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Ich finde es immer schwierig sich wieder in den Alltag einzufinden, wenn ich weg war. Es ist dann als würde ich Wege zum ersten Mal gehen, die ich davor ja schon hundertfach gegangen bin. Den Weg von der Wohnung zum Bahnhof, zum Beispiel. Ich kenne den ja, aber es fühlt sich so an als wäre alles neu, dabei sieht hinter jeder Ecke alles immer noch so aus wie vorher.
Gerade wenn ich aus Düsseldorf wiederkomme, ist das meistens so. Vorletztes Wochenende war ich dort und dort fühlt es sich andersrum an: Die Wege sind vertraut, ich bin die tausendfach gegangen, aber ich bin manchmal irritiert davon, dass sich hinter manchen Ecken alles verändert hat.

Ich hätte gerne einen strukturierten Alltag. Einen Plan. Jeden Tag soll zur gleichen Stunde das gleiche passieren, damit die innere Panik verschwindet, aber das ist gar nicht umsetzbar mit immer anderen Arbeitszeiten und unregelmäßigen Verpflichtungen, Urlauben und Dienstreisen. Ich weiß auch gar nicht, ob die Panik dann verschwinden würde, es ist vermutlich ein sehr hilfloser Versuch.

Alles ist ein hilfloser Versuch.
Josefina