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Guten Morgen ihr Pappnasen!

Ich bin wach, ich bin da, ich habe Lust auf alles, nur auf die Hausarbeit nicht. Also werde ich nun bloggen, dann frühstücken, dann Regale lackieren, dann DVD-Cover basteln, dann sporteln und dann vergessen haben, dass es Hausarbeiten gibt. Vielleicht werde ich sogar Hausarbeiten durch Hausarbeit ersetzen, denn das erscheint mir clever.

Erstmal beantworte ich aber Marinas clevere Fragen, weil ich es kann! Bombe, sage ich da nur, BOMBE!

Es handelt sich hierbei übrigens um einen Award, denn ich aber nicht verdiene, da ich wohl keine weiteren Blogs nominieren werde und damit die Spielregeln ernsthaft verletzte. Traurig, traurig.

0fccc-liebster21. Warum beantwortest du meine Fragen?
Weil ich dich so entsetzlich liebe?! Und ich sonst was anderes machen müsste, siehe oben.

2. Stadt oder Land?
Das ist eine Frage, über die ich in letzter Zeit viel nachdenke, weil ich ja jetzt auf dem Land wohne. Und da sieht man schon, dass das eine Frage der Perspektive ist, weil Lüneburg ja nun nicht wirklich Land ist, aber eben schon eine Kleinstadt. Aber ich bin eben ein Stadtkind. Und wie dankbar ich dafür bin, dass ich in einer Großstadt aufgewachsen bin, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen! Ich werde niemals ein Dorftrottel sein! Ich werde niemals in einer Stadt stehen und alle (alle!) werden mich anstarren, weil ich für einen Jungesellinnenabschied in eben jene Stadt gefahren bin und mich aufführe wie sonstwas (gut, ich werde nie einen Jungesellinnenabschied haben oder hingehen, weil ich das Konzept für sehr schwachsinnig halte, genau wie das ganze Heiraten an solches), aber trotzdem! Für die Kindheit und Kinder, die meistens ja einfach keine Wahl haben, auf jeden Fall also pro Stadt. Je größer desto besser. Stopft die Menschen in die Häuser bis sie platzen (die Häuser, nicht die Menschen). Und nun wohne ich ja trotzdem in einer Kleinstadt und es gefällt mir ganz gut. Das liegt aber sicherlich auch daran, dass ich immer noch nicht fertig bin über das Kleinstadtleben zu lachen (ich bin ein bisschen gemein), ich mehrere Tage pro Woche in Hamburg bin und ich eigentlich zu wenig raus gehe, um zu merken, wo ich überhaupt wohne. Außerdem verweigere ich die „Alle Nachbarn kennen sich“-Gewohnheit, die hier im Umlauf zu sein scheint, was dazu führt, dass mich sicherlich alle Nachbarn kennen, ich sie aber nicht (außer die hier im Haus, aber das ist nicht zu vermeiden und die sind nett).
Ansonsten stelle ich mir Landleben (vor allem in einem Alter, in dem man es nicht selbst gewählt hat) einfach so unendlich nervig vor. Man kommt nie irgendwo hin, weil Busse immer doof fahren, es gibt keine Geschäfte, das Dorfkino spielt alles mit 100 Jahren Verspätung und auf Originalversionen kann man lange warten, das Internet ist nicht gescheit ausgebaut und so weiter. Ich merke das auch immer, wenn ich mit dem Bus zum reiten fahre und da dann diese Schulkinder drinne sitzen, die teilweise wohl eine Stunde mit dem Bus nach Hause fahren. Jeden verdammten Tag. Da würde ich ja wahnsinnig bei werden. Wenn ich um Punkt acht an der Schule sein musste, bin ich halt um zwanzig vor mit dem Fahrrad losgefahren, wenn die um kurz vor sieben ihren Bus verpassen, ist der Tag gelaufen. Das kann doch nicht angehen.
Das ich ein Stadtkind bin hat trotzdem den Nebeneffekt, dass ich meine romantisierte Vorstellung vom Landleben behalten kann und ich mir das Leben als französischer Dorfbäcker deswegen sehr gut ausmalen kann und mich schon sehr sehr darauf freue. Wenn ich alt bin, dann brauche ich ja auch keine Stadt mehr, dann bin ich ja Franzose.
Übrigens ist Lüneburg natürlich nicht die kleinste Stadt, in der ich jemals wohnte bisher, aber Valkeakoski ist halt Finnland und da ist alles anders. Die Infrastruktur ist besser und ich habe natürlich in der Innenstadt von Valkeakoski gewohnt, da hat man total das Gefühl in einer Stadt zu leben. Nicht. Dauerhaft würde ich da aber auch nicht wohnen wollen. Kurze Antwort also: Stadt. Stadtstadtstadt. Lasst das Land weg, gebt mir einen Fluss.

