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baumTitel: The Wonderful Wizard of Oz
Autor: L. Frank Baum
Übersetzer:
Verlag: Reclam (und gutenberg-eBook)
Seiten: 186
Erscheinungsdatum: Mein Heftchen ist von 2010 und hat eigentlich noch das alte Cover, das Buch als solches erschien 1900 das erste Mal
Gekauft: 1.1.2011
Fertig gelesen: 23.5.2015
Ort des Lesens: Flugzeug von Moskau nach Berlin, über den Wolken.

Handlung: Die kleine Dorothy will nach Kansas, denn das ist der Ort, an dem ihr Herz wohnt. Sie ist nicht mehr da, weil der Wirbelsturm sie geräubert hat und sie jetzt weit weg ist, ihr kleiner Hund Toto ist aber noch bei ihr. In einem fernen Land. Dort trifft sie auf die Vogelscheuche, einen Blechmann und einen Löwen. Und alle haben Wünsche und müssen sich durch verschiedene Gefahren schlagen, um wieder glücklich zu werden. Außerdem gibt’s viele Farben und schillernde Beschreibungen der Orte und Figuren.

Sprache: Ich wusste nicht, dass das Buch so lustig geschrieben ist. Es ist wirklich lustig. Und es liest sich sehr flott, es ist ja auch wirklich nicht lang. Es ist (bewusst) nicht verschnörkelt und brach wohl damals mit den (Kinderbuch)konventionen.

Meinung: Ich hatte seit Jahren vor dieses Buch zu lesen und habe es ja auch seit Jahren, aber schließlich habe ich eigentlich das eBook gelesen, denn im Flugzeug brauche ich manchmal „leichtere“ Lektüre, bei der es nicht so schlimm ist, wenn man mittem im Satz unterbrochen wird. Und da war dann dieses Buch. Und ich las es. Und es erfreute mich. Weil die Gestalten lustig sind, weil alle so naiv sind, weil es ein einfaches Gut und Böse gibt, aber trotzdem Betrüger, weil es manchmal wundervoll trocken ist und ich lachen musste. Ganz ohne Moral kommt das Buch natürlich auch nicht aus, aber im Vergleich zu anderen Kinderbüchern aus der Zeit dürfte sich das wohl wirklich in Grenzen halten. Das wirklich Spannende an dem Buch ist ja eher die Rezeption des Buches und welche Rolle es heute einnimmt, das ist im Prinzip alles interessanter als dieses kleine Buch, das ich trotzdem mag.

„That is because you have no brains“ answered the girl. „No matter how dreary and gray our homes are, we people of flesh and blood would rather live there than in any other country, be it ever so beautiful. There is no place like home.“ (The Road Through the Forest)