Schlagwörter

, , ,

Die Fahrt nach Wien: lang, lang, lang. Dämmerung bis Würzburg, danach ein auf und ab. Wo war die Landschaft? Vielleicht in den Keksen.

Wien; erste Eindrücke: verzweifelte Suche nach der exotischen Note, aber es ist dann doch sehr ähnlich. Gleichzeitig: deutsche Städte sehen anders aus. Kleiner. Die Häuser sind hoch, die Straßen breit. Jedoch: das Wasser ist ein Bächlein. Es rinnt.
Wien sieht hier aus wie Irving-Wien: irgendwie tot, irgendwie stehengeblieben. Von gestern und das nicht im negativen Sinne, jedenfalls nicht zwingend. Nur grau, grau sieht es aus. Februargrau. Es passt wunderbar. Wien erfüllt sich selbst. Ich warte nur darauf, dass die Bären entkommen. Aber der Rest der Stadt hat da sicherlich etwas zu bieten und wer sagt schon, dass ein Bär immer ein Bär sein muss? Hauptsache der Nebel hüllt die Stadt weiter ein, denn von der grauen Geisterstadt bin ich überzeugt. Die Dame, sie ruht.
Und ihre Sprache passt nicht zu ihrem Aussehen, denn die ist lustig, klingt neckisch und niedlich. Wien sieht nicht niedlich aus.

Gegessen: Wiener Schnitzel mit Reis, Apfelschorle. Einen schwarzen Tee.

Josefina, das Fräulein