3. Twilight oder Shades of Grey?
Shades of Grey, weil ich die Doofheit des Buches für offensichtlicher halte und meine Hoffnung deswegen größer ist, dass mehr Menschen das merken und das würde mich freuen. Außerdem geht es in beide Büchern nur um Sex, da finde ich es besser, wenn es wenigstens da steht, auch wenn es in Shades of Grey in schlechter Weise da steht. Außerdem glitzert in dem Buch wenigstens niemand und die Beziehungsstrukturen sind ja in beiden Büchern gleich und gleich dämlich.

4. Ist Friedrich Liechtenstein supergeil?
Nein. Warum sollte Werbung in irgendeiner Form supergeil und nicht gefährlich und dämlich sein?
Mal abgesehen davon, ist der Text langweilig und die Musik fetzt nun auch nicht gerade. Ich muss allerdings sagen, dass ich nur die ersten 40 Sekunden geschafft habe, danach war’s mir zu langweilig. Ich kapiere den Hype auch so gar nicht.

5. Sind Couchtische die spießigsten Möbelstücke der Welt?
Tendenziell ja. Ich überlege gerade, ob mir noch was spießigeres einfällt. Ecksofas. Mit einem Couchtisch davor. Da schüttelt’s mich. Allerdings mehr bei der abstrakten Vorstellung als bei der eventuellen konkreten Ausführung, denn die kann wohl recht unspießig gelingen.
Jetzt kommt halt nur das Problem, dass Couchtische teilweise recht praktisch sind, leider. Wir haben auch eine Art Couchtisch, eine Badezimmerbank, damit ich die Tastatur, meine Füße und meinen Tee und mein Essen beim Serien betrachten ablegen kann. Aber er sieht wenigstens nicht so Couchtischig aus, damit komme ich besser klar.
Und ein weiteres Problem: ist alles, was spießig wirkt, immer spießig? Und ist das schlecht? Ich habe damit ja ein rasendes Problem, weil ich gerne nicht spießig wirken möchte, es teilweise tu und dann aber eigentlich doch nicht bin und ich nicht richtig weiß, was ich damit anfangen soll. Ich kann ja nicht auf einmal alles ändern, damit ich auf gar keinen Fall spießig wirke und dann ist mein Leben auf einmal sehr unangenehm! Aber! Aaah. Ich schmeiß‘ einfach das Sofa weg. Ohne Sofa ist ein Couchtisch nicht mehr spießig. Problem gelöst.

6. Theater oder Kino?
Ja, also! Atmosphärisch mag ich sicherlich beides, allerdings sind die gezeigten Produktionen oft Grütze hoch drei, denke ich, deswegen gehe ich in beides nicht sonderlich oft. (Und auch weil mein potenzieller Mitgeher noch antier ist als ich.)
Wenn ich mich zwingend für nur eins und das für immer entscheiden müsste, würde ich Kino wählen, weil der Popcorngeruch und die großen Leinwände in mir eine Nostalgie wecken, die das Theater in mir nicht wecken kann, da ich damit noch nie eine große Verbindung hatte.

7. Dazu passend: Wie oft warst du in diesem Jahr schon im Kino und welche Filme hast du dabei gesehen?
Kein einziges Mal. Und während ich nicht da war, habe ich keinen Film gesehen. Ich kann mich gerade nicht erinnern, dieses Jahr überhaupt einen Film gesehen zu haben. Außer man zählt die Sherlock-Folgen als Filme, dann habe ich drei gesehen und fand 2,5 davon schlecht. Und das, meine Damen und Herren, ist der Grund, warum ich keine Filme gucke. (Dabei gibt es so gute Filme, oh jee!)

8. Wie oft warst du in diesem Jahr schon im Theater und wenn nicht, warum nicht? Wenn doch, welche Stücke hast du gesehen?
Keinmal. Warum? Ich habe mir keine Spielpläne angesehen, habe also keine Ahnung, was überhaupt gelaufen wäre, und es hat mich auch nicht sonderlich interessiert. Es macht mich auch nicht sehr traurig, nicht im Theater gewesen zu sein, was mich viel mehr bekümmert ich meine lange Abwesenheit aus Bibliotheken. Nicht, weil ich neue Bücher bräuchte, sondern weil ich Bibliotheken mag. Das Theater und ich, wir sind einfach keine besonders guten Freunde. Auch weil viele Theatergänger so ostentativ ins Theater gehen, davon muss ich kotzen. Das ist wahre Spießigkeit, da könnt ihr auch alle euren Couchtisch behalten.

Wieviel ich einfach geschrieben habe.
Ich habe keine Lust andere Leute zu fragen.
Bombe! Jetzt Früstück. Mit Tee.
Josefina