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9397145Titel: Tschick
Autor: Wolfang Herrndorf
Übersetzer:
Verlag: rowohlt
Seiten: 254
Erscheinungsdatum: 2010
Gekauft: Darios Buch, hat er zum Geburtstag bekommen, glaube ich
Fertig gelesen: 1.10.2015
Ort des Lesens: Zug zwischen Hamburg und Lüneburg, Bus nach Malmö

Handlung: Zwei Berliner Buben, beide Außenseiter, schnappen sich ein Auto und fahren los, obwohl sie dafür viel zu jung sind. Und dann erleben die Abenteuer, treffen auf Menschen und lernen sich besser kennen.

Sprache: Alle loben die Sprache immer explizit; dass die Jugendsprache so schön abgebildet und abstrahiert wurde, sagen die. Ich fand’s manchmal gefährliche nahe am TKKG-Niveau. Ich habe auch immer irgendwie ein Problem mit zu vielen popkulturellen Anspielungen, weil die Bücher in eine Zeit fesseln und in drei Jahren nicht mehr verstanden werden können und das finde ich immer etwas schade.
Allerdings muss ich wohl auch zugeben, dass gerade zum Ende hin, wenn ein Gewöhnungseffekt für die Störungen einsetzt, die beschriebenen Bilder durchaus eindrucksvoll sind.

Meinung: Ja. Ich habe ehrlich mehr erwartet. Es ist eines dieser Bücher, die man – so mein Eindruck – nicht recht unbefangen lesen kann, weil es medial relativ präsent war. Und ich auch selbst mehrere Leute kenne, die das gelesen haben, und ganz toll finden. Leute, die ich eher mag, aber vielleicht überdenke ich das jetzt noch mal :D. Ich weiß aber auch nicht recht, was ich erwartet habe. Etwas Großes, etwas Neues, aber es ist bloß ein normales Buch, das arme Ding. Und so ist es am Ende halt ein ganz amüsanter Roadmovie in Buchform, der an einem vorbeizieht ohne tiefen Eindruck, obwohl das Potenziel und die verschiedenen Motive da sind. Nur das Abschlussbild, das ist grandios. Aber da geht’s ja auch wieder um Wasser.

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