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So, jetzt aber! Wir hatten nämlich die richtige Fähre geschnappt und fuhren von der einen Insel weg zu anderen Inseln. So schnell kann’s im Leben gehen.

IMGP4247Auf der anderen Insel wird man auf eine Straße, auf welcher sich viele Restaurants/Cafés befinden, gespült. In echt ist sowas furchtbar, in Südfrankreich ist alles schön. Kann man nichts machen, ist Gesetz. Sogar Dario hat nicht gemosert und der mosert gerne über Touristenhotspots (gerechtfertigter Weise! Dario mosert immer über die richtigen Sachen. Außer wenn er mich kritisiert, ich bin über jeden Zweifel erhaben… wo war ich?). Jedenfalls haben wir beschlossen uns irgendwo hinzusetzen und zu konsumieren. Weil ich immer noch Geburtstag hatte, habe ich zwei Getränke getrunken! Heiß und kalt! Und Crème brûlée. Crème brûlée ist großartig.

Die war sogar lecker. Ich habe auch schonmal ekelige Crème brûlée gegessen, aber das war auch nicht in Südfrankreich. Ich habe auch schonmal gute Crème brûlée in Prag gegessen. Nachdem Essen (und dem Bezahlen!) sind wir weitergewandert.

Genauer: Man kommt auf der Insel Ratonneau an und die ist dann mit der Insel Pomègues verbunden. Über diesen Pfad sind wir gewandert. Da ist ein Yachthafen.

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Und Natur. Die Natur ist schön. Immer noch sehr karg, ziemlich wie bei der anderen Bootsfahrt, aber war einmal schön war, ist immer schön. Das ist gelogen, stimmt in diesem Fall aber.

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Da kann man dann durchschreiten, dann ist man tatsächlich auf der anderen Insel. Und da sind wir nicht mehr so richtig weit gekommen (wegen der Fährenzeiten hat man leider auch nicht so viel Zeit).

Weil dann war da eine kleine Bucht und ich habe beschlossen, dass man seinem Geburtstag seine Füße ins Mittelmeer halten sollte. Und ich finde, es gibt kaum einen schöneren Ort als diesen. Ich finde das immer noch. Mit sehr viel Kraft.

IMGP4264 IMGP4265Das Wasser war ganz klar und kalt und meine Füße fanden das prima.

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Dann mussten wir leider zurück. Und da waren ganz viele Leute, die die Fähre nehmen wollten und man musste ganz lange anstehen. Und dann ist das Unglaubliche passiert! Ich war auf der Fähre und Dario nicht und da habe ich meine südfranzösische Gelassenheit vergessen und war wütend. Dann habe ich halt auch nochmal hundert Jahre gewartet (der Fahrplan war offensichtlich eh nicht so ernstgemeint, da sind random Fähren gekommen). Aber weil wir dann die ersten auf der neuen Fähre waren, konnten wir oben sitzen und runtergucken. Das Meer, das Meer.

IMGP4273IMGP4274Die Rückfahrt ist auch schön (weil das Gesetz ist und weil das schön da ist)!

Danach sind wir essen gegangen. Im „Inviertel“ (oh yeah) Cours Julien. Da ist alles bunt und hip. Und ganz schön (falls jemand Marseille guckt hat: die Tochter vom Bürgermeister lebt da).
Das Restaurant hieß L’arome (es heißt immer noch so) und man wählt auch sehr wenigen Gerichten (vier Vorspeisen, drei Hauptgerichte, drei Nachtische, wenn ich mich recht erinnere) sein Menü. Ich hatte eine Fischsuppe als Vorspeise, Dario auch irgendwas mit Fisch, Hauptspeisen haben wir uns geteilt, ein Fisch- und ein Huhngericht und als Nachtisch Karamelleis mit anderen Sachen. Das war alles so lecker, aber wenn ich nur noch ein Essen für den Rest meines Lebens essen dürfte, wäre das die Fischsuppe. Das war so lecker. Ich träume immer noch davon. Alle sollten mal da essen gehen, man muss aber vorher einen Tisch reservieren. Da konnten aber alle gut englisch, die Karte wurde uns auch sehr kompetent übersetzt. SO LECKER. Ungelogen.

Dann war der letzte Tag in Marseille und mein Geburtstag vorbei.
Am nächsten Tag ging’s mit der Metro zum Bahnhof, von da mit dem Bus zum Flughafen. Da wollte ich eigentlich noch rasch shoppen, aber da der Flughafen evakuiert wurde (ich nehme an wegen irgendeiner Tasche?), kam es nicht mehr dazu! Die Flughafenevakuierung war sehr prima und ruhig ausgeführt, allerdings würde ich doch langsam mal für Mehrsprachigkeit plädieren, weil ich die französischen Ansagen ja doch nicht verstehe. Tja. Wegen der Evakuierung, die eigentlich nicht lange gedauert hatte, sollten wir dann zum Beispiel auch vorgehen und rasch rasch ins Flugzeug steigen, aber diese Anweisung hat irgendein Mitarbeiter auf französisch im Vorbeigehen gemurmelt, ich habe nichtmal das Wort Düsseldorf gehört. Wären da nicht freundliche andere Reisende gewesen, die mal ein paar Infos rausgehauen hätten, hätten wir den Flug verpasst! Für mehr Sprachen am Flughafen! Der Passkontrollierer hat dafür „Herzliche Grüße“ gesagt, obwohl er eigentlich „Herzlichen Glückwunsch“ sagen wollte, aber ich fand das trotzdem total süß. Und nett. Dann waren wir im Flugzeug und ich fand’s super, hatte aber immer noch einen KIZ-Ohrwurm, kann man nichts machen.

Dann waren wir in Düsseldorf, traffen den besten Onkel der Welt, fuhren zu einer der besten Schwestern der Welt und alle waren froh. Dann wurde weiter Geburtstag gefeiert, denn die Party darf niemals aufhören.

Aber trotzdem. Marseille. 💕
Josefina

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