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So, es muss ja hier mal losgehen.

USA-Reise 2014
Die Anreise

Die Anreise hat lange gedauert. Die Reise begann nämlich am 12.9 um zehn Uhr morgens in Lüneburg. Es wurde nach Hamburg gefahren, dort wurde eine Hausarbeit und die Bücher zu dieser Hausarbeit abgegeben, dann wurde zum Busbahnhof gefahren. Dort habe ich zum ersten Mal in meiner vegetarischen Zeit einen McDonald’s aufgesucht, aber der Veggieburger ist schlicht wiederwärtig, das geht ja mal gar nicht! Um Viertel vor eins stiegen vier Leute in den Bus, zwei blieben zurück (D. und A., die waren nur freundliche Busbegleiter) und der Bus fuhr Richtung Berlin. Mit einer Pause und etwas Verspätung waren wir in Berlin.

In Berlin trennten sich die vier Gefährten in drei Gruppen – ich bin alleine nach Wedding gefahren, habe die Übernachtungswohnung gefunden, meinen Koffer in den tausendsten Stock geschleppt und habe auf meine Mama gewartet. Dann war meine Mama da und ich habe prima indisch mit meiner Mama gegessen und wir sind durch das nächtliche Berlin spaziert. Dann musste geschlafen werden, denn der Wecker würde um fünf Uhr morgens klingeln.

Dann wurde also um fünf zum Flughafen gefahren, am Airport-Transport-Bus wurde aus meiner Einzelgruppe wieder eine dreier Gruppe und am Flughafen waren wir dann wieder alle vier vereint, hurra! Da waren wir erstmal alle beruhigt, denn wir waren immerhin schonmal am Flughafen, es konnten nur noch hundert andere Dinge schief gehen. Also Check-In.
1. Schock-Moment: „Sie fliegen also über Rom?“ Nein! War dann aber nur eine freundliche Frage, weil viele Flüge über Rom gehen, wir fliegen aber über Helsinki.
2. Schock-Moment: „S., haben sie denn auch ESTA beantragt?“ Ja, hat sie! Hat sich auch geklärt.
Waren dann alle eingecheckt und durch die Sicherheitskontrolle. Alle noch erleichterter, weil Gepäck abgegeben und mit den richtigen Tickets ausgestattet. Nur noch 99 Dinge, die schiefgehen könnten. Ein Schritt nach dem anderen.

Flug von Berlin nach Helsinki langweilig wie immer. Weil ist nicht so lange. Aber wir sind angekommen! Dann Aufenthalt in Helsinki, so zwei Stunden. Pulla für mich! Wir waren überraschend wach, dabei hatten wir doch so wenig geschlafen.

Dann wieder Boarding, in den Flieger nach New York. Alle noch erleichterter – wir waren also schonmal alle vier im Flieger, da haben wir auch nicht mehr dran geglaubt (gab ein paar Umstimmigkeiten bei der Buchung und mit den ganzen Einreisesachen, deswegen lebten wir in ständiger Furcht).

Flug. Flug ist lange. FinnAir-Flugzeuge sind ganz nett. Marimekko-Decken und Kissen. Fernseher an den Sitzen. Freundlicher Service. P. und ich bekommen vegetarisches Essen (wundersamer Weise, eigentlich hatte das bei mir bei der Buchung gar nicht geklappt), H. nicht. Merkwürdig! Aber das eine Essen war eh vegetarisch, deswegen war das da noch egal.

Ich habe geguckt: Dark Shadows (billig, teilweise „lustig“, aber ein guter Flugzeugfilm, weil man da eh nichts konzentriert gucken kann) und The Fault in our Stars (megaschlecht, megaanstrengend, megadumm, megamanipulierend – ist das Buch auch so scheißig?) und einige Folgen billiger Comedy-Serien. Ich hatte irgendwann Kopfschmerzen, weil der Bildschirm schon schlecht war, ich konnte mich aber auch nicht aufraffen was anderes zu tun.

