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Kinder, wisst ihr was? Die Marseille-Fotos liegen jetzt nicht mehr nur ungesehen und unbearbeitet hier rum, seit fast ’ner Woche liegen die geordnet und fertig hier. Auf der Festplatte. Sogar in einem Ordner auf dem Desktop – und wer mich kennt, weiß, das heißt schon etwas, denn ich habe niemals etwas auf dem Desktop, weil ich das nicht leiden kann. Ich verabscheue das nahezu. Ich hatte aber keine Lust zu bloggen, ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich inzwischen Lust habe. Ich versuche es mal, aber ich muss auch ehrlicher Weise sagen, dass ich mich an den ersten Tag (die ersten Tage?) in Marseille nur so halb erinnere, aber ich habe ja Fotos und Ausgaben-Tagebücher, deswegen dürfen die Spiele jetzt beginnen.

Tag 1 (Ausgaben: Tabak + Feuerzeug, Essen + Tee + Kaffee, Baguette).

Der erste Tag begann mit Aufregung, die ich aber halb verschlafen habe (weil mich ein gewisser Jemand ja auch nicht geweckt hat als wir in den Hafen von Marseille eingefahren sind! Ich hab’s verpasst!), jedenfalls bestand die Aufregung darin, dass Camilla in Krankenhaus gebracht werden musste. Dann gab’s frühstück und den wunderbaren Blick auf den alten Hafen von Marseille, der von einem Boot doppelt so cool ist wie von außen, ist ehrlich wahr. Ein großer Teil der Mitreisenden reiste weiter zum Flughafen und das Boot erschien auf einmal sehr leer, aber das hat auch seine netten Seiten. Nett ist es auch, mal wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Und französische Cafés sind prima. Alles in Marseille ist prima. Das Wetter war prima. Marseille sah (und sieht) genauso aus wie ich es mir immer vorgestellt habe und in meinem Kopf war es immer die großartigste Stadt, die es jemals geben könnte, und dann sah es wirklich so aus! Wie aufregend! Ich flipp‘ aus! Der erste Tag war aber bis auf den kurzen Ausflug noch hauptsächlich auf dem Boot.

Tag 2 (Essen (Tee!), Cocktails, Kräuter der Provence, Baguette)

Der zweite Tag war eigentlich wie der erste, außer dass wir alle zusammen ein bisschen durch die Stadt gezogen sind und was gegessen haben (in einem arabischen Imbiss) und alles immer noch toll war. Wie machen französische Bäcker das, dass das Baguette ernsthaft anders (halt besser) schmeckt als bei Deutschen? Ist das, weil es mehr gekauft wird, sie deswegen öfter nachbacken und man immer eher ein frisches bekommt? Oder haben die ein Geheimnis?! Gut, dass ich später auch mal französischer Bäcker werde (is‘ wahr, der Plan ist total alt). Dann war auch der zweite Tag zu Ende und ich schlafe sehr gut auf Booten, wenn sie nicht fahren. :)

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Blick vom Boot in die eine und in die andere Richtung.

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Ann und Anders schieben die verletzte Camilla.
Dario und Josefina sehen komisch aus. Judith wird hinterrücks fotografiert.

Oh, jetzt habe ich wieder Reisesehnsucht.
Josefina