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Im April ging es, nach einem Wochenende in Düsseldorf, in den Süden. Weil wir kreativ sind, ging es in den Süden Frankreichs. Weil wir noch kreativer sind, ging es nach Marseille.

Auch von Düsseldorf aus schippert man dafür erstmal nach Frankfurt und steigt dort in den TGV (Bild 1) und freut sich dann, wenn man acht Stunden später in der Dunkelheit Notre Dame sieht (Bild 2). In der Zwischenzeit liest man, fotografiert Bahnsteige, Landschaft und sich selbst (von mir gibt es zusätzlich auch Videos).

Diesmal hatten wir eine andere AirBnB-Unterkunft, Jean Philippe hat vor der Tür auf uns gewartet. Die Straße war steil und Dario musste den Koffer hochziehen. Scheinbar nehmen wir zudem gerne Wohnungen, die ganz oben sind, deswegen musste Dario den Koffer auch die sich hochwindende Treppe hochtragen. Während er das noch tat, zeigte Jean Philippe mir die Wohnung: Küche, zwei Zimmer, eins davon mit Hochbett und dem Bad drunter, dazu ein Balkon. Ich fand alles toll. Ich würde diese Wohnung kaufen.

Ich glaube, dann sind wir schlafengegangen, denn müde ist, wer eine Reise tut. Am nächsten morgen bin ich aufgestanden und habe die Aussicht angeguckt. Ich könnte diese Aussicht und diese Dachziegeln sehr lange angucken, so famos finde ich das alles. Und das Wetter, meine Lieben, das Wetter!

Aber irgendwann sind wir doch losgegangen, zum alten Café am alten Hafen. Das tun wir immer und wir sind jetzt in einem Alter, da kommen wir mit Veränderungen nicht mehr gut klar. War außerdem windig, die Frisur sitzt.

Ich habe eine (?) Anis-Navette gegessen, weil ich das gerne mag und Tee getrunken, weil ich das immer tu. Dario trinkt Kaffee und frühstückt Zigaretten, der ist ein ganz harter Hund.

Dann sind wir rumgegondelt. Erstmal sind wir links am Hafenbecken lang gegangen, zum Palais du Pharo, denn dort kann man aussichten, also haben wir geaussichtet. Mit einem Blick aufs Hafenbecken machste halt nichts falsch, ne?

Da saßen wir so lange, dass wir dann wieder Hunger hatten, also sind wir den ganzen Weg zurückgelaufen und noch ein Stück weiter in die Stadt rein. Wir hatten eine Pizzeria im Blick, aber diese hatte dann zu, dann mussten wir eine der anderen vielen Pizzerien wählen. Die Pizza kostet aber überall gleich viel und auch diese Pizza war sehr schmackhaft und so aßen wir diese. Meistens teilen wir eine Magaritha und eine mit Sardellen, das kann man gut so machen.

Dann sind wir die rechte Hafenbeckenseite lang gegondelt, haben neben dem Rathaus rumgesessen und dem Wind getrotzt. Dann haben wir am Ende des Hafenbeckens einen Haken Richtung La Major geschlagen und sind den Berg Richtung St. Laurent hochgeklettert. Dort kann man dann auch von der anderen Seite aus nochmal prima aussichten, haben wir dann auch gemacht.

Haben wir dann auch eine Weile gemacht, saßen dann noch eine Weile vor einer Bank vor der Kirche und machten uns wieder an den Abstieg.

Und dann sind wir nach Hause gegangen, haben Baguette gekauft und Seven Up Mojito, weil bestes Getränk des Jahrtausends, und haben die Sonne über den Dächern beobachtet.

Ich habe auch den Weg auf einer Karte festgehalten, weil die Route so fantastisch war. Ich sag ja, kreative Leute mit kreativen Reisezielen, die dann kreative Dinge dort tun, die sie nie zuvor getan haben. Aber es ist immer wieder so schön, ungelogen.Am nächsten Tag haben wir was neues gemacht und dass wir das vorher noch nicht gemacht haben, ist ein bisschen komisch.
Josefina

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