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Dieser Tag war einer meiner liebsten Tage in New York, aber ich habe weder viele Fotos noch kann ich viel dazu sagen. Das wird schön.

Wir sind von der Sterling Street mit der Linie 2 zu Borough Hall gefahren, die Sterling Street ist nicht unsere normale Station gewesen, obwohl die eigentlich gleich weit weg war, also haben wir es auch mal wieder geschafft an der Station vorbeizulaufen. Das war eh unsere große Qualität in New York: erstmal an Stationen vorbeilaufen, auch wenn wir quasi schon vor dem Subway-Schild standen.

Haben es aber dann doch geschafft und sind, wie gesagt, bei Borough Hall angekommen. Das ist das ehemalige Rathaus von Brooklyn. Das ist schön, hat uns aber eigentlich gar nicht interessiert.

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Auch die Manhattan Bridge, die man sehen kann, hat uns kalt gelassen. Wir hatten nämlich Hunger.

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Wir sind da also so lang gestreift, auf der Suche nach Essen, denn irgendwo in Brooklyn Heights wird man ja wohl was finden, dachten wir. Das Viertel da ist, wie man sich denken kann, recht hübsch und grün.

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Wir haben dann auch schließlich eine Art französisches Café gefunden und dort gegessen, nach einigem Hin und Her hatten wir sogar alle, was wir wollten inklusive Guacamole und kostenlosem Brotnachschlag. Das war fein. Dann gingen wir zum eigentlich ersten Ziel: der Brooklyn Bridge, weil ich mir ja fest vorgenommen hatte diese Brücke einmal zu Fuß zu überqueren. Und wir hatten eh einen 13-Uhr-Termin in Manhattan, da kann man das mal machen.

So maschierten wir und tausendhundertmillionen andere dann also über die Brücke, dazu haben wir später notiert: „L. hasst Menschen, J. liebt die Brücke“ und ich denke mal, das ist nach wie vor die Wahrheit. Es ist aber auch eine hübsche Brücke.

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Und so läuft man dann bei einigermaßen heißen Temperaturen in die große Stadt hinein und freut sich.

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Eigentlich wollte ich dann weiterlaufen, aber die Zeit wurde knapp, ich war in Panik, alle U-Bahnen fielen aus, alles wurde dramatisch und stressig. Und dann eigentlich auch nicht. Wir waren überpünktlich, wie guterzogene Deutsche, am Treffpunkt.

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Von dort aus haben wir nämlich eine Tour gemacht, genauer gesagt haben wir die East Village Punk ’n‘ Rock Tour gemacht, die ich ohne Zweifel weiterempfehle, wenn man etwas mit dieser Musik anfangen kann. Auf der Tour selbst habe ich keine Fotos gemacht (es gibt aber wohl Fotos von Schwester und mir wie wir vor Gebäuden stehen, haha!), weil ich zuhören musste. Richtig gut aufgepasst habe ich. Wir waren übrigens insgesamt nur vier Mitläufer bei der Tour, die anderen beiden waren zwei ältere Damen aus Maine, die waren auch sehr nett.

Nach der Tour haben wir erstmal eine Pause gemacht, ich hatte für den Anlass meine Lieblingssocken angezogen, denn ich weiß ja, was sich gehört.

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Dann sind wir noch ein bisschen durchs East Village gelaufen.

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Dort gibt’s z.B. überall diese gestalteten Laternen- bzw. Ampfelpfeiler, ich habe gerade vergessen wie der Dude heißt, der das macht.

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Außerdem habe ich, weil ich creepy bin, das Wohnhaus von Richard Hell ausgecheckt, kann ich ja nichts für, wenn er immer noch da wohnt.

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Und die Bowery sind wir auf und ab gelaufen, in meiner Vorstellung war diese Straße etwas romantischer als sie dann wirklich ist.

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Und das ehemalige Atelier von Mapplethorpe haben wir dann auch noch gleich angesehen. Man muss tun, was man tun muss.

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Das Wandbild wird regelmäßig geändert und zeigt dann immer Künstler, die im CBGBs aufgetreten sind. Das ist ja inzwischen ein Geschäft und ja, da sind wir auch durchgelaufen. Die sind das da aber gewöhnt, dass Leute ihren Laden fotografieren und nichts kaufen. Die Armen.

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Nach all diesen Emotionen hatten wir dann schon wieder Hunger und waren italienisch essen, das war ganz lecker und die Kellnerin sehr nett.

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Danach ging’s der L-Schwester nicht so bombastisch und wir wollten gerne wieder zurück, aber die U-Bahn hatte immer noch Probleme und war dann einfach so voll, wenn mal eine kam, dass wir noch ein Stück zu Fuß gegangen sind. Quasi wieder zurück Richtung Brücke.

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An der Fulton Street sind wir dann eingestiegen und mit einer vollen und lauten Bahn nach Hause gefahren. Da ist die L-Schwester wieder von den Toten erwacht, was mich sehr glücklich gemacht hat.

Der Tag war trotzdem super gewesen, fanden wir beide. New York Punk ist meine liebste Musik und ich stehe meinem inneren Fangirl selbst kritisch gegenüber, aber es war trotzdem glücklich und das ist dann auch schon bestimmt irgendwie okay, aber nicht sehr punkrock.

Schon wieder kein Burger gegessen! Das kann ja noch was geben!

Josefina