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Der nächste Tag war ein Sonntag und dieser Tag war von S. vorher zum Spargelsonntag erklärt worden, was bedeutet hat, dass der ebenfalls anwesende J. 5 kg Spargel aus Deutschland importiert hat und diese nun also in aller Frühe geschält werden mussten. S. kochte eine Suppe und Kartoffeln und Spargel und es gab Schinken. In der Ukraine ist man nämlich keinen Spargel und weil S. ihren Job als Deutschlehrerin sehr ernst nimmt, musste diese Tradition natürlich verbreitet werden. Die Wohnung war also voll, mit Deutschen, die Spargel lieben, und Ukrainern, die eher nicht wussten, was man davon zu halten hat, und H. und mir, die nicht weglaufen konnten. Die Suppe war aber enorm lecker und wir nur ein bisschen müde. Aber Spargel zum Frühstück ist nicht zu verachten (um 12 kamen die Leute! Da schlafen normale Menschen ja noch! Für Frühstück ist vorher auf jeden Fall keine Zeit!).

Danach wanderte die Meute weiter um Rugy zu gucken, dem haben wir uns dann aber in der Tat entzogen. Sind aber zu einer gewissen Uhrzeit losgewandert, um zu Fuß zur Oper zu laufen, wir haben das vorher professionell auf einer Karte ausgecheckt. Das war ganz angenehm mal so alleine da lang zu laufen, denn wenn man mit jemanden unterwegs ist, der sich auskennt, dann läuft man doch nur hinterher und weiß nie, wo man ist. Aber jetzt, jetzt konnten wir uns mal ein Bild von der Stadt machen! Ihr euch jetzt auch, das ist eien spezielle Serviceleistung meinerseits!

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Ich finde die Stadt ja ziemlich grün. Und ganz hübsch. Ich denke, man kann da auf jeden Fall ganz angenehm leben, man sollte halt mehr russisch können als ich. Oder bereiter es auch zu sprechen. Wir sind übrigens zur Oper gelaufen, um in die Oper zu gehen. Wir wollten ein Ballett sehen, haben wir dann auch gemacht. Das hieß Yell. Wir haben uns eine Loge gekauft (ich denke, das waren so 1,50€ pro Person? Weiß ich aber gerade nicht mehr genau, auf jeden Fall nicht teuer). Das größte Problem war es dann diese Loge zu finden.

Wir sind erstmal in jedes Stockwerk gelaufen bis wir es gefunden hatten und dann war die Schlüsseldame nicht da und wir konnten gar nicht rein, dann aber! Der Innenraum ist sehr protzig, wie sich das für ein gutes Opernhaus gehört.

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Die Vorstellung war eher schlecht. Wenn ich sehen kann, dass die da gerade Grütze tanzen, dann ist das nicht gut, denn meine gesamte Tanzerfahrung basiert auf Let’s dance. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.

Danach sind wir noch zu viert georgisch essen gegangen und georgisches essen ist sehr lecker, denn ich mag Lamm und die servieren Lamm. Außerdem hatten wir noch ein leckeres Brotdings (sic!) mit Käse und allerlei gute Dinge. In der Ukraine gibt es außerdem gute Limonaden (so selbstgemachte) und Säfte. Die Limonaden sind aber nicht so gut wie die in Ungarn! In Ungarn gibt es die ALLERBESTEN Limonaden auf der ganzen Welt, das habe ich kürzlich schonmal geschrieben (an anderer Stelle) und es ist immer noch wahr. Jedenfalls war das Essen lecker und alles war gut. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern wie wir nach Hause gekommen sind. Sind wir gelaufen? Laufen ist sehr gesund.

Jedenfalls war dieser Tag dann vorbei. Außer Spargel, Spazieren, Oper und Essen ist nichts passiert und das ist gut so.

Josefina

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