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Neapel. Da war ich Ende August gewesen und es war tatsächlich eine Arbeitsreise! Muss man auch mal machen. Es ist aber so, dass wir (H. und ich waren da) Dienstags in Neapel sein mussten, man aber nur Sonntags von Hamburg aus hinfliegen kann, wir mussten also betrüblicher Weise einen Tag Urlaub da machen, sehr traurig (wir haben das auch ganz korrekt so abgerechnet! Das muss man machen, das ist sonst Betrug!)

Jedenfalls hatten wir also einen freien Montag und den kann man gut nutzen, um mal ein bisschen durch Neapel zu schlendern.

Wir haben in einem kleinen Hostel gewohnt, das war nicht sehr luxuriös, aber wir hatten jeder ein eigenes Zimmer mit Bad und Frühstück gab’s auch.

imgp5935Außerdem konnte ich von meinem Balkon aus den Hafen sehen!
Kleine Anekdote am Rande: Sonntag sind wir recht spät angekommen und sind mit irgendeinem Bus gefahren und mussten irgendwo aussteigen und waren dann irgendwann da (wir sind das sehr lässig angegangen, aber weil wir das beide gemacht haben, war das ok). Jedenfalls waren wir dann im Hostel und wollten noch was essen gehen und sich erstmal dreimal im Kreis gelaufen, bis wir was gefunden hatten, was uns zusagte. Gefühlt war das megaweit weg vom Hostel, wir sind auch den langen Weg zurückgelaufen. Am nächsten Tag hat sich allerdings herausgestellt, dass ich besagte Pizzeria von meinem Fenster aus sehen kann und wir statt nach links einfach auch mal nach rechts hätten gehen können, um nach drei Metern wieder vor der Hosteltür zu stehen. Aber so lernt man Städte ja auch kennen.

Ähnlich verpeilt wie schon der Sonntagabend war dann auch der Montag. Wir sind halt einfach mal losgegangen. In irgendeine Richtung. Wir hatten zwar einen Plan, aber waren trotzdem planlos. Das lag größtenteils aber daran, dass wir nicht nur einen Plan, sondern drei Karten von Neapel hatten, die aber alle unterschiedlich waren und keiner hat der Realität entsprochen. Das hat die Navigation erschwert. Wir waren dann trotzdem an einem hübschen Platz. Das ist die Piazza del Gesù Nuovo, aber das habe ich natürlich auch erst später erfahren.

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Das ist in der Altstadt von Neapel, die tatsächlich so aussieht, wie man sie sich vorstellt. Italien ist schon sehr hübsch! Wir haben aber noch engere Gassen gesucht. Und Bankautomaten. Das Ding ist nämlich – das hat sich durch den gesamten Aufenthalt durchgezogen – dass wir nie Banken gefunde haben, wenn wir Geld brauchten oder aber dass die Automaten, wenn denn dort Banken waren, schlicht nicht funktionierten. Neapel bleibt mir also als die Stadt in Erinnerung, in der es sehr schwierig war an aussreichend Bargeld zu kommen.

imgp5961Aber wenn schon keine Bankautomaten, dann kann Neapel wenigstens die Gässchen bieten, die man sucht.

imgp5968 imgp5971 imgp5973Wir sind auch ziemlich lange ziemlich konsequent hochgelaufen, hatten ja kein Ziel und dann ist „hoch“ schonmal ein gutes Ziel, um Ordnung und Disziplin in sein Leben zu bringen.

imgp5979Von oben konnte man dann runter gucken und erstmal seinen Blick über die Stadt schweifen lassen. Und den Vesuv sehen. Macht man ja auch nicht alle Tage, ich jedenfalls nicht.

Als wir fertig geguckt hatten, sind wir wieder runtergelaufen. Ich denke, dann haben wir gegessen. An dem Platz, an dem wir vorher schon waren. Und das war wirklich der schlechteste Service, den ich bisher erlebt habe. Wir waren nämlich so da und da war eine sehr freundliche Dame, die uns einen Tisch zu gewiesen hatte. Haben wir uns also hingesetzt, da standen noch die leeren Sachen von den Gästen vorher da, aber ist ja nicht schlimm. Sollte man meinen. Es passierte dann nämlich ziemlich lange nichts mehr. Man reagierte auch einfach nicht auf uns. Irgendwann konnten wir jemanden anhalten und wenigstens nach einer Karte bitten. Bekamen dann eine (!) Karte hingeknallt. Die Sachen von vorher standen immer noch da. Nach einer Weile rumgewedel mit der Karte kam dann wieder jemand und wir haben bestellt, beide ein Hauptgericht. Das war so der Moment, in dem es den Kellern vermutlich mal augefallen ist, dass die Sachen auf dem Tisch nicht unsere sind und wir ganz gerne richtig essen wurden und nicht nur ein zusätzliches Getränkt einnehmen wollen. Dann wurde also sehr widerwillig der Tisch abgeräumt und irgendwann haben wir Spaghetti bekommen. Ich bin da sonst echt nicht so, aber das war schon irgendwie… komisch. Wir haben ja nichts falsch gemacht, wurden aber konsequent so behandelt. Traurig, sehr traurig. Übrigens wollten immer alle französisch mit uns reden, bestimmt weil wir so stilvoll auftreten.

Sind dann weitergelaufen. Und auf eine Festung gestoßen, das ist Castel Nuovo. Unser Hostel ist da ganz in der Nähe gewesen, aber wie gesagt, am ersten Tag war uns die interne Stadtstruktur noch nicht so geläufig, wir wussten eigentlich nie, wo wir waren.

Von dort aus wollten wir mal Richtung Meer laufen, denn in Neapel muss es ja Meer geben, möchte man meinen.

imgp6000Unterwegs kommt man dann an der Piazza del Plebiscito vorbei, sehr prachtvoll.

Und dann kann man langsam das Meer erahnen.

imgp6011 imgp6013Aber vom Meer, vom Meer berichte ich beim nächsten Mal, die Aussicht darauf ist ein guter Moment um kurz innezuhalten und die Spannung wirken zu lassen.

Ciao
Josefina

 

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