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Ich bin müde, aber jetzt ist tatsächlich alles fertig gestrichen. Meine Arme sind weiß gesprenkelt, weil ich die Farbrolle geschwungen habe. Alles leuchtet. Nur mein Licht, das wird langsam ausgeknippst. Knippsknapps, aus die Glühbirne der Erleuchtung und der ewigen Jugend.

Innerlich bin ich gerade mindestens neunzig. Ich bin die alte Oma, die aus dem Fenster guckt (mit einem extra Kissen, damit meine armen, alten Ellbogen geschützt werden) und auf die Jugend schimpft. Zu meiner Zeit, da hätte es sowas nicht gegeben! Zu meiner Zeit, da herrschte noch Anarchie und Chaos! Das waren noch Zeiten, da gab’s noch Cornflakes direkt aus der Packung! Aber die Jugend, die Jugend, das sind doch alles Manager und Bankangestellte und Bausparer. So ist das. Ich gräme mich.

(faltig ab.)
Josefina