Lebenszeichen! Ich habe meinen letzten Bücherstapel fertig gelesen, in folgender Reihenfolge:
Roger Willemsen – Deutschlandreise
Petri Tamminen – Verstecke
Leo Tolstoi – Die Kreuzersonate
Vladimir Nabokov – Einladung zur Enthauptung
Teju Cole – Open City
Julio Cortázar; Carol Dunlop – Die Autonauten auf der Kosmobahn

Ich dachte ja, es wäre eine sehr zufällige Auswahl gewesen, hauptsächlich dadurch geleitet, dass ich bis auf Tolstoi alle Bücher schon mal angelesen hatte, aber am Ende waren die Bücher sich alle sehr ähnlich: keine konkrete Handlung (sehr viel Beobachtungen und Wiedergabe von Gedankengängen) und ein beständiges, sehr entschleunigtes Gereise/sich durch Orte Bewegen. Ich muss auch sagen, dass mir all diese Bücher Freude bereitet haben, mir aber alle Probleme bereitet haben (im Sinne vom Lesefluss, nicht inhaltlich); Nabokov sicherlich am allermeisten, Tolstoi über weite Strecken am wenigsten. Mein Lesealltag war aber auch durchbrochen vom Kranksein und Dienstreisen und Urlauben, bei sowas lese ich nie.

Ich bin leider gerade zu erschöpf (vom Leben!), um irgendwas über die Bücher im Einzelnen zu sagen, aber ich habe mir dafür einen neuen Stapel gemacht: Erklärtes Ziel war es Autoren verschiedener Nationalitäten auszuwählen. Von dem Pamuk habe ich ca. 150 Seiten schon gelesen, vom Boyle kenne ich die ersten zehn Seiten, von Goethe habe ich noch nie irgendwas gelesen und irgendwann muss man ja auch das Reclamregal mal angehen. Gefühlt steht der Werther mir sehr nahe, ich gehe da also sehr positiv ran. Die finnische Dame steht nur aufgrund ihres Finnisch-Seins in meinem Regal, ich weiß gar nichts darüber, mal gucken. Das ist so ein Buch, das ich mehrere Male schon fast wieder aussortiert hätte, vielleicht muss es nach dem Lesen also wirklich weichen. Irgendwie sind die Bücher alle lang. Mal sehen, wie gesagt.
bty

Das war’s.
Josefina