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Bjerg-Auerhaus-Cover-2-Titel: Auerhaus
Autor: Bov Bjerg
Übersetzer:
Verlag: Blumenhaus
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 17.7.2015
Gekauft: Weihnachtsgeschenk. Danke Marina!
Fertig gelesen: 31.12.2015
Ort des Lesens: Schweden – auf dem Sofa, im Bett.

Handlung: Die 80iger in Baden-Württemberg, Frieder will sich umbringen, kommt in die geschlossene, kommt wieder raus, soll nicht zu den Eltern, zieht mit fünf Freunden in ein altes Haus und lebt dort. Angeblich vergnügt.

Sprache: Jugendsprache, mal wieder, ich finde das immer noch nicht sehr gelungen. Außerdem kommen dann immer Leute, die uralt sind (also mindestens 30!) und sagen, die Jungendsprache wäre bombig getroffen, aber die sind doch viel zu alt um das noch zu checken?! Sehr ähnlich wie Tschick. Das ganze Buch ist ähnlich wie Tschick.

Meinung: Ich glaube, ich bin zu jung für dieses Buch. Diesen Eindruck erwecken jedenfalls die zahlreichen begeisterten Rezensionen und Besprechungen, die mir begegnet sind. Das Lebensgefühl der 80er, es scheint mir zu fehlen. Interessant fand ich auch, dass alle diese geschilderte WG-Situation als unglaublich befreiend und positiv wahrnehmen, und ich diese als unglaublich beklemmend und einsam empfunden habe. Die sitzen dort in ihrem Haus, in dem man scheinbar immer friert. Der Erzähler ist der traurige Junge, der nie tanzt. Kann ich unglaublich mit sympathisieren, aber gerade deswegen wirkt er auf mich nicht besonders glücklich, sondern eher als stummer Beisteher, der daran verzweifelt.
Ich weiß aus dem 80ern auch mehr über die Punk-Zeit und das hier ist quasi das Gegenmodell, Leute, die Westberlin und Katharsis suchen, aber nicht finden und das ist ja am Ende einfach traurig.
Ich glaube, ich habe das Buch nicht verstanden. Eigentlich verstehe ich nur die Begeisterung nicht. Und da der Vergleich mit Tschick sehr naheliegt: Tschick ist das bessere Auerhaus.

Aber ich mag die Gestaltung von dem Buch! Wenn das nicht toll ist!

Und wenn einem auf einmal der Sinn des Lebens klar wurde, dann war das der beste Witz überhaupt. (S.96)

Es gab eigentlich noch ein, zwei gute Stellen, aber die habe ich nicht rausgeschrieben, könnte ich aber eigentlich noch machen.

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