Ich bin ein Lateiner! Deswegen koche ich (pseudo?-)italienisches Essen.

Ich erzähle euch jetzt davon, ich habe sogar Fotos gemacht. Susi sagte irgendwann, dass ich das mal machen könnte. Welcher Tag ist dafür besser geeignet als der Tag vor der (Probe)klausur? Keiner!

Das Gericht heißt „Farfalle mit getrockneten Tomaten“, obwohl bei mir eher „Farfalle mit Salami und versteckten Tomaten“ rauskam. War trotzdem lecker. Ich habe mich für dieses Gericht entschieden, weil ich Ortheils Die große Liebe (fertig) gelesen habe und die sind da in Italien und essen einfach ständig, da habe ich große Lust auf die Farbe von getrockneten Tomaten bekommen.

Das Gericht geht so:

Als erstes geht man einkaufen. Ich habe getrocknete Tomaten, Basilikum, Parmesan, Salami, Farfalle, Mülltüten und Schokolade gekauft. Die letzten beiden Sachen braucht man allerdings nicht. Und ich hatte Sachen da, die man eigentlich braucht. Gewitzt.

Zutaten, wir brauchen Zutaten!

Genauer gesagt (für eine Person):
1/2 kleine Zwiebel
2 EL Olivenöl
6 getrocknete Tomaten
1/2 EL kalte Butter
1/4 Bund Basilikum
125 ml Milch
30 g Parmesan
1/2 EL Balsamico-Creme
75 g italienische dünngeschnittene Salami
125 g Farfalle
100 ml Brühe

Die halbe Zwiebel in feine Streifen schneiden.

Ich habe das zu spät gelesen, da waren die schon gehackt. War aber wurscht, behaupte ich. Die andere Hälfte kann man sich präventiv auf sein Ohr legen, dann bekommt man niemals Ohrenschmerzen. Ich habe das nicht gemacht, meine andere Hälfte liegt im Kühlschrank. (Die Hälfte meiner Zwiebel, nicht die Hälfte meines Körpers, danke sehr.)

Tomaten ebenfalls in feine Streifen schneiden.

Das habe ich sogar gemacht, aber das erkennt man hier nicht so sonderlich toll.

Das beides in einem Esslöffel Olivenöl andünsten. Laut Rezept soll man das langsam tun.

Das dann mit Brühe ablöschen.

Brühe, die Knackwurst.

Das Ganze noch einmal aufkochen und dann zur Seite stellen. Mit Deckel drauf. Das soll eine Weile stehen, damit die Tomaten weich werden, laut Rezept ca. 10 Minuten, bei mir stand’s aber länger, weil ich die Küche teilen musste und verplant war. Ich habe nämlich erst jetzt mit den Nudeln angefangen, das war aber nicht so gut, das hätte man früher machen sollen. Merkt euch das. Also am besten gleich zu Anfang Wasser aufsetzen.

Nudeln. Auf Herd. Erlebnis des Jahrtausends.

Ich mache immer zu viele Nudeln!

Basilikum hacken.

Das hat bei mir nicht gescheit funktioniert, weil ich gar kein Häckemesserwiegendings habe, dabei sind die so cool.

Salami in Streifen schneiden.

In der Packung waren nur 70 g, da habe ich dann auch noch genascht von, war also deutlich weniger als 75 g und immer noch echt genug.

So. Die Nudeln kochen jetzt immer noch, bei mir jedenfalls. Wenn man die früher kocht, kochen die jetzt bestimmt nicht mehr, dann muss man sich irgendwie überlegen, wann man folgendes zeitlich machen möchte:

Milch mit Parmesan.

Milch kurz aufkochen, salzen und den Parmesan dazu geben. Laut Rezept soll man das mit einem Pürierstab schaumig aufmixen, aber ich hab‘ keine Ahnung, wo der Pürierstab ist und fragen wollte ich nicht. Ich habe also einfach nur kräftig gerührt.

Wahnsinnig spannender Zwischenstand I

Tisch ist gedeckt, Basilikum, Salami, Butter und Pfeffer warten auf ihren Einsatz.

Wahnsinnig spannender Zwischenstand II

Nudeln kochen, Pfanne mit Zwiebeln und Tomaten warten.

Dann ging’s weiter!

Tomatenzeugs wieder erhitzen, Salami dazu, aber nur kurz, wird sonst angeblich hart. Nudeln rein, Butter, 1 EL Olivenöl und Basilikum unterrühren. Salzen (wenig) und pfeffern (eher viel!).

Nudeln in der Pfanne.

Wie gesagt, ich hatte zu viel Nudeln gemacht, das Verhältnis sollte also eigentlich anders sein.

Als letztes: Nudeln auf den Teller, Balsamicocreme drüber träufeln (finde ich eher überflüssig, aber okay) und die Milch-Parmesan-Pampe drüber gießen.

Lecker!

Das war lecker. Aber auch zu lasch. Ich würde das mehr würzen, schätze ich.
Außerdem finde ich, in (fast) jedes Essen sollte Knoblauch.

Satt,
Josefina