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[ein weich gekochtes Ei]

Ich bin wieder aus Lappland zurückgekehrt, auch wenn niemand weiß, warum man da wieder fort fahren sollte.

Der Reihe nach: Die Abfahrt war so gegen halb elf abends in Tampere, zwei volle Busse, um die hundert Leute. Hurra! Und so fuhren und fuhren und fuhren wir. Manchmal haben wir angehalten, aber bis zum nächsten Morgen so gegen acht Uhr ist nichts passiert. Da dann eigentlich auch nicht, denn es war Frühstückspause und ich bin nicht mal ausgestiegen.
Um zehn ist aber was passiert, da waren wir in Rovaniemi! Gefühlt sehr am Rande, aber vielleicht sieht Rovaniemi auch überall so aus. Dort gab es einen Supermarkt, uiuiui.

Erstmal sind wir aber nicht in den Supermarkt gegangen, sondern haben die Skischanze aus der Ferne angeblickert. Hübsch, hübsch. Runterspringen möchte ich da aber nicht, das können wir hier gleich mal festhalten.



So, nach dem Guckern, sind wir dann doch in den Supermarkt. War eine prima Gegend da. Zwei Supermärkte, ein Alko, eine Apotheke und eine Post. Und viel Eis, alles ist sehr rutschig gewesen.

Wir sollten alle mächtig viel einkaufen, weil das die letzte Möglichkeit darstellen sollte, aber das war geschummelt, man konnte noch dauernd einkaufen! Egalo. Ich hatte eh Frühstück und Abendessen dazu gebucht, weil faul. Weil praktisch.

Jedenfalls sind wir dann weitergefahren, noch weiter in den Norden. Zum Polarkreis. Da sind wir dann drüber gefahren! Und dann waren wir im Weihnachtsmanndorf! Hurra! Hurra! *konfetti*

Erstmal aber zurück zum Polarkreis, weil ich kann auch Touristenfoto, yeah.

Nein, ich habe gar nicht gefroren. Eigentlich habe ich wirklich nicht gefroren, aber wenn man davor Stunden in einem Bus sitzt, dann erscheint die Außenwelt doch mysteriös, ja sogar einschüternd. Ich bin sehr klein. Ich habe mich nicht anders gefühlt als vorher als ich den Polarkreis dann mehrfach überschritten hatte. Komisch.

Das Weihnachtsmanndorf, welches mir von Anfang an suspekt erschien, bleibt mir suspekt. Es war enorm leer dort. Und nebelig.



Da stehen so ein paar Hütten, die alle (naja, viele) miteinander verbunden sind und dann gibt es da drinne ganz viele Souvenirshops, die alle das gleiche für den gleichen Preis verkaufen. Alles, was ich haben wollte, war entweder zu teuer (Rentierfelle! Wollstrümpfe!) oder nicht notwendig (ein weiteres Paar Handschuhe!), deswegen habe ich bis kurz vor Schluss gar nichts gekauft.

Ich fand das auch nicht besonders liebevoll gestaltet oder irgendwas. Traurig. Dann dachten wir so, dass wir ja doch mal den Weihnachtsmann besuchen könnten, auch wenn ich nicht sonderlich interessiert daran war. Aber der hatte eh Mittagspause. Ein Glück für mich, denn ich weiß gar nicht, was ich da hätte tun sollen.

Dann passierte doch noch etwas tolles, draußen gab’s nämlich Rentiere! Ich habe eigentlich noch nie zuvor Rentiere gesehen! Und die sind ja wohl mal ooooberniedlich!

Außerdem gab es dort ein Feuer, das war warm, der Rest war nämlich überrraschender Weise kalt.

Als letztes sind wir dann noch zur Weihnachtsmannpost gegangen, die bestimmt voll toll ist, aber ich fand die nicht sooo toll.


Sinnvolles Souvenirshopbild am Schluss!

Naja. Aus mir wird kein großer Weihnachtsmanndorffan. Aber ich glaube, das ist auch nicht so schlimm.
Ah! Ich habe einen kleinen Sternweihnachtsanhänger gekauft! Übrigens!

Danach sind wir weitergefahren, nochmal fünf Stunden weiter in den Norden. Unterwegs habe ich Rentiere gesehen! In echt und frei! Und einen Fuchs! Und ein Mininordlicht! Und immer mehr Schnee! Und der Busfahrer fährt einfach immer weiter, ich hätte da ja nicht fahren wollen. Aber ich bin auch kein Busfahrer, vielleicht liegt es daran.
Jedenfalls hatten wir dann unseren Zielpunkt erreicht: Vasatokka. Ein verheißungsvoller Name. Die Zimmer sind in Ordnung, das Abendessen war lecker, die Leute da sind nett. Ich war in der ersten Saunagruppe und die Sauna war noch nicht warm und eine Sauna, die nicht warm ist, verfehlt ihren Zweck. Ansonsten war aber alles super.

Und die prima Aussicht die nächsten Tage keinen Bus mehr zu fahren, ist auch ziemlich beruhigend, obgleich ich immer noch nicht ungerne Bus fahre.

So isses, so isses.
Josefina