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Ich bin übrigens heil wieder im Lande angekommen, bereits am Montag. Seitdem habe ich mich aber eigentlich – bis auf für ein Seminar – nicht wesentlich vom Sofa fortbewegt, ich weiß auch nicht genau, wieso. Dementsprechend habe ich nicht mal meinen Rucksack wieder ausgepackt oder so etwas. Aber heute (!) erledigt ich total viel, wenn ich aus dem Stall wiederkomme, dann werde ich ein kleiner Wirbelwind der Produktivität, das fleißigste aller Bienchen.
Wenn ich denn jemals zurückkehre oder jemals überhaupt losfahre. Gerade stand ich schon vergnügt an der Bushaltestelle, der Bus kam, ich wollte mein Tickert hervorholen und war einfach nicht da! Schlagartig wurde mir klar, dass ich das gestern nicht wieder ordentlich eingesteckt hatte, sondern einfach in die Tasche geworfen hatte und es deswegen immer noch dort war, die Tasche aber nicht hier und so musste ich den Bus fahren lassen und sitze nun deswegen wieder am Schreibtisch, tippe diese ergreifenden Zeilen und fahre eine Stunde später.
Das sind so Momente, in denen ich mir denke, ich sollte mir einfach, einfach ein Auto kaufen. Das sind dann aber so Momente, in denen mir einfällt, dass ich einerseits überhaupt nicht Auto fahren will und dass ich andererseits mein Geld lieber für schicke Reisen ausgebe als für dumme Blechkisten, die am Ende auch noch kaputt gehen und mich tot machen. Ich will nicht tot gemacht werden.

Ich will eigentlich gar nichts mehr.
Diese ganzen Feiertage und meine allgemeine Stimmung haben mich auch komplett aus diesem Leben, das sich Alltag nennt, herausgerissen.
Ich finde schon den Weg zur Uni nicht mehr. Alles scheint sehr weit weg. Ich habe nicht mal mehr das Gefühl irgendwas machen zu müssen. In mir ist Sommerurlaub. Für immer.

Ich will halt eigentlich gar nichts mehr,
Josefina