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Januar war ein Monat in denen ich Krimiserien mit einer relativ geringen Folgen-Anzahl angesehen habe, außerdem war es ein sehr britischer Monat.
Ich habe den Monat mit Twin angefangen: Acht Folgen Krimi in Norwegen, die Synchro fand ich weniger gelungen, die Landschaft ist sehr schön und natürlich ein gutes Setting für eine derartige Serie, alles dunkel und wild und das Meer. Dann habe ich aber eine Krimipause gemacht und bin dafür nach England gegangen und habe endlich(!) die zwei Staffeln Sex Education angesehen und mich davon durchaus unterhalten gefühlt und die Musik ist sehr gut. Danach habe ich zwei mal Krimi und England kombiniert: Erst habe ich Safe angesehen, das war ziemlich treibend und ich mag ja Michael C. Hall, aber es ist so eine Serie, die man eigentlich nie wieder angucken muss, wenn man sie gesehen hat. Danach habe ich Broadchurch angesehen, zumindest die erste Staffel, die mir nicht besonders gut gefallen hat. Also die Schauspieler sind top, aber die Story ist zu langsam, zu unmotiviert, es war zu klar, wer der Täter ist. Ich sage euch dann nächsten Monat wie ich die zweite Staffel fand. Mit Dario habe ich weiter Brooklyn 99 geguckt, ich finde es tatsächlich wieder lustig oder noch lustiger.

Gelesen habe ich zwei Bücher. Zsuzsa Bánk – Das Sterben im Sommer und Katja Kettu – Feuerherz. Das erste Buch fand ich am Anfang schwierig, ich wusste nicht genau, warum ich den Gedanken da bei wohne, ich habe den literarischen Wert nicht gesehen. Ich las es und dachte, wenn es nicht eine bekannte Autorin wäre, die schon bei dem Verlag wäre, dann hätte es niemand veröffentlicht. Die Ungarn-Erinnerungen sind natürlich(!) sehr schön und für mich interessant und die Auseinandersetzung mit dem dann tatsächlich eingetroffenen Tod, die fand ich auch literarisch wieder viel besser gemacht. Wenn man das Buch im Vergleich zum zweiten Buch sieht, dann ist es allerdings eine literarische Meisterleistung, denn Feuerherz ist einfach ein schlechtes Buch. Ich weiß, dass das andere Menschen anders sehen, aber ich weiß nicht, wie. Es ist eine wirre Geschichte, sie ist sehr schlecht geschrieben (und die Übersetzerin ist sehr gut, das ist nicht das Problem), eine Ansammlung von Adjektiven und unmotivierten Sexszenen, die überall eingestreut werden, aber durch nichts begründet sind. Alle Figuren sind unsympathisch. Die Zeit- bzw. Altersstruktur der Figuren scheint zumindest fragwürdig zu sein. Es wird außerdem versuch zu viel abzuhandeln. Eine Finnin geht in den 30ern über die Grenze, aber natürlich ist sie eigentlich Saamin. Dann ist sie im Arbeitslager. Dann kommen die Mari. Und die Komi, die Nenzen und die Kamassen. Und Putin, aber der erst in der zweiten (oder dritten?) Zeitebene. So war das.

Ansonsten war ich ziemlich fleißig im Januar. Und habe Pferde und Katzen gesehen. Manchmal auch einen Hund. Allerdings habe ich wieder mit Sport angefangen und dabei vielleicht meinen Finger kaputt gemacht, ich habe den Handchirurg noch nicht angerufen (Is‘ lustig, weil ich auch gerade mal wieder Die vierte Hand von John Irving anhöre). Ich suche jetzt mal die Nummer.

Haltet die Ohren steif.
J.