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[Eisfischen]

Guten Morgen, meine lieben Damen und Herren, liebe Kinder.
Das ist schon der vorletzte Lapplandeintrag, hurra!

Das Heim, das Heim, das schöne Heim – so sieht es da ein bisschen aus. Die Außenansichten zeigen die Fensteraussicht, die ich aus meinem Hochbett (yeah!) hatte. Von drinnen ist das sehr gemütlich.

Es ging aber bald raus: nach einer kurzen (!) Einführung wie man am besten überlebt, wenn man draußen rumflitzt, durften wir selbst üben.
Angefangen hat’s mit Eisfischen. Das ist ja mal eine lustige Sache. Ich habe das Loch ganz alleine in das Eis gebohrt. Und ich habe den Wurm aufgespießt. Und die Angel da rein gehalten. Ich habe nichts gefangen, aber manche anderen haben etwas gefangen; das wurde dann wieder reingeworfen. Eisfischen ist schon dann lustig, wenn man mit einer großen Gruppe auf einem kleinen See steht, wie witzig muss das erst sein, wenn man wirklich quasi alleine ist?

Eisangeln ist eine sehr meditative Angelegenheit

Die beiden Typies auf dem Bild, das sind die Busfahrer. Die sind total die echten Finnen, deswegen sieht das bei denen viel professioneller aus.
Aber für uns gab es dann erstmal Pause, weil wir so hart gearbeitet hatten. Keine Fischsuppe, aber andere Suppe. Vom Feuer. Könnte ich mich auch dran gewöhnen.

Suppe

Ich kann mich jetzt auch dran gewöhnen, weil ich danach gelernt habe, wie man ein Feuer macht. Ich bin ja nicht so gut mit Feuer, muss ich hier mal kurz sagen, weil ich das für enorm gefährlich und gruselig halte. Ich habe das trotzdem mit einem Streichholz sehr schnell anbekommen, weil ich mein Holz vorher prima in die richtige Form geschnitzt hatte (ich weiß nicht, wie man das richtig sagt. :(), Huld und Jubel. Ich verrate hier mal nicht, dass ich es nach ungefähr fünf Minuten wieder erstickt habe, weil ich das Prinzip Feuer nicht verstehe. Ich weiß auch nicht wie sehr „Überlebenstraining“ das ist, wenn man davon ausgeht, dass man immer Streichhölzer bei sich hat. Ich habe NIE Streichhölzer bei mir. Aber eigentlich will ich ja auch nicht in der Wildnis verloren gehen.

Danach haben wir ein Quinzhee gebaut, das ist sowas wie ein Iglu, man baut es nur anders. Man macht nämlich einfach einen großen, großen Schneehaufen, wartet einige Stunden bis das sich so verdichtet hat und holt dann den ganzen Schnee wieder raus. Das Schnee rausholen ist eine ätzende Arbeit, man liegt auf dem Bauch und hat dauernd Schnee im Gesicht, aber lustig, lustig ist es trotzdem. Und wenn man fertig ist, ist das Licht innen ganz schön! Da kann man nun prima drinne schlafen, haben wir aber nicht gemacht. :(

Hurra! Werbung!

Als letzten Programmpunkt stand ein GPS-Lauf mit Schneeschuhen auf dem Programm. Wir bekamen also Schneeschuhe und ein GPS-Dingsiegerät und mussten damit zu vorher einprogrammierten Punkten laufen, damit wir aufregende Rätsel lösen können. Schnitzeljagd im Schnee! Schneeschuhe sind lustig. Ich habe erst nicht geglaubt, dass das so gut funktioniert wie es funktioniert, aber es funktioniert sehr gut und man kann auch durch hohen Schnee sehr gut damit laufen. Ein bisschen anstrengend ist es trotzdem.

Danach war das Programm beendet, denn es war schon halb drei und damit dunkel! Ich habe nicht mehr besonders viel unternommen an diesem Tag. Tee trinken und nicht frieren, das ist die Devise. Ich habe aber noch einmal Umgebungsfotos gemacht! Haha! Auf dem ersten Bild sieht man das Hauptgebäude, da habe ich auch geschlafen!

Abends wollten alle unbedingt noch Nordlichter sehen, weil wir ja fahren würden am nächsten Tag, aber ich finde diese Verbissenheit mysteriös und ein stückweit auch bescheuert. Ich bin trotzdem einmal mit rausgegangen. Es gab ein MINInordlicht, das weg war bevor man es überhaupt gesehen hat und ansonsten war es dunkel, aber trotzdem ganz schön.

Aber ich musste auch noch Koffer packen, oh jee. Habe ich gemacht. Dann habe ich geschlafen.
Auf bald.
Josefina