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So, ein froher Dienstag in München. Ich war voll alleine unterwegs, weil es ja Leute gibt, die arbeiten müssen. Ich gehöre ja zum Glück nicht dazu.

Also habe ich erstmal meine Sachen am Bahnhof eingeschlossen und bin dann zum Marienplatz gefahren.

Als erstes habe ich mal die Frauenkirche angesehen, weil ich dachte, die müsse man bestimmt ansehen. Von außen sieht die ja auch nett aus, von innen ist die eher langweilig. Die Fenster sind auch gar nicht so knorke wie Kirchenfenster sonst so sind. Traurig, traurig. Die wirkt auch irgendwie gar nicht so groß wie sie (angeblich) sein soll. Naja. Ich war auch nur ca. drei Minuten drinne, dann bin ich weitergegangen.

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Unterwegs habe ich eine lustige Blaskapelle getroffen. (Das ist keine Blaskapelle, aber ich schreibe das Wort so gerne, sorry.) Spargel und Kirschen und (italienische) Erdbeeren wurden und werden auch überall verkauft.

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Dann hatte ich aber mein nächstes Ziel erreicht: Ich wollte ja mal auf den Alten Peter hochklettern, weil ich ja gerne auf Städte blicke, muss was mit meiner royalen Ader zu tun haben. Ich winke mal wieder huldvoll. Für Studenten kostet der Aufstieg nur einen Euro und der Weg nach oben ist ein langer und steiniger, vor allem ist es auch sehr eng und man muss sich immer an denen vorbeiquetschen, die gerade wieder hinabsteigen (bzw. wenn man gerade selbst hinabklettert, an denen, die gerade noch den traurigen Aufstieg vor sich haben).

IMGP7979Turm des alten Rahthauses

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Blick auf die Frauenkirche

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Neues Rathaus und Marienplatz (wie man sieht deutlich leerer als noch Samstag)

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Rechts der Viktualienmarkt, ich hatte mir den ja immer größer vorgestellt.

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Dann bin ich wieder runter und hatte nicht mehr so genau einen Plan, aber noch Zeit, deswegen bin ich so rumgelaufen. Ich habe kurz überlegt in die Residenz da zu gehen, aber dafür hätte die Zeit dann doch nicht gereicht.
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Ich war dann doch im Dallmayr-Dingsi, aber bis auf, dass es da gut riecht, ist das auch eher uninteressant. Nachdem ich eine Weile einfach rumgelaufen bin, bin ich zum Karlsplatz gelaufen, weil ich dachte, da würde was Spannendes passieren. Unterwegs war ich sogar im Bayer-Fanshop, weil. Jetzt haben wir totschicke (!) Eierbecher, hihi.

Karsplatz selbst ist jetzt halt auch einfach bloß ein Platz und da spritzt halt Wasser rum. Ich saß einen Moment da.

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Dann bin ich zum Hauptbahnhof gelaufen, habe den Herrn getroffen (kompliziert! Finde mal einen Treffpunkt mit jemanden wie mir, der da nichts kennt!) und saß dann ’ne Weile in einem Café rum, weil irgendwann würde ja auch mein Zug fahren und so richtig was anzusehen in der Innenstadt gab’s dann auch nicht mehr, hatte ich so den Eindruck. Habe ich mich da sehr getäuscht? Oh jee!
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Dann bin ich nach Hause gegondelt, sechs lange Stunden lang. Die Landschaft, die man so aus dem Fenster sieht, sieht so idyllisch aus, dass ich Ruhrpott-Heimweh bekomme. Idyllische Landschaft sieht nämlich immer so nett aus, dass ich denke, dass das nur dazu da ist als die Verbrechen zu überdecken, die dort geschehen. Der Pott versucht nichts zu überdecken, damit komme ich besser zurecht. Mit dem Dialekt auch.

Dahoam is‘ dahoam,
Josefina