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Der zweite Teil der Finnlandreise (Arbeit!), war der traurigere Teil der Reise, wegen Arbeit! und wegen des falschen Finnlands. Denn Finnland ist besser als kein Finnland, aber Turku ist nicht Valkeakoski. Und insgesamt ist Turku noch nie so meine Stadt gewesen, das hat sich auch innerhalb dieser Woche nicht geändert.

Erstmal musste ich aber weg aus Valkeakoski, das ging wieder nur mit einem Umstieg in Hämeenlinna. Ich dachte mir so: „Kein Problem, setzte dich da im Busbahnhof rein, da gibt’s bestimmt auch wlan und so“. Das Ding hatte dann aber sonntags zu. Und ich stand also so 40 Minuten im Schnee. Finnland, man muss dich schon lieben.

Aufgrund meiner umfassenden Erfahrung mit dieser Stadt wusste ich aber, wo ein R-Kioski ist und bin dann dahin gestiefelt. Den Berg hoch mit dem großen Koffer. Spaßig. Da habe ich dann Sachen gekauft, hauptsächlich um nicht in der Gegend rumzustehen. Gewusst wie, liebe Konsumgesellschaft, gewusst wie.

Dann stand ich wieder rum, begleitet von einem Vogel und nicht gelungenen Makroaufnahmen. Was man halt so macht, wenn man Zeit hat.

Angekommen bin ich dann recht spät in Turku, in einer Stadt, die eine einzige Eisfläche war, dass ich den Berg (Berg ist ein bisschen übertrieben, aber für Finnland ist das schon ein Berg) nicht wieder runtergerutscht bin, sondern im Hostel angekommen bin, das ist ein Wunder gewesen! War dann aber da. F. war da, liebe Wiener waren da, alle freuen sich. Hurra.

Die nächsten Tage ist der Schnee leider geschmolzen, es war also nass und grau und die ganze Stadt lag voller Streusteine. Das ist das Finnland, das ich nicht so reizvoll finde, jedenfalls wenn man, wie ich dort, nur zwei paar Schuhe mithat.

Die Aussicht aus dem Hostel war dafür sehr finnisch. (Sehr finnisch heißt, dass Städte sehr hässlich sind.)

Und ansonsten wurde nicht so viel von Turku bei Tageslicht gesehen, denn es gab nicht so viel Tageslicht und sehr viel Zeit wurde in der Uni verbracht. Dort war es wie immer vergnüglich, war es sogar wirklich. Es war eine prima Woche.

Und manchmal, manchmal war das Wetter doch gut. Dann kann auch Turku nett aussehen.

Aber da musste ich prompt wieder fahren, mit dem Bus um vier Uhr morgens nach Helsinki, um dann in unendlicher Frühe in Hamburg zu landen und nach Hause zu fahren.

Ach, Finnland. Du bist eben doch mein Herzensland. Auch im Februar.
Und jetzt verrate ich euch ein Geheimnis: Die nächste Reise ging nach Marseille. Kann man nichts machen. Auf das Seelenland folgt die Seelenstadt. Die Welt ist rund.
Josefina

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