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Nach all dem Russland und all der Arbeit, dann zum Jahresabschluss noch mal ein richtiger Urlaub. Urlaub an bekannten Orten kann sehr gut sein, weil man sich vorher gar nicht aufregen muss, man weiß ja, was kommt. Und man weiß, es wird schön werden.

Diesmal hatten wir uns für eine Airbnb-Wohnung entschieden, ein winziges Zimmer mit Bad und prachtvoller Aussicht. Die Wohnung war so winzig, dass man den Koffer nicht richtig öffnen konnte, deswegen musste alles ausgepackt werden. Aber Hauptsache Bad und Klo getrennt, warum denn auch nicht? Aber es gab alles, was wir brauchten, und die Aussicht!

Unsere Ankunftszeit hatten wir vorher angegeben, so gegen zehn Uhr abends sollte das sein, wenn ich mich recht erinnere. Der Gastgeber konnte nicht da sein, deswegen sollte Aurélie auf uns warten, Aurélie konnte aber ab ca. sieben nicht mehr warten (scheinbar hat sie recht lange gewartet, dabei ist es allgemein recht sinnlos auf Leute zu warten, die ihre Ankunfszeit sehr genau angegeben haben, es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Zug drei Stunden früher da ist, auch wenn der TGV sehr schnell fährt), der Schlüssel war deswegen in einer Bar gegenüber. Das löste einen kurzen Panikmoment aus, denn die Bar sollte, so die Nachricht, um elf schließen und es wäre schon besser, wenn wir bis dahin da wären und wenn jetzt was schiefgehen würde und überhaupt! Aber in Wirklichkeit mussten wir vier Minuten U-Bahn fahren und zwei Minuten laufen, das hat schon alles gepasst (und auch wenn ich gesagt habe, dass ich mich vorher nicht so gut über den Weg informiert hätte, stimmte das auch nur, weil ich mich so weit informiert hatte, dass ich wusste, dass der nicht schwierig ist). Und  so holten wir den Schlüssel ab (eigentlich hat Dario ihn abgeholt, weil ich eine feige Socke bin) und dann kletterten wir die steilen, sehr steilen Treppen hoch und waren da. Dann wurde geschlafen, wenn ich mich recht erinnere. War ja spät, war ja ein langer Tag.
Weil wir ja diesmal mit dem Zug angereist waren! Dann muss man sehr früh in Lüneburg einsteigen (hier hatte der Zug auch erstmal Verspätung, top!) und dann einmal in Frankfurt umsteigen und dann acht Stunden mit dem TGV durch Frankreich gurken (haha, gurken, der trödelt ja wirklich voll. Ich bin nur ein halber TGV-Fan, weil mir tendenziell schlecht wird und ich bei der hohen Geschwindigkeit nicht rausgucken kann).

Jedenfalls! Schlafen! Am nächsten Morgen aufwachen! Einmal eher früh, um Fotos zu machen (oh, diese Aussicht!) und dann nochmal später, um aufzuwachen.

Marseille am morgen, da gibt’s keinen Kummer und keine Sorgen.

Gegen eins waren wir auch dann mal so weit, dass wir die Wohnung verlassen konnten, seelisch und moralisch. Haben uns erstmal zum alten Hafen durchgeschlagen und gefrühstückt. Sehr gut, sehr warm, sehr sonnig.

Dann sind wir rumgeschlendert und haben den Hafen betrachtet, was man halt so macht, wenn man Urlaub hat und die Sonne scheint. Übrigens gab’s „oben“ am Hafen und in der Gegend Weihnachtsmärkte, wir haben ein bisschen beäugt, was es dort so gab, aber noch nichts gekauft oder besonders intensiv geschaut. Wir haben nichts intensiv gemacht, war super.

Zum Abschluss des Tages haben wir uns dann im Einkaufsviertel verlaufen, aber dann haben wir eine Pizzeria gefunden und toppige Pizza gegessen. Toptoptop (das stimmt wirklich, wir waren noch zwei oder drei weitere male da). Falls ihr die sucht: Da wo sich die Rue D’Aubagne und die Rue Rouvière kreuzen, drei Pizzen für zehn Euro, aber das ist sehr viel, wir hatten zwei Pizzen (Margherita und Anchovis) und zwei Getränke für zehn Euro. Und die Pizzen sind ganz groß!

Und weil Ankommen immer anstrengend ist, war der Tag dann auch wieder vorbei.
Gute Nacht!

Marseille ist so so so schön. Oh jee.
Josefina

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