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Es trug sich im Juli 2018 einmal so zu, dass zwei Freundinnen (J und L, Schwestern) mit ihren Pferden nach Cuxhaven fuhren, um da zu urlauben. Es trug sich weiterhin so zu, dass sie mich fragten, ob ich vorbei sehen mag, und da Cuxhaven von Lüneburg aus sehr bequem zu erreichen ist, sagte ich ja, buchte eine Nacht in der Ferienwohnung neben ihnen, packte Dario und Reitsachen ein und fuhr los.

JL holten uns am Bahnhof ab, wir gingen noch einkaufen und fuhren in die Wohnung. Dann zog ich mir fesche Reitkleidung an und wir gingen die Pferde begutachten (die ich kenne, weil die hier ja in Lüneburg im gleichen Stall stehen, klar). Ich durfte das L-Pferd der L-Schwester reiten. Das habe ich vorher noch nie gemacht! Aufregend! Die Steigbügel haben mir nicht gepasst, aber geht ja auch ohne! Immer gut!

Dann sind J und ich losgeritten, wie die wilden. Das ist gelogen. Es war aber sehr schön und dann waren wir am Strand und da waren auch Dario und L, die sind mit dem Auto dahingekommen. Dario hat fotografiert, der kleine Schelm.

Und dann war da das Meer. Oder erstmal war da Watt. Aber ich finde Watt auch sehr gut.

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Falls man aber vom Meer weggeguckt hat, war es bemerkenswert hässlich. Das muss wohl so sein, das ist eine innere Logik, die ins Äußere übertragen wird und da eine Synthese eingeht. Ich reihe hier nur noch Wörter aneinander, Sinn wird vergeblich gesucht.

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Schnell eine Hundepo zur Ablenkung, das ist eine Falle!

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Jedenfalls ritten wir dann einmal durchs Watt, das da auf dem Pferd in der Ferne, das bin ich. Die anderen sehr schönen Reitbilder muss ich euch vorenthalten, sorry.

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Dario fotografierter in der Zeit weiter das Watt und ich finde, er hat es sehr schön gemacht.

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Hier sieht man uns in der Ferne noch einmal reiten. Das ist ziemlich ziemlich schön durchs Watt zu galoppieren, ich kann das nur empfehlen.

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Und nach viel zu kurzer Zeit war’s schon wieder vorbei und wir machten uns auf den Heimweg. J und ich zu Pferde, die anderen verweilten noch kurz, um den Sonnenuntergang zu betrachten. Mit dem Auto kann man auch im Dunkeln fahren, mit Pferden ist es in unbekannter Umgebung dann besser zuhause zu sein.

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Auf dem Heimweg haben wir uns auch nur ein bisschen verritten, es war trotzdem schön, L. ist mein drittes Lieblingspferd, und dann hat zuhause Dario Pasta gemacht und es war gemütlich.

Am nächsten Tag haben JL und ich eine Wattfahrt mit der Kutsche gemacht, Dario findet Pferde zu gruselig für sowas und konnte deswegen nicht mit nach Neuwerk fahren. Neuwerk ist eine Insel, die zu Hamburg gehört und im Watt rumliegt. Die Insel ist bewohnt, aber nicht sehr groß.

Zunächst aber stiegen wir in die Kutsche ein. Wir stiegen nicht dort ein, was man hier auf dem Bild sieht. Wir waren coole Kids und stiegen direkt am Stall ein und fuhren zum Treffpunkt mit der Kutsche. Der Treffpunkt ist quasi da, wo gestern der Sonnenuntergang war. Denn der ist immer nur an einem Ort, das ist sehr präzise. Jedenfalls ging’s dann los.

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Man sieht vor allem erst mal viel nichts, wenn man so ins Watt reinfährt.

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Das Ziel ist allerdings gar nicht so weit weg, 15 km. In so einer Kutsche braucht man dafür aber eine Weile. Es war auch ein bisschen kalt und windig. Man musste einen Pullover anziehen und das will in diesem Sommer ja schon was geheißen haben.

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Man muss aufpassen, dass man nicht im Watt versinkt und sich schön an die Markierung halten. (Am Vortrag ist das L-Pferd einmal fast in so ein Loch gerutscht, also die Vorderbeine waren auf einmal recht tief versunken, das kann man gar nicht gut sehen, wo da was ist.)

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Die Kutscher kennen sich aber aus und fahren Kolone. Darf man das da?!

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Neben den Kutschern gibt’s auch noch Reiter und auch Leute, die da hinlaufen. Da muss man Ebbe und Flut gut im Blick haben. Die Reiter hier mussten an manchen Stellen auch echt noch ’ne Weile warten, weil da noch zu viel Wasser war.

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Kutschen fahren auch durch ziemlich tiefes Wasser. Teilweise geht das Wasser dann so hoch, dass es knapp nicht reinläuft, da müssen die Pferdchen dann schon schwimmen und ordentlich Kraft aufwenden.

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Und dann erreicht man wieder Land.

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Dort stehen dann alle Kutschen auf einer Stelle und die Zeit reicht gerade für einen Kakao und ein Stück Kuchen, dann muss man schon zurück, weil das Wasser zurück kommt.

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Der Rückblick sieht quasi so aus wie der Hinweg, aber man wird von anderen Gefährten überholt.

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Und dann gibt’s wieder viel Watt.

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Aber zum Ende hin ist der Himmel blau geworden und dann stiegen alle anderen wieder aus, nur wir sind wieder bis zum Hof mitgefahren, das war auch irgendwie noch ganz schön. Insgesamt ist man so fünf Stunden unterwegs.

Dann war der Urlaub für Dario und mich quasi wieder vorbei, Sachen gepackt und noch ein Eis mit JL in Cuxhaven gegessen.

Schön war’s gewesen.
Josefina