Die letzten Tage konnte ich nicht schreiben, weil ich den Laptop nie angemacht habe. Jetzt sitze ich wieder zuhause, der Laptop ist weiterhin nicht an, aber das macht nichts, weil mein Desktop-PC eh noch ein bisschen cooler ist. Der ist an. Die Waschmaschine läuft, der Tee steht vor mir, ich habe es aber noch nicht geschafft mir eine Tasse zu holen und werde das bald tun müssen. Meine Fingernägel sind mintfarbend und tippen so vor sich hin und sie sind so lang, dass es bald störend wird. Seitdem letzten mal eine Seite schreiben, war ich auf dem Thunersee Boot fahren, im Rosengarten gucken essen, habe Bern wieder verlassen (Die A3 und ich sind jetzt gute Freunde), in Düsseldorf auf einer Hochzeit und bei diversen Verwandten. Gestern habe ich dann endlich die Katzi wiedergesehen, die ich zum Glück auch noch anfassen darf, da war ich richtig erleichtert. Ich bin auch immer froh, wenn ich sie rumlaufen sehe, während die Waschmaschine läuft, weil meine größte Panik ist, dass ich die Katze ausversehen irgendwann mal wasche. Ich glaube, das würde der gar nicht mal so gut bekommen. Jetzt habe ich gerade was anderes gemacht, was der Katze nicht gut bekommt bzw. ich habe die Katze dazu befähigt was zu machen, was ihr nicht bekommt. Die Katze ist eine Plastikesserkatze und sie hat fast ein Stück von meiner Amicellipackung gegessen. Das ist mein Frühstück. Also der Inhalt, nicht die Packung. Die Katze hatte ihr Frühstück schon. Dario gibt der Katze noch mehr Frühstück. So wird das hier nie was mit der harten Hand der Erziehung. Ist die Katze am Ende auch ein moderner Nutznießer der industriellen Revolution? Läuft die französische Liga eigentlich schon wieder? Wie lange war ich weg und was ist passiert? Ich werde gleich mal die Woche nachvollziehen müssen. Mittwoch ist wieder Arbeitsalltag. Schreiben muss ich auch noch. Aber gut Ding will Weile haben. Eile mit Weile. Übel, übel, sprach der Dübel, und verschwand in der Wand. Ich habe zu viele Amicelli gegessen. War nur so ne mittelgute Idee. Ich schreibe gerade übrigens voller Unterbrechungen, weil Dario und ich die Katze angucken. Sie hat sich gerade vom Tisch gestützt, das aber sehr elegant kaschiert. In meinem Kopf rattert eigentlich wieder nur eine Liste an Dingen, die ich noch machen muss, durch. Es ist sehr uninspiriertend für alle beteiligen Personen. Also vor allem auch mich. Heute lese ich aber auch das doofe Buch fertig. Und dann lese ich mal wieder ein gutes Buch, ich versprech’s. Ah, vielleicht auch nicht, ich muss für den Buchclub was lesen, was ich sonst nicht lesen würde. Nervig. Die französische Liga läuft übrigens wieder. Soll ich noch mal schnell in die Heide fahren? Aber wann, aber wann? Ich reite bald in der Heide. Blüht die da noch? Angeblich bis zum 9.9., aber ich reite erst am 11.9. Da ist dann auf einmal alles weg. Am 9.9. hatte mein Opa Geburtstag und letztes Jahr hatte er da noch Geburtstag. Gestern habe ich meine Oma gesehen. Neben der Katze (das ist aber ja eine neue Entwicklung, die war vorher noch nie da, wenn ich nach Hause gekommen bin), freue ich mich immer am allermeisten auf meine Teekanne. Es ist keine tolle Teekanne, es ist die IKEA-Teekanne. Ich habe die mal von Darios Mutter geschenkt bekommen. Aber es ist immer sehr gut, wenn man seine eigene Dame über den Tee ist. Ich hoffe wirklich, es wird bald kühler. Ich habe gerade Wollsocken an, das ist so gemütlich. Ich habe die Wollsocken an, die mir mein Bruder und meine Schwester zum vorletzen Weihnachten geschenkt haben und die ich seit ca. anderthalb Jahren panisch suche. Ich habe sie am Samstag in der Tasche gefunden, die ich zur Hochzeit mitnehmen wollte. Sie müssen da seit einer anderen Hochzeit im Januar 2019 drin sein und ich gucke da eben nie rein, weil ich diese Tasche nur zu solchen Anlässen benutze. Jetzt sind sie wieder da. Ich bin sehr glücklich. Die Waschmaschine läuft immer noch, dabei tippe ich schon seit Stunden. Was ist denn hier los? Bern ist übrigens wirklich sehr schön. Düsseldorf ist weniger schön, aber auch schön. Der Kater von meiner Schwester ist sehr alt geworden. Ich auch. Wir alle. Und dann sterben wir. Tschüssi.