragbar wäre, wäre doch mega cool. Alle nerven. Ich esse noch mehr Kuchen. Eigentlich sind es Schokobrownies (gibt es andere Brownies?) mit Kokoscreme.

Sieben

Ich war immer müde und auch ein bisschen deprimiert, weil wir keine Schweizreise angetreten haben oder antreten werden, weil der Bahnstreik uns da ja wirklich einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Das finde ich traurig, weil ich meine Mama gerne gesehen hätte, ich gerne die Schweiz gesehen hätte und ich auch gerne Urlaub woanders gemacht hätte. Hätte hätte Fahrradkette. Jetzt sind wir also hier, aber es ist ja auch gut, denn hier ist die Katze. Heute wollen wir in die Heide fahren, das wird auch schön, denke ich mal. Da ist es ja auch sehr bergig, ist quasi wie die Schweiz, nur anders. Ich habe endlich auch mal wieder genug geschlafen, obwohl ich die letzten zwei Nächte nicht gut schlief. Vorletzte Nacht hatte ich eine Art Albtraum, das habe ich sehr selten. Es war auch nicht so richtig gruselig, weil ich war in einem Hotelzimmer bzw. einer großen Suite mit mehreren Räumen (Dario war auch da), die ich mir so angesehen habe im Dunkeln, weil macht man so, und in einem Bett sah ich dann, dass sich die Decke bewegte als würde jemand darunter atmen. Ich starre also so und dann wacht die Person, die da tatsächlich liegt, auf. Es war ein blondierter Mann, der auch sehr sehr erschrocken aussah und nicht den Anschein machte, als wollte er mir was Böses. Ich habe dann sehr laut geschrien im Traum, davon bin ich aber echt wachgeworden und fühlte mich dann unpässlich, dabei wäre im Traum wahrscheinlich gar nichts passiert. Heute Nacht war aber besser, da fühlte ich mich nur vom dem sehr späten Abendessen gefüllt. Aber man hat ja immer was zu meckern. Jetzt trinke ich Tee und dann fahren wir irgendwann mal irgendwo in die Heide und sehen sie an. Ich hoffe, es ist nicht so voll, weil ist ja unter der Woche. Ans Meer wollen wir auch noch mal fahren, die Weite sehen und sterben. Oder halt zurückfahren. Gestern habe ich den Fensterrahmen im Bad verputzt. Das war aufregend und ich bin mit dem Ergebnis halb zufrieden, es sieht besser aus als die zwei Zustände davor: Kaputte Raufaser und Rigipsplatten. Ich werde das auch nicht streichen und dann werde ich Dinge arrangieren, es wird so schön, ihr könnt es also nicht glauben. Und dann lese und stricke ich. Ich stricke alles ein, stricken, stricken, stricken. Ich habe seit dem Winter nicht mehr gestrickt, es ist wirklich ein saisonales Hobby. Und heute passiert es vielleicht. Heute werde ich vielleicht publiziert. Es ist alles sehr aufregend. Darauf auch erstmal was stricken (drei Paar Socken für andere Leute noch).

Vier

Gestern war ich zu müde. Ich stand auf, ich kann mich nicht mehr erinner, wie. Ich guckte die letzten zwei Folgen Better Call Saul. Ich stand auf und ging zum Pferd. Ich longierte Pferd eins, ich gab Pferd eins und Pferd zwei eine Wurmkur, ich setzte Pferd drei an einem anderen Stall einen Maulkorb auf, ich ritt mit Pferd vier. Es war schön. Ich fuhr nach Hause. Ich war müde. Alles war wüst und leer. Ich will schlafen. Heute hat der Wecker geklingelt, dabei bin ich allergisch. Ich habe den Wecker immer weiter gestellt. Ich bin zum Optiker gegangen. Ich habe mein kaputtes Brillengestell gegen ein ganzes Brillengestell getauscht. Ich habe mich auf eine Tasse Tee eingeladen. Es waren drei Tassen Tee. Ich musste schnell zum Bahnhof. Ich fuhr nach Hamburg. Ich aß. Ich trank. Ich fuhr wieder nach Hause. Hier sitze ich nun und bin so müde. Meine Lippen sind noch rot, ich muss mir so viele organisatorische Gedanken machen und Handlungen ausführen, dass es mich ganz erschöpft. Ich trinke Tee. Ich mache faktische Aussagen. Sich selbst über Ich-Aussagen besser kennenlernen. Ich bin [hier eine Aussage einsetzen]. Oder, in der kapitalistischen Variante: Ich habe [hier einen Besitz einsetzen]. Die Katze sitzt, sie macht einen Katzenbuckel und setzt sich wieder. Ich glaube, die hat’s einfach raus, aber ich weiß halt nicht, was, deswegen verstehe ich es nicht. Ich verstehe eh nichts mehr. Ich gehe so raus und sehe so Menschen und ich weiß nicht, wer diese Menschen sind und warum sie da sind und was sie so machen und denken und sie sagen es mir ja auch nicht, was ich auch sehr gut finde, weil ich will echt nicht zugetextet werden, wenn ich so durch die Gegend laufe. Aber es ist sehr entrückend, das Leben. Es ist sehr erschöpfend. Ich bin müde. Ich habe Schlafmangel.

{ein Monat} August

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Im August gab es Frankfurt, Katzen, Konfetti und Bücher. Außerdem wurde Breaking Bad fertig gesehen, damit dann Better Call Saul angesehen wurde, womit es nun leider aber auch schon wieder vorbei ist bzw. das Warten auf die letzte Staffel beginnt. Es ist eine sehr sehr gute Serie.

