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978-3-15-019897-1Titel: A Clockwork Orange
Autor: Anthony Burgess
Übersetzer:
Verlag: reclam
Seiten: 239
Erscheinungsdatum: Original 1962, meine Ausgabe (die alte Ausgabe!) von 1992.
Gekauft: Ui, da bin ich noch zur Schule gegangen. 2007?
Fertig gelesen: 27.10.2015
Ort des Lesens: Ich kann mich erinnern, dass ich einmal in der Turnhalle meiner Schule saß und wegen meines Fußes nicht bei Sport mitmachen konnte und die ersten Seiten dieses Buches las, aber weiter bin ich dann nie gekommen. Jetzt hauptsächlich im Zug.

Handlung: Für mich ist diese Handlung relativ bekannt gewesen, auch ohne das Buch zu kennen. Ich glaube sogar, es war mir bekannt bevor ich den Film gesehen habe. Geht das nur mir so oder ist diese Handlung universell bekannt? Bad Boy Alex ist bad, wird dann eingefangen und „behandelt“, damit er gut wird. Mit der großen Frage, wie gut ist jemand, der nicht entscheiden kann, ob er gut sein will. Ist er dann gut? Da ich das letzte Kapitel, und damit das Ende, nicht kannte, gehe ich davon aus, dass mir eigentlich nur die Filmhandlung bekannt war, die läßt das nämlich aus.

Sprache: Wuhu, ich kann genug russisch für dieses Buch, Erfolgserlebnis des Jahres! Denn der Alex, der spricht ja Nadsat, diese fiktive Jugendsprache, die auf dem Russischen basiert. Ich kann das verstehen! (Ansonsten gibt’s auch Vokabelangaben, aber egal). Sprachlich also ein sehr hübsches Buch, weil innersprachlich schön gemacht. Beide Daumen hoch, zehn von zehn Sternen, gerne wieder. Nein, ernstlich hat mir das Buch gut gefallen.

Meinung: Ich weiß auch nicht, warum ich das so lange dann nicht gelesen habe. Damals hat mich die Sprache abgeschreckt, glaube ich. Schlussendlich bin ich doch recht froh, dass ich nun gelesen habe. Ich habe übrigens auch nochmal versucht den Film zu sehen (den ich nicht besonders mag, obwohl ich eigentlich alles an der Machart mag), habe aber nur die erste halbe Stunde geschafft.
Jedenfalls, das Buch. Das letzte Kapitel (das ich vorher nicht kannte!) ist etwas nervig, weil ich das Ende dann nicht mag, ich glaube, ein offenes Ende hätte dem Buch besser getan, hätte die Frage weiter im Raum stehen lassen, die das Buch stellt, und sie nicht so unbefriedigend beantwortet. Bei den Gewaltschilderungen ist mir manchmal etwas schlecht geworden, aber das eigentlich nur durch die sprachliche Distanzierung und die damit verbundene „Abwertung“ der Gewalt. Alex ist und bleibt halt ein sehr symphatischer 15-Jähriger. Ernsthaft. Aber das will das Buch wohl auch. Alles in allem, durchaus lesenswert.

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