Dann gab’s noch mal einen Snack, P. und ich wieder vegetarisch, H. nicht, die beschwert sich. „Ach, hier ist noch eins von einem Gast, der nicht gekommen ist“, sprach die liebe Frau Stewardess und reichte H. ein vegetarisches Brötchen. Darauf stand H.s Name. Wir wissen immer noch nicht genau, warum gelaubt wurde, sie befände sich nicht an Bord. Sie hat ja genau wie alle anderen überall ihr Ticket vorgezeigt und saß auf dem richtigen Platz und so. Da haben wir dann wieder Angst bekommen, dass wir nicht einreisen dürfen oder so. Aber erstmal sind wir dann doch irgendwann in New York gelandet.

Da haben wir unser Gepäck geholt und sind zur Sicherheitskontrolle. Da wird man angeschrien, in welche Schlange man sich stellen soll, dabei war’s gar nicht voll und das war ziemlich klar, was man tun sollte. Egal. „Seid ihr eine Familie?“ „Äh… nein?“ Wir sehen gar nicht familienmäßig aus, ey! S. und mein Sicherheitskontrolleur konnte Deutsch, das war niedlich. Und dann waren unsere Fingerabdrücke schon genommen, wir mussten unsere Adresse angeben und durften gehen. Wir waren tatsächlich in den USA. Einfach so. War sehr langweilig, aber darüber beschwere ich mich nicht.

Gab also eigentlich nur noch fünfzig Sachen, die schiefgehen konnten.
Aber dann haben wir auch die richtige U-Bahn gefunden und nach einem langen Kampf auch Tickets gekauft (kein Bargeld auf unserer Seite, teilweise wollen die Automaten nur US-amerikanische Kreditkarten, man muss PLZ eingeben und so). Dann sind wir gefahren, ausgestiegen und haben auch den Weg zur Wohnung gleich gefunden. Wir haben ja geAirBnbt. Dann standen wir vor dem Haus und es gab eigentlich nur noch eine Sache, die nicht klappen konnte. Die hat dann auch erstmal nicht geklappt.

Da war nämlich einfach niemand. Und dann stehste da so in New York. Und denkst dir, dass das jetzt nicht so gut ist. Aber man kann sich auch nicht richtig aufregen, weil das bringt auch nichts. Die Handynummern, die wir von der Dame hatten, die gingen alle nicht. Wir standen da also so. Dann sind wir in einen Eckladenkiosk gegangen und haben gefragt, ob’s irgendwo Internet gibt, die haben uns ihr iPad geborgt (megalieb!) und wir konnten der Dame wenigstens eine Nachricht schreiben. Darauf hat sie auch gleich reagiert und es würde dann jemand kommen und uns die Tür öffnen. Die in dem Laden waren total nett, wir haben mit unseren vier Koffern alles blockiert, da kamen dauernd Leute rein, die eigentlich alle Spanisch gesprochen haben (war ein spanisches Viertel – oho).

Jedenfalls hat uns dann jemand die Tür geöffnet, gesagt, dass Zimmer ist ganz oben und sonst nichts weiter kommentiert. Haben das Zimmer und das Bad auch gefunden, die angekündigte Küche haben wir nie gesehen. War aber auch okay so. Dann sind wir schlafen gegangen, denn es war nach New-York-Zeit acht Uhr abends und für uns unendlich viel später und seit Berlin hatte niemand mehr geschlafen. Leider, leider war das ja ein Samstagabend und es lief die gesamte Nacht durch RICHTIG laute Musik. Aus irgendeinem Hinterhof. Das war ETWAS nervig, aber wir waren so müde, wir haben trotzdem geschlafen. Das war’s.

Sorry. Voll lang. Aber ich muss es notieren, damit ich es nicht vergesse.
Hier ist mein Fuchskissen:

IMGP9619Achso, mein erster Eindruck von New York: Wir haben in Brooklyn gewohnt und die Häuser sehen aus wie im Fernsehen! Und da sind Baseballplätze, wie lustig! Die machen das echt!

Josefina