Ansonsten gab es, wie schon gesagt, einen Tagesausflug nach Frankfurt, um die gute Großstadtluft zu atmen, dicke Bücher, ein persönliches Großereignis, das ich hinter mich brachte, eine zweite Impfung, ein paar Hamburgausflüge und ein bisschen freie Zeit zu hause. Das war alles okay so, dieser Monat. Kann nicht meckern.
J.

Zwei

Vielleicht nenne ich es einfach Abendbloggen, denn machen wir uns nichts vor: Es ist schon wieder überhaupt nicht Morgen. Es ist acht Uhr, das gilt sogar in meiner Zeitrechnung (Mittag = 15 Uhr) als Abend. Der Tag ist auch schon wieder fast vorbei. Ich habe schlecht geschlafen und bin nie wach geworden, dabei habe ich es auch erst um zwölf Uhr (früher Vormittag also) probiert. Dann habe ich mich aufs Sofa geschleppt und  noch mehr Better Call Saul geguckt. Dann wurde der Keller geräumt, Freunde besucht und eingekauft und dann ist halt auch acht Uhr, da kann man nichts machen. Gleich gibt es Abendbrot, wie bei guten Deutschen auch echtes Abendbrot. Mit grober Teewurst, wie es sich gehört. Ich habe das Gefühl, ich bin so umnebelt, dass ich heute noch keinen klaren und schon gar keinen klugen  Gedanken gefasst habe, was auch ein interessantes Gefühl ist und ja auch immerhin ein gutes Zeichen, wenn es einem als etwas Besonderes auffällt. Heißt ja, manchmal denke ich. Ein Hoch auf mich (instant Ohrwurm der schlimmen Art hier an dieser Stelle). Heute ist auch wieder irgendein Fußball, den ich nicht verfolgen werde, weil die Übertragung im Privatfernsehen stattfindet, soweit ich weiß. Das gibt es hier nicht! Ich habe heute auch Dario die Haare geschnitten, fällt mir gerade ein, das war auch ein Happening. Sonst schneide ich ihm echt immer eine richtige Frisur mit der Schere, heute haben wir die Maschine genommen und es ist sehr sehr kurz und sieht sehr sehr anders aus. Ich habe überlegt, ob ich das bei mir auch mache, aber dann wollte ich doch nicht, denn ich habe mir kürzlich erst die Haare relativ kurz abgeschnitten und vermisse seitdem die langen Haare vorne. Also war immer noch richtig, dass ich alles blondierte einfach weggeschnitten habe, aber jetzt muss ich warten, da wäre es kontraproduktiv noch mehr abzuschneiden, glaube ich. Ich sag ja, heute sind es sehr tiefgehende Gedanken. Der Plattenspieler geht immer noch nicht. Morgen bin ich zum Reiten verabredet. Mit einer neuen Person, es wird bestimmt aufregend. Jetzt gibt’s Teewurst. Und morgen klare Gedanken. Wie ein frischer Gebirgsbach. Alles sprudelt. Is‘ klar. Da lachen ja die Hühner. Jajajajajaja (die Hühner sind spanisch).

Eins

Ich wollte doch wieder Morgenbloggen – wie wir aber merken, ist jetzt nicht mehr Morgen. Aber heute wurde ich auch vom Telefon geweckt, telefonierte, wechselte in ein anderes Gespräch (trotz Urlaubs) und musste dann auch schon das Haus verlassen! Stress, sage ich euch, Stress. Ich hole es also jetzt nach und besiege auch im September wieder die Angst vor der leeren Seite, die gar nicht vorhanden war und gar nicht mehr vorhanden ist, weil ich ja gar nichts schreiben muss, ich kleiner Witzbold. Bald wird wieder geschrieben, was die Finger und das kleine, kleine Hirn so hergeben. Aber erst mal die Freiheit des Urlaubs. Vielleicht auch die Freiheit einer Reise, aber die Bahn weiß noch nicht so recht, ob sie uns fahren lassen möchte. Ich unterstütze Streiks absolut, aber ich habe trotzdem keine Lust dann zu fahren, wenn alles nur halbfährt, da bleibe ich zuhause. Und genieße hier die Freiheit, die auch beinhaltet, dass ich dann ja keine Pläne mehr habe, weil für die erste Urlaubswoche habe ich mir viel Wohnungskram vorgenommen. Bisher halte ich mich nur mittel daran, aber manche Sachen habe ich schon gemacht: Das Gewürzregel, die Schlafzimmerkommode, der Dachboden. Ich habe auch etwas am Badfenster gemacht, das mache ich aber nie fertig. Aber bald! Morgen der Keller! Jetzt gleich wird es Unmengen an Nudelauflauf und Schokolade und Better Call Saul auf dem Sofa geben, es wird so prachtvoll, ich muss jetzt schon weinen. Richtige Tränen rinnen mir über die Wangen, ich glaube, ich habe heute Wimperntusche benutzt, die zieht schwarze Spuren über mein vor Freude verzehrtes Gesicht. Vielleicht schminke ich mich noch ab, bevor es aufs Sofa geht. Ich habe schon meinen Schlafanzug an. Ich hatte heute auch schon einen großen Eisbecher in bester Gesellschaft. Der Herbst fängt sommerlich an. Ein neues Buch habe ich auch angefangen: Sy Montgomery – Rendezvous mit einem Oktopus. Die ersten Seiten gefallen mir gut, ich werde es weiterlesen, für immer lesen, lesen, lesen. Dann schreiben, schreiben, schreiben. Mit meinem prima Füllern. Füller sind so eine schöne Sache. Ich habe einen Füller für die Doktorsache bekommen (bevor die Doktorsache auch nur irgendwie abgeschlossen war), der macht mich immer noch sehr froh. Er ist blau. Ich schreibe damit große Wörter in kleine Bücher. Jetzt kann ich nicht weiterschreiben, ich muss den Tisch decken. Bis morgen.