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Titel: Der Polizistenmörder
Autor: Maj Sjöwall und Per Wahlöö
Übersetzer: Eckehard Schultz
Verlag: rowohlt
Seiten: 234
Erscheinungsdatum: Schwedisch 1974, Deutsch 1976
Gekauft: 3.12.2014
Fertig gelesen: 14.9.2015
Ort des Lesens: Bett! Masterarbeitsvergessungsbuch.

Handlung: Im Prinzip gibt’s wieder zwei bis drei Handlungsstränge. Ganz am Anfang sind wir, die treuen Leser, in Stockholm und beschatten einen Verbrecher, dann begeben wir uns aber schnell nach Südschweden, denn hier ist eine Frau verschwunden, und am Ende kommt es noch zu einer Schießerei zwischen anderen Verbrechern und der Polizei. Und ganz am Ende gehört doch wieder alles zusammen.

Sprache: Die Beschreibungen von Südschweden waren trostlos und stimmungsvoll gleichzeitig, ich jedenfalls wollte gleich dort hin und in den Nebel sehen. Auf der anderen Seite treten im Buch recht viele jugendliche und junge Leute auf und deren Sprache wirkt heute noch veralteter als die sonstige Sprache der Bücher, liest sich also teils recht lustig.

Meinung: Das sind keine Krimis mehr, das sind Abrechnungen mit der Polizei und dem schwedischen System, hier vor allem das Gesundheitssystem. Die Polizei ist unfähig im Großen (Polizeipräsident, Einsatzleiter…) und unfähig im Kleinen (immer die armen Streifenpolizisten), die Einsätze beider Gruppen misslingen, aber das merken die Beteiligten nicht mal recht. Außerdem wird wieder ein Polizeihund beschädigt von der Polizei selbst! Das war auch im Buch vorher schon so, ein Skandal ist das!
Außerdem treffen wir auch zwei Mörder aus früheren Büchern wieder und auch viel altes Personal, das ist ganz nett.

Für sich genommen ist das ein gutes Buch, der Wechsel zwischen den Orten gefällt mir, viel Kritik aus den vorherigen Bändern wurde wirkungsvoll auf die Spitze getrieben.

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