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Nach dem Marktplatzaufenthalt fuhren wir in ein Hotel. Das war etwas weiter draußen und wir hatten ja kein Abendessen-Paket, also mussten wir uns noch mal raustrauen. Wir trauten uns raus und liefen eine Weile an einer großen Straße lang. Teile von uns voller Furcht gleich geräubert zu werden.

Aber dann war da doch sowas wie Stadt und auch Läden. Wir kauften Brot und Pfannkuchen und haben so glorreiche 90 Cent (für zwei) für das Abendessen ausgeben. Und lecker war’s ja trotzdem. Wir liefen mit dem Essen ins Hotel zurück, aßen und dann sollte geschlafen werden, aber ich schlief miserabel. Dabei waren die Betten vernünftig und all sowas. Ich weiß es ja auch nicht.

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Am nächsten Tag passierte etwas, auf das wir nicht richtig vorbereitet gewesen waren, aber das offensichtlich zu Pauschalreisen unbedingt dazugehört. Ich bin, wie gesagt, in dieser Hinsicht nicht sozialisiert, mir sind die Bedingungen da nicht so recht bekannt.

Jedenfalls werden einem auf solchen Reisen auch Dinge verkauft. Wir wurden also in eine Teppichverkaufsfläche gefahren und bekamen da eine Präsentation. Ich mag Teppiche und sie hatten tatsächlich schöne Teppiche und bestimmt waren die Teppiche da auch billiger als in Deutschland. Ich sehe trotzdem nicht recht, dass ich 4000€ für einen Teppich ausgebe. Ich war am Vorabend ja noch entzückt, dass ich nur 45 Cent für mein Abendessen bezahlt hatte. Die Präsentation war jedenfalls noch in Ordnung, weil wir Tee bekamen und jemand halt vor der gesamten Gruppe Teppiche ausrollte. Aber dann kommen Einzelgespräche! Z. und ich versuchten angestrengt die Wand anzusehen, aber dann ist wohl einer gekommen, der uns Teppiche zeigen wollte. Wir mögen blaue und gelbe Teppiche. Die haben wir gezeigt bekommen. Wir wurden nach unserem Budget gefragt und haben nach kurzer Beratung erkannt, dass wir zusammen ein Budget für 30€ für Teppiche veranschlagen würden, das wäre okay für uns. In dieser Preiskategorie gab’s leider nicht. Dann sind wir weggelaufen. (Alles in allem war’s total witzig, weil uns so klar war, dass wir logischer Weise keinen Teppich kaufen würden, es aber ernstlich versucht wurde, was für uns zu finden.)

Nach diesem neuen Level an Pauschalreisigkeit (so viele haben Teppiche gekauft!) sind wir dann weitergefahren. Nach Rabat.

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In meiner Vorstellung ist Rabat menschenleer, ich weiß auch nicht genau, woran das lag. Okay, ich habe eine Vermutung. Wir sind als erstes zum Königspalast gefahren und da braucht man schon für den Teil, in dem wir waren, eine Erlaubnis, und deswegen ist da dann niemand. Wir bekamen auch wieder einen lokalen Reiseführer, der hieß Mohamed (seltener Name, jaja) und war knorke. Wir standen dann so auf dem Paradeplatz herum und bekamen Dinge erzählt. Wir haben auch Postkarten gekauft. Und das Tor betrachtet. In Marokko betrachtet man viele Tore.

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Nächster Halt war der Hassan-Turm, das ist das unvollendet gebliebene Minarett der ebenfalls unvollendeten Großen Moschee in Rabat. Da ist auch das Mausoleum von Mohammed V. Draußen sieht man erstmal Tiere.

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Ich habe mich sehr gefreut Pferde zu sehen. Und dann war da der Tür und Nebel zog auf. Das hat auch dazu beigetragen, dass ich die Stadt leer fand. Wir haben uns außerdem wieder von der Gruppe abgesondert und sind da so rumgestromert.

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Im Mausoleum waren wir auch, da waren auch andere Leute. Aber die habe ich ignoriert.

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Wir wurden dafür nicht ignoriert. Ein junger Marokkaner hat mit uns geredet, weil er gerne sein Englisch praktizieren wollte und der war sehr nett und freundlich. Das war prima. Und dann fuhren wir wieder.

Noch ein Halt gab’s aber in Rabat: die Kasbah des Oudaïas. Das hat mir gut gefallen! Da war es auch leer und mystisch. Und blau. Das war schön da! Wir sind da so durchgelaufen.

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Schilder lügen! Meine Schuhe sind gar nicht rot!

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Am Ende kommt man am Meer raus und es wird noch mystischer, weil nebelig. Und wunderwunderschön.

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Dann ging’s weiter nach Casablanca. Unser marokkanischer Reiseführer spricht zwar kein Deutsch, aber ganz passabel Englisch haben wir hier außerdem gelernt. Aber viele in der Gruppe können gar kein Englisch. Dafür haben die jetzt Teppiche.

Oh, die Welt ist wundersam.
J.