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Am Dienstag ging’s eigentlich los (arbeitstechnisch), aber erst nachmittags, deswegen haben wir den Vormittag genutzt und haben uns eine Fähre geschnappt und sind nach Capri rübergedüst.

Irgendwann jedenfalls, als wir uns geeinigt hatten, welche Gesellschaft wir nehmen wollten und als wir rausgefunden haben, wo man das kauft. Und dann haben wir auch noch rausgefunden, wo die Fähre abfährt! Das war ja toll!

Die Fähre war sehr bequem und hatte einen tollen Werbefilm (nicht echt, weil Werbung nicht toll ist) in dem man glückliche Menschen auf Schiffen sah und einen Clip in dem die Crew (oder eine Crew) die Sicherheitsregeln gerappt und gesungen haben. Auf verschiedenen Sprachen. Das wurde alles in Dauerschleife wiederholt.

imgp6027Dann waren wir da. Wir hatten uns vorher schon darauf verständigt, dass wir wohl eine Bootstour machen würden. Wir sind also praktisch von der Fähre runter direkt auf ein Boot (obwohl, ein kurzer Abstecher in ein Touristeninformationsbüro war auch noch dabei).

Das Boot selbst war recht voll, die Sonne schien und die Fahrt ging los. Ich hatte erst überlegt, ob ich furchtbar genervt, von dieser dummen Frau mit ihrer dummen Mutter und ihrer dummen Tochter sein soll, habe mich aber dann darauf geeinigt, dass ich das lieber nicht sein möchte. Ich bin so klug! Aber ich kann so Leute nicht leiden, die sich quasi auf meinen Schoß setzen, um Bilder zu machen, ich bin ein Fan des gesunden Abstands. Habe dann aber meine Tasche neben mich gestellt und mir somit unverschämt viel Platz erkämpft.

Die Insel jedenfalls sieht von außen sehr nett aus, aber auch eben so, wie man sie sich vorstellt.

imgp6044Man sieht Meer und Felsen und Felsen im Meer.

Aber die Luft ist salzig und es gibt auch Korallen! Rote Korallen im blauen Meer, das finde ich schon sehr gut.

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Zudem gibt es auch Tropfsteinhöhlen, die einem gezeigt werden. Hier sieht man einen Stalakmiten, der aussieht wie Maria! Unsere geheiligte Jungfrau!

 

imgp6073Im übrigen wurde die Fahrt vom Bootsführer kommentiert, auf italienisch und englisch, ich konnte also immer überprüfen, wieviel ich auf Italienisch verstanden hätte (Bruchstücke, aber wenig Sinnzusammenhänge).

Es gibt auch das schicke Felsentor, durch das man fahren muss, während man die Liiiiiebe seines Lebens küsst, oder so. Ging nicht. Lebe immer noch. (Ich bekomme fast immer einen Ohrwurm von You can’t steal my love von Mando Diao, wenn ich sowas schreibe, weil in meinem Kopf dann automatisch „Honey I love you like the summer falls…“ abgespielt wird.)

imgp6091Jedenfalls sind wir durch das Tor gefahren und nicht gegen die Felswand, das hat ja schon einiges an Erleichterung bei mir ausgelöst.

Ansonsten ist das Wasser wirklich irrtierend blau und es gibt viele versteckte Höhlen und Grotten – es gibt auch ziemlich viele Boote mit Touristen wie uns, die dann teilweise die engeren Stellen versperren. Es gibt auch recht viele Privatboote, auf denen Leute ihren Reichtum präsentieren, das hatte teils etwas Absurdes.

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imgp6108Auf der Fahrt konnte man auch eine weitere Fahrt in die Blaue Grotte hineinkaufen, dazu musste unser Boot aber erstmal ziemlich lange warten, weil noch viele andere Boote vor uns waren. Die Leute von unserem Boot, die nicht rein wollten, durften mit einem Boot, das schon fertig war, wegfahren. Aber wir haben eisern gewartet, weil wenn man schonmal da ist, muss man auch alles mitnehmen. Und Geld für alles bezahlen, was einem geboten wird.

imgp6110Wenn man fertig gewartet hat, klettert man in eines dieser kleinen Boote (H. und ich waren mit noch zwei Leuten drin) und gibt dann dem Kassenboot sein Geld und wird dann in die Grotte gefahren.

imgp6112Der Eingang ist sehr eng, aber ich bin ja klein. In der Grotte ist es merkwürdig, weil das Wasser wirklich sehr blau leuchtet, aber sie ist auch sehr klein und voll und die Stimmung will nicht recht ergreifend werden. Außer in den wenigen Momenten, in denen man nichts hört, außer dass die Gondoliere singen. Das sind zwei sehr nette Sekunden für eine sonst irrtierende Erfahrung.

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Aber schön, schön ist es schon sehr. Und danach umrundet man die Insel weiter und hört und staunt weiter, welcher Reiche, wo wohnt, welches Boot, wo liegt und warum Capri toll ist.

imgp6157Als die Rundfahrt vorbei war, fuhr auch gerade eine Fähre zurück, die wir dann geschnappt haben, deswegen kenne ich diese kleine Insel tatsächlich nur von außen. Ich weiß nicht, ob ich nocheinmal zurückkehren werde.

Ich meine, natürlich ist die Insel wunderschön, das ist eine Insel im Mittelmeer! Aber es gibt derer so viele, warum dann diese Insel nochmal aufsuchen? Ich trage eh nie Caprihosen.

Josefina

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