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Nach Pompeji hatten H. und ich eigentlich überlegt, auf eigene Faust zurückzukehren nach Neapel, damit wir auf keinen Fall unseren noch anstehenden Flug in die ferne Heimat verpassen würden, aber der Guide hat uns überzeugt, dass wir ales schaffen würden und so nahmen wir auch am zweiten Teil der Exkursion teil und haben auch Herculaneum besucht.
Ich bin sehr froh, dass wir das getan haben, denn es hat mir noch besser gefallen als Pompeji, weil es viel ruhiger und weniger hektisch ist, was vor allem an der geringeren Anzahl von Menschen liegt. Ich hatte den Eindruck, dass man hier alles viel besser sehen kann, weil man nicht direkt weitergeschoben wird. Außerdem mag ich, dass man von oben startet und so erstmal auf die alten Gemäuer niederblickt.

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imgp6454Die Häuser sehen – Überraschung! – denen in Pompeji nicht unähnlich, aber hübsch ist es allemal.

imgp6472Und auch hier gibt es einige schöne Häuser mit Malerein, Fußböden und Moskaiken (Bela B.: Die hatten Tapeten – vollkommen ohne Zusammenhang, aber immer wieder schön).

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Außerdem kann man verbrannte/verschmorte Balken bewundern, das tut ja auch immer gut. In Herculaneum sind die Häuser größtenteils nicht zusammengebrochen und wirklich nur ziemlich gut intakt.

Wikipedia sagt dazu:

Diesem Ablauf verdankt sich der gute Erhaltungszustand der Gebäude von Herculaneum und ihres Inventars:

  1. Bevor die Gebäude von Asche bedeckt wurden, war ihr Inneres bereits verfüllt, daher brachen die Dächer nicht ein.

  2. Die Hitze des ersten pyroklastischen Stroms karbonisierte (verkohlte) organische Materialien oberflächlich und entzog ihnen das Wasser.

  3. Unter der dichten Tuffsteinmasse lag Herculaneum praktisch abgeschlossen von Luft.

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imgp6526Außerdem konnten die meisten Menschen hier fliehen, im Gegensatz zu Pompeji. Außer in den Bootshäusern, da hat man Leichen gefunden, aber bisher weiß niemand so ganz genau, warum die Menschen dort geblieben sind.

imgp6532 imgp6534 imgp6536 imgp6537Auf jedenfalls also besuchenswert! Ich haue jetzt mal nicht so viel geschichtliches raus, weil man das ja eh auch selbst nachlesen kann, wenn man das möchte. Ich sollte das vielleicht auch mal tun.

Danach sind wir jedenfalls mit dem Bus wieder nach Neapel gefahren, wir wurden nahe am Hostel rausgelassen (danke!) und haben unsere Koffer geschnappt und sind los. Waren dann im Endeffekt hundert Stunden zu früh am Flughafen (weil wir den Bus zum Flughafen direkt gefunden hatten, der schon da stand und dann bald abfuhr und der Weg viel kürzer war als wir es von unserer missglückten Hinreise im Gedächtnis hatten), aber da gibt es ja auch wlan, da kann man sich als moderner Mensch von heute ja unterhalten.

Dann war ich wieder zuhause. Da ist es auch sehr schön.
Diesen Eintrag schreibe ich dafür aus Finnland,
draußen schneit es, auf dem Bildern scheint die Sonne.
Verrückt.
Josefina

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