Schlagwörter

, ,

Kinder, mir war mal wieder nach einem Festival, weil das letztes Jahr etwas kurz kam. Da kam es mir doch recht gelegen, dass es ein neues Festival gibt und das direkt in der Nachbarschaft ist. Und dann kam mir noch mehr gelegen, dass Patti Smith da war. Patti Smith! In meiner Nachbarschaft! Was will man mehr? H. und ich waren jedenfalls vier Tage da, und Mister Dario nur einen Tag. Wir haben aber alle immer zu Hause geschlafen, weil ich nicht der große Camper bin. Und so. Und irgendwie haben wir auch 90% der Zeit auf der Wiese rumgelegen und das Programm ignoriert, aber so soll das wohl sein.

Das Programm war nämlich eigentlich recht vielfälig, Konzerte, Workshops, Lesungen, Filme, Kanutouren… und so weiter. Viel auch für Kinder, deswegen waren viele Kinder da. Der Altersdurchschnitt war (die Kinder ausgenommen) entsprechend hoch, weil Eltern und ältere Eltern da waren. War entsprechend wenig betrunken und sauber und ordentlich dieses Festival. Entspannt und gleichzeitig merkwürdig.

Das Gelände ist sehr sehr schön. Mir ist es trotzdem ein bisschen zu viel Programm und Gedöns. Aber das Essen war bombig gut. Normal festivalteuer, aber dreimal so gut wie sonst. SO lecker. Ich schwör auf alles.

tag1k2Tag 1.
Angesehen: ein bisschen To kill a king, ein bisschen Dotan, Alex Clare, Róisín Murphy, aber nicht ganz, wir mussten zum Shuffle flitzen.
Gegessen: Wildschweinwurst, Pizza

Am ersten Tag sind wir irgendwann mal dahin gegondelt (gab einen Shuttle vom Lüneburger Bahnhof zum Gelände) und haben alles betrachtet. Mittwoch war’s echt noch sehr leer und schön. Man hatte überall viel Platz und konnte prima in der Sonne liegen/sitzen. Aus unerfindlichen Gründen hatten wir an diesem Tag keine Decke dabei, was war den da los? Alex Clare hat mir eigentlich ganz gut gefallen, Róisín Murphy ist mir tendenziell zu anstrengend. Joa, ein sehr entspannter Tag.

tag2k3Tag 2
Angesehen: Belle & Sebastian, Damien Rice
Gegessen: Lachsdöner

Heiß war’s an dem Tag. In der Lachsdönerschlange (der erste Lachsdöner Deutschlands, aus Berlin kommen die!) musste man ewig anstehen, weil die Dönerstange gerade leer war und die neue sich erst eine Weile drehen musste, aber wert war’s das trotzdem, denn das war sehr sehr lecker. Belle & Sebastian war ziemlich lustig, haben wir aber von ziemlich weit hinten gesehen (in meinem Kopf gilt immer: wer nicht vorne war, der hat das Konzert nicht gesehen, aber das ist natürlich auch irgendwie Blödsinn), Damien Rice hat mir überraschend gut gefallen. Das war irgendwie recht cool.

tag3k4Tag 3
Angesehen: Mighty Oaks, Patti Smith, Zaz
Gegessen: Waffel, gebackener Schafskäse, Tacos

Da war der Dario mit und wir haben ihm fachmännisch das Gelände gezeigt, Waffeln gegessen, rumgesessen, gegessen und auf Patti gewartet. Ich habe gewartet. Ich musste das auch alleine ansehen, weil ich Konzerte in Gesellschaft eigentlich nicht so gut kann, da kann ich mich nicht so freuen, aber ich kann ja nicht Mrs Smith sehen und mich nicht freuen, deswegen musste ich ganz alleine nach ganz vorne. Ich habe fast geheult als sie auf die Bühne kam, da kam ich mir auch ein bisschen albern vor. Das war ein unendlich gutes Konzert. So gut. Ich war danach verschwitzt und bin deswegen fast erfroren, aber das war’s wert. Zaz danach war sehr.. musicalhaft und nicht unbedingt meins, aber es war schon auch gemütlich da auf der Decke zu sitzen. Aber Patti! Oh Gott, das war so gut!

tag44tag42tag41tag43tag45k1Tag 4
Angesehen: Sophie Hunger, Tori Amos, Yann Tiersen
Gegessen: Burger, Pizza

Niemand war an diesem Tag wach, niemand. Zu nichts fähig. Rumsitzen, ein paar Fotos machen, auf der Wiese schlafen, Eltern belauschen (Eltern sind furchtbare Menschen), Sophie Hunger und Tori Amos belauschen, ins Zelt gehen und Yann Tiersen anhören, von dem ich im Prinzip nichts kenne. Das Konzert hat mich auch nicht inspiriert mich mehr damit zu befassen. Aber Patti! Achso, falscher Tag. Egal.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden, weil sehr entspannt. Und Patti!
Bei entsprechendem Line Up – nächses Jahr wieder, hurra!

Josefina